Unihockey

Thomas Berger im Interview: «Ohne die Spiele fehlt uns jetzt etwas der Antrieb»

Wiler-Ersigen-Coach Thomas Berger hofft, bals wieder Ernstkämpfe bestreiten zu können.

Wiler-Ersigen-Coach Thomas Berger hofft, bals wieder Ernstkämpfe bestreiten zu können.

Am 4. Oktober bestritt der SV Wiler-Ersigen gegen Zug United seinen letzten Ernstkampf, seither ist die Saison im Unihockey unterbrochen. Im Interview spricht Wiler-Ersigen-Coach Thomas Berger über den Trainingsbetrieb während dem Saisonunterbruch, interne Testspiele und Motivationsprobleme innerhalb der Mannschaft.

Euer letztes Spiel fand am 4. Oktober gegen Zug United statt. Wie trainiert ihr seither?

Wir haben weiter normal trainiert, bis am 23. Oktober vom Verbandentschieden wurde, dass der Spielbetrieb bis auf Weiteres unterbrochen wird. Von diesem Zeitpunkt aus gingen wir von einem Restart Ende November aus. Deswegen haben wir das Mannschaftstraining weiterhin durchgeführt und zusätzlich jeden Samstag ein internes Trainingsspiel veranstaltet. Seit dem Entscheid der Taskforce (17.11. Anm. der Redaktion) ist das Teamtraining eingestellt und die Spieler trainieren nur noch individuell zu Hause. Die Spieler erhalten dafür per App Übungen, die sie absolvieren müssen.

Taskforce-Entscheid von Swiss Unihockey (17. November 2020)

Gibt es schon einen Termin, wann das Mannschaftstraining wieder aufgenommen wird?

Dafür müssen wir erst wissen, wann der Verband über eine allfällige Wiederaufnahme der Meisterschaft entscheidet. Das wurde bisher aber noch nicht kommuniziert. Wir können erst wieder planen, wenn wir einen Termin haben, auf den wir hinarbeiten können.

Wann kann der SV Wiler-Ersigen wieder jubeln? Seit dem 4. Oktober ist die Unihockey-Meisterschaft unterbrochen.

Wann kann der SV Wiler-Ersigen wieder jubeln? Seit dem 4. Oktober ist die Unihockey-Meisterschaft unterbrochen.

Wie geht man mit einer so langen Wettkampfpause während der Saison um?

Im ersten Moment war es kein Problem. Wir hielten das Level im Training weiter hoch und auch die Spieler haben super mitgezogen. Seit dem letzten Entscheid der Taskforce ist die Situation anders. Im Moment ist es schwierig, die Motivation hochzuhalten, ohne zu wissen, wann es weitergeht mit der Meisterschaft. Deswegen haben wir momentan auch das Mannschaftstraining unterbrochen.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Wie gehen die Spieler mit der Situation um?

Die Spieler wollen unbedingt wieder spielen. Ohne die Spiele fehlt jetzt etwas der Antrieb. Sobald aber klar ist, wann es weitergeht, wird auch die Motivation wieder da sein. Die Stimmung wird momentan zusätzlich dadurch gedämpft, da offenbar gewisse Teams dagegen waren, bereits Ende November wieder Wettkämpfe zu bestreiten. Das stösst bei uns auf Unverständnis, da wir gerne so schnell wie möglich wieder gespielt hätten.

War ihre Mannschaft bisher von Covid19-Infektionen betroffen?

Wir hatten einen Corona-Fall im Team, der war aber schon während des Lockdowns im Frühling. Seither haben wir keinen Spieler mehr gehabt, der positiv getestet wurde. Es musste seither auch nie ein Spieler unserer Mannschaft in Quarantäne.

Man hat gehört, dass einzelne Spieler Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekamen wegen Quarantäne. Wir haben Sie das erlebt?

Bei uns ist dieser Fall nie eingetreten. Wir haben von unseren Spielern aber das Feedback erhalten, dass ihre Arbeitgeber ihnen grünes Licht für die Trainings und Spiele gaben. Die Spieler haben das auch alles abgesprochen mit ihren Arbeitgebern und sind dabei auf grosse Akzeptanz gestossen.

Momentan ruht der Ball im Unihockey. Frühestens Anfang Januar wird der Spielbetrieb in der Nationalliga A wieder aufgenommen.

Momentan ruht der Ball im Unihockey. Frühestens Anfang Januar wird der Spielbetrieb in der Nationalliga A wieder aufgenommen.

Wie bereiten Sie das Team auf den ersten Ernstkampf nach so einer langen Pause vor?

Wir hoffen, dass wir früh genug vom Verband über eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs informiert werden. Damit hätten wir genügend Zeit, uns vorzubereiten. Gerade wenn momentan geplant ist, Anfangs Januar wieder Spiele durchzuführen, dann würden über die Weihnachtstage einige Trainings ausfallen. Deswegen hoffen wir, dass der Verband bereits vorher entscheidet. Wir werden auf jeden Fall probieren, die Wettkampfatmosphäre im Vorfeld mit internen Testspielen zu simulieren, damit wir für den Restart gerüstet sind. Wir haben das Gefühl, durch die bereits geleistete Arbeit, auf einem akzeptablen Level zu sein. So sollten wir dann auch wieder gut starten können, wenn es losgeht.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1