Swiss League

Vierter Erfolg in Serie! Der EHC Olten fährt gegen La Chaux-de-Fonds einen weiteren Sieg ein

Der EHC Olten bestätigt seinen Lauf und feiert gegen den HC La Chaux-de-Fonds den vierten Liga-Sieg in Serie. Den Grundstein für den 3:1-Erfolg legen die Powermäuse im mittleren Abschnitt durch Tore von Chiriayev und Knelsen. Die Führung gibt der EHCO in den letzten 20 Minuten nicht mehr aus den Händen.

Eishockey kann so einfach sein. Kampf, Checks, Aufopferung, Konzentration, Abgeklärtheit – und ein Quäntchen Glück – gehören zu den Zutaten, die in jedem erfolgreichen Mix vorkommen sollten. Der EHC Olten brachte im Heimspiel gegen den HC La Chaux-de-Fonds von all diesen Ingredienzen so viel mit, dass am Ende ein zu knapper 3:1-Sieg herausschaute.

Der vierte Meisterschaftserfolg in Serie der Powermäuse wurde von den 3000 Zuschauern verdientermassen mit viel Applaus belohnt. Knapp zwei Wochen nach dem unterirdischen Auftritt bei der 4:7-Heimniederlage gegen den HC Ajoie scheint die Mannschaft von Headcoach Fredrik Söderström endlich den richtigen Weg gefunden zu haben.

Highlights EHCO - La Chaux-de-Fonds (27.10.2019)

Wie sehr der Reifeprozess fortgeschritten ist, zeigte die Reaktion des Teams auf den unglücklichen Start. Schon in der 2. Minute gingen die Gäste aus dem Kanton Neuenburg in Führung. Was vor zwei Wochen noch zu einem totalen Kollaps geführt hätte, erschütterte die Oltner diesmal kein Bisschen. Im Gegenteil: Sie bewahrten kühlen Kopf, blieben geduldig und wurden für ihren nicht erlahmenden Kampfgeist korrekterweise belohnt. Der laufstarke Keijo Weibel glich noch vor der ersten Sirene aus. Jewgeni Schirjajew und Dion Knelsen (im Powerplay) sorgten im Mitteldrittel für die entscheidende Differenz.

Das souveräne letzte Drittel im Stil eines Spitzenteams

Wenn man dem EHCO an diesem Abend etwas ankreiden konnte, dann war es der etwas gar nonchalante Umgang mit den Torchancen. Mehrmals wurde der vorentscheidende, vierte Treffer verpasst, so dass La Chaux-de-Fonds dem Anschlusstreffer mehrmals gefährlich nahe kam. Aber Glück und der einmal mehr ausgezeichnete Silas Matthys im Tor verhinderten, dass es noch einmal wirklich spannend wurde im Kleinholz. Was besonders Freude machte: Die Oltner gerieten nie in Panik, blieben aktiv und erlagen nie der Gefahr, den Vorsprung irgendwie über die Zeit bringen zu wollen. Ja, sie agierten schon fast so souverän wie ein Spitzenteam.

Logisch, hatte Fredrik Söderström Freude an dem, was er von seiner Mannschaft gesehen hatte: «Heute war das erste Spiel, welches wir über 60 Minuten kontrollierten. Wir spielten clever und wie ein erwachsenes Team.» Der Schwede hatte in der Vergangenheit immer wieder kritisiert, dass seine Spieler bisweilen unkoordiniert und unkontrolliert wie Junioren agieren.

«Wir akzeptieren endlich, was für eine Mannschaft wir sind»

Jetzt sagt er: «Wir akzeptieren endlich, was für eine Mannschaft wir sind. Wir hatten lange Mühe, unsere Identität zu finden.» Wenn er auf die letzten fünf Spiele seit dem Ajoie-Match zurückblicke, dann merke man vor allem, was Erfolgserlebnisse mit einer Gruppe machen können. «Man hält sich ans System, man verzweifelt nicht, man versucht nicht irgendwelche Sachen auf eigene Faust. Zu Beginn der Saison waren wir zu verspielt, hatten an uns selber zu hohe Erwartungen und spürten zusätzlich noch den Druck von aussen – warum auch immer.»

Auch jetzt gerate man zwischendurch bisweilen in Schwierigkeiten. «Aber wir haben mit den Spielern darüber gesprochen, dass Probleme zum Eishockey dazugehören. Es kommt darauf an, wie man mit ihnen umgeht und darauf reagiert», erklärte der Oltner Headcoach.

Trotz der jüngsten Erfolgssträhne mahnte Fredrik Söderström auch nach dem Sieg gegen La Chaux-de-Fonds zur Demut: «Wir sind noch nicht dort, wo wir sein möchten. Aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Ich bin glücklich über die Punkte. Aber noch glücklicher über die Tatsache, dass meine Spieler offensichtlich langsam aber sicher verstehen, was ich von ihnen möchte.»

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