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Ein Mann mit Einschüchterungspotenzial: Eliot Antonietti verstärkt den EHC Olten

Die Verteidigung des EHC Olten im Hinblick auf die kommende Saison ist komplett. Mit Eliot Antonietti verpflichtet Sportchef Marc Grieder einen Mann mit viel Erfahrung und Wasserverdrängung. Der 28-Jährige unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre.

Marcel Kuchta
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Spielte letzte Saison 32-mal für den HC Lugano: Eliot Antonietti.

Spielte letzte Saison 32-mal für den HC Lugano: Eliot Antonietti.

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Marc Grieder hat auf dem Weg zur Komplettierung des Mannschaft im Hinblick auf die kommende Saison einen weiteren Nagel einschlagen können. Mit der Verpflichtung von Eliot Antonietti holte der EHCO-Sportchef eine ganze Menge Routine und viel Wasserverdrängung ins Team. Antonietti fällt nicht nur wegen seiner Körpermasse auf - er ist 1,96 Meter gross und 107 Kilogramm schwer - sondern auch wegen seines markanten Barts.

Jahrelanger Defensivsoldat unter Chris McSorley

Der 28-Jährige, der auf allen Stufen in den Junioren-Nationalmannschaften spielte, war von 2011 bis 2019 Stammverteidiger bei Servette Genf unter Trainer Chris McSorley. Er spielte seine Rolle als klassischer Defensivsoldat im unbequemen Ensemble des kanadischen Headcoachs dabei äusserst zuverlässig. Nach knapp 300 Spielen für seinen Stammklub, wechselte er 2019 nach Rapperswil, wo er wegen einer Gehirnerschütterung aber kaum zum Einsatz kam.

In der vergangenen Saison bekam er bei Lugano einen Vertrag, lief dabei ein paar Spiele für die Ticino Rockets auf - und traf dabei auch auf den EHC Olten. Beim HC Lugano hinterliess er einen guten Eindruck. Doch die Verpflichtung seines ehemaligen Headcoachs Chris McSorley machte eine sportliche Zukunft im Tessin unmöglich.

Kein «böser» Spieler, aber ein ausgeprägter Teamplayer

Was für einen Spieler bekommt der EHC Olten? Nicht nur eine prägnante Erscheinung auf dem Eis, sondern auch einen Spieler mit für seine Körpergrösse ordentlichen, läuferischen Qualitäten. Antonietti ist trotz seines visuellen und physischen Einschüchterungspotenzials kein «böser» Spieler, kann aber kraft seiner Körpermasse vor dem eigenen Tor aufräumen. Er gilt ausserdem als extrem zuverlässig und als ausgesprochener Teamplayer, der auch in der Garderobe einen positiven Einfluss hat.

Während die Verteidigung nun also komplett ist, hat Marc Grieder im Sturm noch Handlungsbedarf. Mit Frantisek Rehak hat eine der möglichen Center-Optionen kürzlich beim SC Langenthal unterschrieben. Gut möglich, dass sich der Oltner Sportchef hier so lange wie möglich alle Türchen offen lässt und pokert. Zumal man mit Dominic Weder ja auch einen «internen» Kandidaten für die Position des Nummer-2-Centers in der Pipeline hat.

Kommt auch bald der Assistenztrainer?

Bei der Baustelle Assistenztrainer zeichnet sich mittlerweile auch eine Lösung ab. Nachdem die ersten beiden Wunschkandidaten Rolf Schrepfer (bleibt Headcoach bei Arosa) und Andrew Ebbett (wird Sportchef beim SC Bern) abgesprungen sind, steht man nun vor der Verpflichtung eines Kandidaten.

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