Am Donnerstag brach Chris Bartolone seine Zelte in Olten endgültig ab. Der EHCO-Trainer bestieg das Flugzeug in Richtung USA. In der Nähe von Detroit wird er wie gewohnt seinen Sommer verbringen. Bevor der 49-Jährige abreiste, liess er es sich nicht nehmen, ein paar Worte des Danks verlauten zu lassen.

«Ich bin sehr dankbar für die drei Jahre, die ich beim EHC Olten arbeiten durfte», sagte der Italo-Amerikaner. Im Sommer 2016 war er als Assistent zusammen mit dem damaligen Headcoach Maurizio Mansi zum EHCO gestossen. Er blieb auch nach der Entlassung Mansis und der Übernahme von Bengt-Ake Gustafsson im Januar 2017 im Amt.

Nach der Freistellung Gustafssons im Februar 2018 wurde Bartolone zum Headcoach befördert, führte den EHC Olten in den Playoff-Final und empfahl sich damit für eine weitere Anstellung als Cheftrainer.

Zukunft in Deutschland?

In der vor zwei Wochen mit einer Niederlage gegen den späteren Swiss-League-Meister Langenthal zu Ende gegangenen Saison verpasste er aber mit seiner Mannschaft die gesteckten Ziele – wenn auch nur knapp. Platz 3 nach der Qualifikation und das Out im Playoff-Halbfinal führten letztlich dazu, dass der EHC Olten den auslaufenden Vertrag mit Chris Bartolone nicht verlängerte.

Ein Entscheid, der ihn im ersten Moment sehr enttäuschte. Bartolone sagte zum Abschied: «Ich denke, dass ich meinen Job gut gemacht habe.» Groll gegenüber den Klub-Verantwortlichen hegt er keinen. Der Saison-Abschlussfeier vor Wochenfrist war er ferngeblieben, weil er seine Tochter in Mailand besucht hatte.

Wohin Chris Bartolones Weg in Zukunft führt? Gut möglich, dass er einen Job in der DEL landet. «Ich habe viele gute Kontakte nach Deutschland. Mein Agent prüft derzeit, ob sich Möglichkeiten ergeben könnten», sagte Bartolone, der sich auch vorstellen kann, wieder als Assistent zu arbeiten.

Trainersuche läuft

Der EHCO ist bei seiner Suche nach einem neuen Trainer weiter in der Evaluationsphase. Gemäss Sportchef Marc Grieder, der in St. Gallen derzeit einen Sportmanager-Lehrgang absolviert, ist das Profil klar umrissen. Jetzt geht es darum, eine Kandidatenliste zusammenzustellen.