Näfels der Angstgegner von Volley Schönenwerd? Das war einmal; gestern setzten sich die Niederämter zu Hause gegen die Glarner ohne Satzverlust durch. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen Angang November im Glarnerland.

«Schöni» konnte sich sogar in den ersten beiden Sätzen den Luxus eines Fehlstarts leisten. Im dritten Satz waren die Gastgeber dann vom ersten Ballwechsel an konzentriert und spielten in der Folge ihre Überlegenheit immer deutlicher aus. Die auffälligsten Akteure aufseiten der Schönenwerder waren Passeur Scott Fifer, der US-Amerikaner sprühte vor Spielwitz, und die beiden Aussenangreifer Luca Ulrich und Marcin Ernastowicz. Der Pole steuerte 17 Punkte zum 3:0-Sieg bei, Topskorer Ulrich gelangen 9 Punkte, Diagonalangreifer Daniel Rocamora und Captain Samuel Ehrat je 6.

Ein Weckruf

In den ersten zwei Sätzen brauchte Schönenwerd offenbar einen Weckruf. 1:6 und 5:10 lag das Heimteam im Startsatz im Hintertreffen. Mit einem Service-Winner von Ernastowicz und einem Block von Chris Frame verkürzten die Schönenwerder auf 9:10. Wenig später lagen sie nach einem Punkt von Ehrat erstmals vorne (14:13). Es blieb ausgeglichen bis in die Money Time. Ernastowicz holte mit einem Angriff aus dem Rückraum den ersten Satzball und Rocamora blockte Näfels’ Griechen Ioannis Montekas zum 25:23.

Auch im zweiten Durchgang verpasste das Heimteam den Auftakt – 0:3, 3:7, 7:10. Aber man bekam nicht das Gefühl, den Schönenwerder würde das Spiel aus den Händen gleiten. Schon zur Satzmitte schaffte Ernastowicz mit einem Rückraum-Kracher den Anschluss (10:11). Ein Winner und ein Ass des Polen brachten «Schöni» in der entscheidenden Phase mit 20:17 in Front. Bei Näfels wackelte der Angriff immer mehr. Drei der letzten fünf Punkte zum 25:21 gingen nochmals auf das Konto von Ernastowicz.

Die vorweihnachtliche Party

Die Geschichte des dritten Satzes ist schnell erzählt. Ehrat durch die Mitte, Ulrich über die Aussenbahn, Block von Rocamora und noch ein Punkt von Ulrich – das waren zwar nur die ersten vier Punkte, aber damit war die Gegenwehr der Glarner schon gebrochen.

Fast alles gelang dem Heimteam in dieser Phase – zum Beispiel ein Ass via Netzkante von Ehrat zum 10:2. In der Folge kam bei den Niederämtern auch die zweite Garde noch zum Zuge. Yves Roth und Irian Mika durften sich beide noch Punkte gutschreiben lassen und Reserve-Passeur Mathis Jucker trug auch noch seinen Teil zur Schönenwerder vorweihnachtlichen Party bei.