Triathlon
Max Studers EM-Bilanz: Bronzemedaille im Team, 22. Platz im Einzel

Der Solothurner Spitzentriathlet Max Studer erlebte an der EM in München Freude und Enttäuschung: Im Team gewann er Bronze, im Einzel resultierte bloss ein 22. Platz.

Silvan Hartmann
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Max Studer erschöpft im Ziel.

Max Studer erschöpft im Ziel.

Claudio Thoma / freshfocus

Max Studer erlebte an der Triathlon-EM in München ein zwiespältiges Wochenende: Hier die Bronzemedaille mit dem Team, dort ein enttäuschendes Abschneiden im Einzel. Max Studer reiste mit der Erwartung auf eine Medaille im Einzel an die EM, doch der 26-jährige Kestenholzer konnte seine Leistung nicht abrufen – und klassierte sich auf Position 22. «Das Schwimmen gelang mir gar nicht schlecht, leider stürzte ich beim Aussteigen aus dem Wasser und verlor dadurch einige Plätze. So fuhr ich in der dritten Radgruppe und sorgte mit viel Führungsarbeit dafür, dass wir auf die zweite Gruppe aufschliessen konnten. Ich merkte aber schon bald, dass ich schwere Beine hatte und damit nicht weiter angreifen konnte», bilanzierte Max Studer, der den Wettkampf mit vielen Zuschauern – darunter einige Schulfreunde – dennoch sichtlich genoss.

Grosse Freude im Schweizer Team über die gewonnene Bronzemedaille.

Grosse Freude im Schweizer Team über die gewonnene Bronzemedaille.

Heike Feiner/Freshfocus / Expa/Eibner

Dass Max Studers Potenzial riesig ist, zeigte er im Team-Relay, bei dem zwei Triathleten und zwei Triathletinnen pro Team am Start stehen und jeweils 300m Schwimmen, 7,6km Radfahren und 1,6km Laufen bestreiten. Als Startläufer der Schweiz übergab er als Führender mit 14 Sekunden Vorsprung auf das spätere Siegerteam Frankreich an sein Teammitglied. Max Studer war letztlich mit einer Zeit von 19:33 Minuten der schnellste Athlet des Tages. Diese Gewissheit, ein Wörtchen an der Spitze mitreden zu ­können, dürfte für den besten Schweizer Triathleten eine grosse Motivation sein für die nächsten anstehenden World-Triathlon-Cup-Einsätze.

Bronze für die Schweiz: Max Studer feiert im Ziel mit Simon Westermann, Julie Derron, Cathia Schär.

Bronze für die Schweiz: Max Studer feiert im Ziel mit Simon Westermann, Julie Derron, Cathia Schär.

Heike Feiner/Freshfocus / Expa/Eibner