EHC Olten
Wichtiger erster Sieg für Heikki Leime

Der EHC Olten rückt nach dem 4:2-Sieg in der Ajoie auf den fünften Rang vor.

Jürg Salvisberg
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Nordwestschweiz

Dank zwei Toren von Philipp Wüst und einem erstarkten Powerplay behielt der EHC Olten im Duell der vormaligen Tabellennachbarn in der Ajoie mit 4:2 die Oberhand. «Die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel spielten wir richtig gut», freute sich Heikki Leime nach dem ersten Triumph im zweiten Spiel unter seiner Führung. Trotz der offensiven Fortschritte will der finnische Trainer in erster Priorität weiterhin das Defensivspiel verbessern. «Da waren wir noch nicht mal nahe an perfekt.»

Nach der 3:6-Heimpleite gegen Ajoie beurlaubte der EHC Olten am 20. November Headcoach Scott Beattie, mit einem 4:2-Auswärtssieg feierte sein Nachfolger Heikki Leime gestern in der Ajoie seinen ersten Dreier mit seinem neuen Klub. Es war gleichzeitig auch der erste Oltner Erfolg mit mehr als einem Tor Unterschied seit dem Thurgau-Match vor dreieinhalb Wochen, als Dino Stechers Interregnum mit einem 5:0 begonnen hatte. Genau diese letztplatzierten Ostschweizer wollten sich die Kontrahenten in Pruntrut vom Leib halten.

Mit dieser sichtbaren Motivation eröffneten beide Mannschaften ein lebhaftes und schnelles Spiel. Den Gästen eröffneten sich die ersten Möglichkeiten bei einem Powerplay in der 8. Minute. Justin Feser und Adrian Brunner stellten Matthias Mischler auf die Probe. Doch obwohl die Oltner in der Formation gut standen, wirkten sie in ihren Abschlüssen noch etwas brav. Da kam das Überzahlspiel in der 14. Minute schon gefährlicher daher: Wüst kam nach einer schnellen und präzisen Kombination auf halblinker Position ideal zum Abdrücken und wuchtete die Scheibe in die entfernte Ecke des Ajoie-Gehäuses zum 0:1.

Ausgleich sofort gekontert

Erst danach erhielt auch Michael Tobler Gelegenheit, sich als Goalie auszuzeichnen. In der 16. Minute rettete er mit seiner Fanghand auf mirakulöse Weise den Oltner Vorsprung gegen einen Schuss von Thibault Frossard. Nach weiteren Interventionen des Gästegoalies verlagerte sich das Geschehen im Mittelabschnitt zunächst klar vor den gegenüberliegenden Kasten.

Vorallem die erste Oltner Linie zog die Schraube deutlich an und nahm die einheimische Verteidigung in die Zange. Feser und Diego Schwarzenbach, der deutlich an Spielfreude zulegte, drückten den Puck regelmässig Richtung Tor der Ajoulots ab. Dem Zusammenspiel bei Normalbestand fehlte jedoch noch der krönende Erfolg.

Eine plötzliche Strafenorgie zur Hälfte der emotionaler werdenden Begegnung brachte die Jurassier ins Spiel zurück. Als Sami El Assaoui und Christopher Bagnoud innert neun Sekunden auf die Strafbank wanderten, konnten die Gastgeber während 111 Sekunden mit einer doppelten Überzahl agieren. Das gröbste Boxplay hatten die Oltner gerade überstanden, als die Jurassier in einfacher Überzahl aus dem Dauerdruck doch noch Kapital schlagen konnten.

Topscorer Giacomo Casserini glich in der 31. Minute zum 1:1 aus. Nur 133 Sekunden später glückte den Gästen der in dieser Partie vorentscheidende Gegenschlag: Codey Burki, der wie Fabian Ganz sein Comeback gab, stand vor Mischler goldrichtig und konnte zum 1:2 abstauben.

Wüsts zweiter Streich

Im letzten Drittel mussten sich die Oltner noch knappe fünf Minuten offensiv voll ins Zeug legen. Dann durfte sich Wüst, der mit seinem Einsatz ein Vorbild abgab, eine zweite Mouche auf seinem Scorerkonto gutschreiben lassen. Der linke Flügel der dritten Linie fälschte einen Schuss Fesers von der blauen Linie so ab, dass Mischler sich beim Oltner Powerplay geschlagen geben musste. Ajoie warf nach dem 1:3 nochmals seine besten Kräfte in die Offensive, doch diese waren nicht gut genug, um die Oltner Defensive mit einem sehr sicheren Keeper zu erschüttern.

Als Mischler seinen Platz einem sechsten Feldspieler abtrat, glückte Truttmann ein früher «Emptynetter» zum 1:4. Die definitive Entscheidung schon 97 Sekunden vor Schluss gab den Jurassiern immerhin noch Raum für die Resultatkosmetik durch Thomas Mettler zum 2:4.

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