Unihockey
«Es gestaltet sich leider nicht so einfach»: Unihockey Mittelland sucht erfolglos nach neuem Cheftrainer

Im Februar haben Björn Karlen und sein Assistent bekanntgegeben, dass sie in der kommenden Saison nicht mehr hinter der Bande stehen werden. Seither sucht der neue Sportchef Cyril Müller erfolglos einen Nachfolger.

Nicolas Blust
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Cyril Müller ist seit März 2021 Sportchef beim Erstligisten Unihockey Mittelland.

Cyril Müller ist seit März 2021 Sportchef beim Erstligisten Unihockey Mittelland.

Zvg

Es findet ein Umbruch statt bei Unihockey Mittelland. Im Februar gaben Trainer Björn Karlen und sein Assistent Beni Abplanalp ihren Abgang bekannt. Gleichzeitig kündete auch Sportchef Andrea De Icco seinen Rücktritt an. Der ehemalige Torhüter und zu diesem Zeitpunkt Goalie-Trainer Cyril Müller übernahm daraufhin das Amt des Sportchefs und ist seither zuständig für die Verpflichtung eines neuen Trainers. «Ich habe das Amt recht spontan übernommen. Ich hatte keine grossen Erwartungen und bin unvoreingenommen in das Abenteuer gestartet», sagt Müller über seine neue Aufgabe.

«Momentan gibt es viel zu tun, aber ich glaubte, das legt sich schon noch.»

Aufgrund der vakanten Stelle des Hauptübungsleiters kümmert sich Müller nämlich auch noch um die Trainings der 1.-Liga-Herrenmannschaft. Eine Doppelbelastung, die auf Dauer nicht die Lösung sein kann. Zwar arbeitete Müller bereits zwei Jahre als Goalie-Trainer, diese Funktion könne man aber nicht mit der des Trainers vergleichen: «Es ist eine total andere Welt.» Aktuell wird der Sportchef von den Captains Dominik Rhiner und Marius Flury beim Training unterstützt.

Auf Dauer möchte er aber dieses Amt aber wieder abgeben. Cyril Müller arbeitet daher mit Hochdruck an der Verpflichtung eines neuen Hauptübungsleiters. Die Suche stellt sich jedoch schwerer heraus als anfangs angenommen: «Es gestaltet sich leider nicht so einfach.» Bereits mit mehreren potenziellen Trainern führte Müller Verhandlungen. Bisher leider ohne Erfolg.

«Meistens haben die Absagen private Gründe oder der Zeitaufwand ist zu hoch», sagt Müller über die gescheiterten Verhandlungen. Ein Grund dafür könnte auch die grosse Ungewissheit sein. Noch ist nicht klar, wann und wie die kommende Saison stattfindet. «Man hat momentan keine Gewissheit», sagt Sportchef Müller. Normalerweise stünde bald der Cup auf dem Programm, dieser ist aber noch nicht einmal terminiert worden.

Der Vorstand gibt Müller die nötige Zeit, um einen guten Nachfolger für Björn Karlen zu präsentieren. Trotzdem möchte der Sportchef möglichst schnell Klarheit schaffen.

«Ich mache mir in der Trainerfrage am meisten Druck. Es hilft aber nicht, direkt in Panik zu verfallen, da sich diese sonst auf die Mannschaft überträgt.»

Die soll sich nun voll und ganz auf die Vorbereitung für die kommende Saison konzentrieren können. Der Kader stehe so weit. «Wir leihen noch einen Torhüter von Wiler-Ersigen aus, einen ehemaligen Junior von Olten. Ansonsten haben wir keinen grossen Bedarf», sagt Müller über die Kaderplanung. Wenn es noch Verstärkungen gibt, dann nur punktuelle. Doch auch mit dem bisherigen Team ist Müller sehr zufrieden: «Wir sind absolut konkurrenzfähig.»

Auf ein konkretes Saisonziel möchte sich Cyril Müller nicht festlegen, die Playoffs seien aber trotzdem das erklärte Ziel: «Unsere Gruppe wird immer ausgeglichener. Wenn wir in die Playoffs kommen, sind wir sicher gut dabei.» Dort könne dann alles passieren. Momentan ist ein Blick in die Zukunft ohnehin schwierig. Zu viele Fragen bezüglich der kommenden Saison sind noch offen. Die Frage nach dem neuen Trainer soll es jedoch nicht mehr lange bleiben.

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