Plötzlich lebten die Erinnerungen ans letzte Jahr im Lager der Trimbacher wieder auf. Damals hatte man im Halbfinal mit einer sensationellen Leistung Rekordmeister GC im Halbfinal der NLA-Finalrunde ausgeschaltet. Und auch bei der Neuauflage des Halbfinals spielten die Trimbacher Cracks wieder gross auf und konnten dem favorisierten GC ein 3:3 nach den Einzelpartien abringen. Das war mehr, als man sich aufgrund der Papierform hatte erwarten dürfen.

Auch in den darauffolgenden Doppelspielen waren die Trimbacher nahe am Sieg. Die Paarung Sandro Ehrat/David Novak forderte dem starken GC-Duo Luca Vanni/Adrian Bodmer alles ab und erzwang auf der Doppelposition zwei einen dritten Satz.

Der Trimbacher Anhang feuerte seine Spieler auf der Anlage des TC Stade-Lausanne lautstark an. Die neuerliche Überraschung gegen GC lag in der Luft, denn auch im Doppel Nummer drei hatten sich Martin Vacek und Luca Keist nach anfänglichen Problemen steigern können und im zweiten Satz zum 5:5 ausgeglichen.

Starke Einzelpartien

Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Wenigen Minuten später hatte GC sowohl das Champions Tie Break gegen Ehrat/Novak gewonnen und auch Vacek/Keist mussten sich geschlagen geben. Damit war die Begegnung entschieden.

Favorit GC setzte sich diesmal mit 5:3 durch und revanchiert sich damit für die Niederlage im Vorjahr. «Es war eine enge Sache. Wir hatten auf die Doppel eins und zwei gesetzt, aber gerade im Doppel zwei hatte GC schlicht die stärkeren Aufschläger», so Teamcaptain Bartolomé Szklarecki.

Die Trimbacher haben ihre Haut aber auch in diesem Jahr teuer verkauft. Gegen GC war es der Pole Michal Przysiezny, der auf Position eins dank einer tollen Leistung gegen den stärker eingestuften Italiener Luca Vanni in drei Sätzen gewinnen konnte. Und kurz davor hatte sich auch Sandro Ehrat auf überzeugende Art und Weise gegen den leicht favorisierten Raphael Lustenberger durchgesetzt und dabei im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand mit Doppelbreak wettgemacht. Yann Marti überzeugte ebenfalls mit seinem deutlichen 6:1, 6:3-Sieg gegen Adrien Bossel.

Die Jungen überzeugen

Mit ihrer Saison dürfen die Trimbacher insgesamt zufrieden sein. Zwar hat es in diesem Jahr nicht zur Titelverteidigung gereicht, aber die Qualifikation für die Finalrunde stand nie zur Diskussion. «Wir haben mit der Halbfinalqualifikation unser Minimalziel erreicht. Wenn wir einige Verletzungen und Absenzen nicht gehabt hätten, wäre sogar noch mehr möglich gewesen», so Szklarecki.

Dennoch überwiegt am Ende das Positive, denn vor allem die jungen Spieler haben in diesem Jahr fleissig gepunktet. «Es ist toll, dass Luca Giacomelli und Luca Keist im Einzel und auch Jeremy Moser im Doppel gewinnen konnten. In diesem Jahr haben unsere Jungen nicht einfach mitgespielt, sondern sie haben zugeschlagen. Das ist wichtig für Ihre Entwicklung und ihr Selbstvertrauen», freute sich Bartolomé Szklarecki.