NLA-Unihockey

Wiler-Ersigen Derbysieger, aber nicht mehr Leader

Jubel bei den Spielern von Wiler-Ersigen über den Derbysieg.

Jubel bei den Spielern von Wiler-Ersigen über den Derbysieg.

In einer turbulenten und torreichen Partie gewinnt Wiler-Ersigen das Derby gegen die Langnau Tigers mit 8:7 in der Verlängerung dank einem Treffer von Captain Väänänen. Trotz des Sieges muss der Meister die Leaderposition aber an GC Zürich abgeben, weil man es nicht schaffte, eine 5:2- und 7:5-Führung über die reguläre Zeit zu bringen.

Nach der Heimniederlage gegen GC stand das Derby gegen die Tigers im Zeichen der Wiedergutmachung. Doch die Startphase misslang dem Meister, der wieder auf seine beiden Weltmeister Savonen/Pylsy zurückgreifen konnte.

Die Paradelinie der Tigers erzielte durch Glauser nach vier Minuten den Führungstreffer. Die Langnauer spielten nur punktuell mit drei Linien und versuchten so, den Rhythmus des Heimteams mitgehen zu können.

Marco Rentsch war mit fünf Skorerpunkten überragend.

Marco Rentsch war mit fünf Skorerpunkten überragend.

Dies gelang im Startdrittel denn auch. Zwar glich Wiler in der Folge die Partie aus, konnte aber keine Differenz herbeiführen, das Balltempo war zu gering. Im Mitteldrittel erhöhte der Meister dann den Druck, agierte präziser und den Gästen schien auch langsam aber sicher der «Schnauf» etwas auszugehen.

Auf den 2:1-Führungstreffer konnten die Tigers zwar noch postwendend antworten, doch dann folgten drei Wiler Tore innerhalb von sechs Minuten. Und als dann noch Aggressivleader Gfeller beim Gast ausfiel, schien alles für das Heimteam zu sprechen.

Mit blauen Auge davongekommen

Doch zwei nonchalante Aktionen in der Defensive ermöglichten den Gästen noch vor dem Ende des Mitteldrittels etwas überraschend auf 5:4 zu verkürzen. In diesen Momenten genügte die Leistung des SVWE in keiner Art und Weise den eigenen Ansprüchen. Und es sollte auch nicht mehr gelingen, den Schlendrian aus dem Spiel zu bringen. Zum zweiten Mal in Serie kassierte dabei die zweite Linie drei Treffer.

Selbst als man im Schlussdrittel noch zweimal auf zwei Tore davonziehen konnte, reichte das nicht. Erst war es Marco Rentsch, der mit dem 6:4 den Meister auf die Siegesstrasse zu führen schien. Doch am Mittwoch wurde augenscheinlich, dass beim Meister aktuell die Balance nicht vorhanden ist, Individualisten in die Bresche springen müssen, weil die Kompaktheit und Ausgeglichenheit abhanden gekommen ist.

Zu wenige Akteure wollten oder können aktuell Tore erzielen, selbst Topskorer Pylsy vergab nach seiner Rückkehr mehrere Chancen aus bester Position und auch sein Treffer zum 7:5 war nicht die Entscheidung. Vielmehr konnten die nicht aufsteckenden Tigers, bei denen sechs verschiedene Spieler trafen, in der Schlussminute noch ausgleichen.

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