Der FC Olten, der in der 2. Liga inter aktuell auf dem achten Platz klassiert ist, verlängert den Vertrag mit Trainer Juan Castro bis zum Ende der Saison 2017/18. «Die Mannschaft hat sich unter Juan Castro sehr gut entwickelt», begründet Präsident Claudio Richard. «Es geht definitiv in die richtige Richtung. Deshalb war klar, dass wir unbedingt mit ihm weiterfahren wollen.»

Richard lobt insbesondere Juan Castros klare Linie gegenüber seinen Spielern: «Wenn einer nicht trainiert, dann spielt er auch nicht, egal wie er heisst», stellt Richard fest. «Er behandelt jeden Spieler, ob jung oder alt, mit dem gleichen Respekt. Das ist sehr wichtig.»

Zudem hält der FCO-Präsident fest, dass Castro auf die laufende Saison hin nicht alleine aufs Kleinholz gekommen sei, sondern seinen ganzen Staff mitgebrachte, was sich als Glücksfall erwiesen habe: «Die beiden Assistenten Dario Liberto und Daniel Müller leisten ebenfalls sehr gute Arbeit und unterstützen Castro, wo sie nur können. Zusammen bilden die drei ein eingespieltes Team, das sehr gut funktioniert.»

In der vordern Hälfte etablieren

Juan Castro, der mehrere Saisons Sportchef beim Erstligisten Wangen war, ist ein Kenner der Fussballregion. Dank seiner Kontakte gelang es ihm, nach seinem Amtsantritt im letzten Sommer das Kader des Oltner Fanionteams innert kurzer Zeit deutlich zu verbreitern.

Die Resultate stimmen ebenfalls: Olten beendete die Vorrunde auf dem vierten Platz. Dies sind zwei wichtige Faktoren für die Vertragsverlängerung. «Ich fühle mich sehr wohl beim FC Olten, das Traineramt macht mir sehr viel Spass», sagt Castro.

Sein Ziel sei es, dass sich der FC Olten in der 2. Liga inter in der vorderen Tabellenhälfte etablieren könne in den nächsten Jahren. «Es wäre schön, wenn wir uns zu einer starken 2.-Liga-inter-Mannschaft entwickeln könnten», so der 38-Jährige.

Fehlende Punkte sind kein Grund zur Sorge

Aktuell steckt Castro mit den Oltnern aber zum ersten Mal während seiner Amtszeit in einer schwierigen Phase. Nur zwei Punkte schauten aus den bisherigen vier Rückrundenspielen heraus. In der Tabelle fiel der FCO auf den achten Platz zurück.

Sorgen mache er sich deshalb aber noch keine, stellt Castro klar: «Wir haben ja nie deutlich verloren oder so. Ich bin aber doch sehr glücklich, dass jetzt Ostern ansteht. Das bringt den Spielern die Möglichkeit, ein bisschen zu pausieren, und danach werden hoffentlich die meisten Verletzungen auskuriert sein.»

Am vergangenen Samstag gegen den FC Rothrist musste er auf sechs Spieler verzichten: Für Winterzuzug Matteo Muscia ist die Saison wegen einer Knieverletzung gelaufen. Dafür hofft Castro auf die baldige Rückkehr von Mario Simic, Marco Panzeri, Rinor Slishani, Marco Mirarchi und Miro Golob. Denn dies seien wichtige Spieler, die nicht so einfach ersetzt werden können, stellt er klar.

Cup als primäres Saisonziel

Vor der Osterpause steht für den FC Olten am Mittwochabend um 20 Uhr daheim im Stadion Kleinholz aber noch ein wichtiges Cup-Qualifikationsspiel an. «Der FC Hergiswil ist bekannt als Cup-Mannschaft», weiss Juan Castro über den Gegner zu berichten.

Die Innerschweizer liegen in der Gruppe 4 der 2. Liga inter auf dem neunten Platz, schlugen am Wochenende aber den Tabellenführer Hochdorf. «Für mich gibt es im Cup keinen Favoriten», so Castro. «Es gibt nur ein Spiel und wir werden alles daransetzen, dieses zu gewinnen.» Mit einem Sieg würde Olten in die erste Hauptrunde des Schweizer Cups 2018 einziehen.

Wie wichtig dies für den Klub wäre, unterstreicht Präsident Claudio Richard: «Es ist eines unserer primären Saisonziele, den Schweizer Cup zu erreichen. Für die Umgebung, die Mannschaft und den Verein wäre es einfach geil, wieder einmal einen ganz Grossen auf dem Kleinholz empfangen zu dürfen.»