Als die Langenthaler am Ende des ersten Halbfinalduells beim Stand von 2:1 für Olten versuchten, mit sechs gegen fünf Feldspielern doch noch den Ausgleich zu erzwingen, da schlug die Stunde der EHCO-Defensivsoldaten. Es wurde gecheckt, geblockt, gekämpft – bis die erlösende Schlusssirene ertönte und der Sieg der Powermäuse feststand.

EHC Olten schlägt den SC Langenthal

EHC Olten schlägt den SC Langenthal

Das erste Spiel des Playoff-Halbfinal-Derbys war ein Kampf mit einem besseren Ende für Olten. Die Powermäuse schlagend den SC Langenthal mit 2 zu 1.

Der erste Halbfinalerfolg war vor allem das Resultat einer aufopfernden Oltner Defensivleistung. Zum Beispiel von einem Spieler wie Cédric Schneuwly, der als Center der nominell vierten Sturmreihe viel wertvolle Arbeit verrichtet. Arbeit, die gerne auch mal übersehen wird, die aber für Playoff-Siege unerlässlich ist: «Wenn man so in der Defensive spielt wie wir, macht es jedem Spass. Es sieht nicht immer schön aus. Eishockey-Liebhaber haben wohl keine Freude an uns. Aber es ist eine effektive Spielweise», befand Schneuwly nach dem hart erkämpften 2:1-Erfolg gegen Langenthal.

Der letztjährige EHCO-Captain nahm zufrieden zur Kenntnis, dass die Mannschaft in den Playoffs die Zeichen der Zeit erkannt hat und das umsetzt, was es braucht, um eben auch solche «Zittersiege» ins Trockene zu bringen. «Es hat ja lange geheissen, dass wir eine Schönwettertruppe seien. Aber jetzt zeigen wir, dass wir es auch anders können. Jeder geht für den anderen, jeder wirft sich in die Schüsse. So muss es sein.»

Trotz des knappen Erfolgs bemerkte Cédric Schneuwly, dass seine Mannschaft letztlich auch ein wenig Glück hatte, dass die Passivität im dritten Abschnitt mit nur einem Gegentreffer bestraft wurde. «Wir sind zufrieden, dass wir in der Serie mit 1:0 führen. Aber wir dürfen mit dem letzten Drittel nicht zufrieden sein. Wir haben den Langenthalern zu viel Raum gewährt. Wenn unser Goalie Simon Rytz da nicht ein paarmal hext, dann hätte das für uns nicht gut enden können.»

Zanatta das Schlachtross

Nicht ganz so hart mit der eigenen Leistung ins Gericht gehen mochte Verteidiger Luca Zanatta, eines der defensiven Oltner Schlachtrösser, welches unerschrocken in die Zweikämpfe geht. «Es mag von aussen so aussehen, dass wir passiv agieren, wenn der Gegner in unserem Verteidigungsdrittel den Puck laufen lässt und sich festsetzt. Ich denke aber eher, dass wir uns smart verhalten. Es bringt nichts, wenn alle herumrennen und hinter dem Gegner herjagen. Man kann sich die Energie sparen, wenn man dafür in einer guten Position steht.»

In der Tat liessen die Oltner nur wenige wirklich gute Chancen der Langenthaler zu. Immer wieder brachte man einen Körperteil, einen Schlittschuh oder den Stock in die Laufbahn des Pucks. Sehr zur Freude von Luca Zanatta, der schwärmte: «Das ist der Beweis, dass wir die richtigen Spieler in dieser Mannschaft haben. Ein guter Spieler weiss, dass es jetzt zählt, dass er jetzt den Preis bezahlen muss. Dass das Team an allererster Stelle steht.»

Die Marschrichtung ist klar für den EHCO: Auch am Mittwoch im zweiten Halbfinalduell gegen Langenthal geht es nur mit knallharter Arbeit und noch mehr Disziplin. Zanatta unterstreicht: «Wir müssen genau so weitermachen.»