Swiss League
Pleiten, Pech und Pannen: Der EHC Olten verpasst wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation

Nach drei Siegen in Serie konnte der EHCO seinen Aufwärtstrend nicht bestätigen. Bei den GCK Lions gab es eine in der Entstehung äusserst ärgerliche 2:5-Niederlage. Mit einem enttäuschenden Auftritt im letzten Drittel liessen die Dreitannenstädter wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation liegen.

Marcel Kuchta
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Der EHC Olten gastiert am Samstagabend in Küssnacht bei den GCK Lions. Bereits vor einer Woche spielten die beiden Teams gegeneinander, wobei dem EHCO ein souveräner 5:0-Sieg gelang.
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Dem EHCO gelingt ein Start nach Mass. Stephane Heughebaert bezwingt Torhüter Robin Zumbühl bereits nach 9 Minuten.
Der 1:0-Torschütze lässt sich von seinen Teamkollegen gratulieren.
Doch die GCK Lions zeigen sich unbeeindruckt durch den frühen Rückstand und kommen auch ihrerseits zu einigen Abschlüssen.
Jubel bei den GCK Lions nach 13 Minuten. Graf bezwingt EHCO-Goalie Silas Matthys, nachdem er von Andersson in Szene gesetzt wurde.
Ansonsten bietet das erste Drittel wenig Highlights und die Teams gehen mit einem 1:1-Zwischenstand in die erste Drittelspause.
EHCO-Youngster Brennan Othmann wird von Axel Andersson bedrängt.
Mason McTavish versucht Gianluca Burger die Scheibe abzunehmen.
Wenige Minuten später tankt sich der Oltner Mann der Stunde durch die GCK-Defensive. Am Ende findet er aber seinen Meister in Robin Zumbühl.
Der Hattrick-Held des letzten Spiels, Mason McTavish, legt es im Mitteldrittel aufs Eis.
Evgueni Chiriayev scheitert freistehend an GCK-Torhüter Zumbühl.
Evgueni Chiriayev deckt gegen Noah Meier die Scheibe ab.
GCK-Schlussmann Robin Zumbühl wurde zwar einige Male geprüft, übersteht die zweiten 20 Minuten aber ohne Gegentreffer.
Chiriayev mit der Scheibe vor dem gegnerischen Tor.
Nach einem umkämpften aber unspektakulären Mitteldrittel steht es weiterhin 1:1 unentschieden.
Dominic Weder zieht im Schlussdrittel an Alexander Braun vorbei.
Dominic Weder checkt Gianluca Burger in die Bande.
Enttäuschte Gesichter beim EHC Olten nach Spielschluss. Im letzten Drittel kassieren die POwermäuse vier Treffer und verlieren schliesslich mit 2:5.
Die Oltner stolpern im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation gegen den vermeintlichen Underdog GCK Lions.

Der EHC Olten gastiert am Samstagabend in Küssnacht bei den GCK Lions. Bereits vor einer Woche spielten die beiden Teams gegeneinander, wobei dem EHCO ein souveräner 5:0-Sieg gelang.

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Das hatte sich der EHC Olten ganz anders vorgestellt. Mit drei klaren Siegen im Gepäck reisten die Powermäuse nach Küsnacht, um mit einem weiteren Vollerfolg gegen die GCK Lions einen vielleicht vorentscheidenden Schritt in Richtung direkte Playoff-Qualifikation machen zu können. Doch die Oltner verliessen die Zürcher Goldküste an diesem Samstagabend mit hängenden Köpfen - und vor allem ohne Punkte. Und mit der Gewissheit, dass der Endspurt im Kampf um einen der Top-6-Plätze in der Swiss-League-Tabelle pickelhart werden wird.

Der Vorsprung auf die nächsten Verfolger La Chaux-de-Fonds (7.) und Visp (8.) ist auf zwei, bzw. vier Punkte geschmolzen. Wobei beide eine Partie weniger bestritten haben als die Oltner. Die Niederlage gegen die GCK Lions tut noch mehr weh, weil das auf Platz 5 klassierte Thurgau ebenfalls ohne Punkte blieb. Man hätte sich mit einem Sieg also sogar noch verbessern können.

22:3 Schüsse, 0:0 Tore

Aber eben: Der EHCO blieb mal wieder nur das Hadern mit den verpassten Chancen und vor allem mit den unzähligen Fehlern, die die Mannschaft im letzten Drittel mitten ins Verderben stürzten. Nach zwei Dritteln stand es 1:1. Und die Oltner hatten es verpasst, das Spiel bereits zu jenem Zeitpunkt in die richtigen Bahnen gelenkt zu haben. 22:3 lautete das Schussverhältnis zugunsten der Powermäuse im mittleren Abschnitt. Doch das eigene Unvermögen in der Chancenauswertung und der starke GCK-Goalie Robin Zumbühl machten dem EHCO einen dicken Strich durch die Rechnung.

Das war umso fataler, als dass sich Drittel Nummer drei aus Oltner Sicht schliesslich als ein Sammelsurium von Pleiten, Pech und Pannen präsentierte. Bereits im ersten Einsatz hatte GCK-Stürmer Axel Simic alle Freiheiten der Welt, umkurvte sämtliche Gegenspieler, die sich ihm halbherzig in den Weg stellten und bedankte sich mit dem frühen 2:1 nach 56 Sekunden. Vor dem 3:1 machte EHCO-Goalie Silas Matthys eine Überzahl seiner Mannschaft mit einer ungeschickten Aktion hinter dem eigenen Tor zunichte. Die Lions trafen bei 4 gegen 4 Feldspielern. Beim 4:2 produzierte Matthys, der keinen guten Abend einzog, einen saftigen Abpraller, den Hayes verwertete.

So wird es schwierig, Schwung für einen Endspurt zu holen

Kurz darauf sabotierte EHCO-Verteidiger Philipp Rytz die Aufholbemühungen seiner Mannschaft mit zwei Strafen der Marke «saublöd». Und zu schlechter letzt verlor Garry Nunn einen entscheidenden Zweikampf, als die Oltner ihren Goalie bereits durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzt hatten. Mettler erkämpfte sich die Scheibe und traf zum 5:2 ins leere Gästetor, womit der Mist aus Sicht der Powermäuse endgültig geführt war. Kurz: In diesem Drittel passte hinten und vorne gar nichts mehr zusammen beim EHC Olten, der auf rätselhafte Art und Weise ins alte, schlechte Fahrwasser geriet. Und das ist die besorgniserregendste Erkenntnis dieses Abends. Denn so wird es schwierig, Schwung für einen allfälligen Endspurt zu holen.

Telegramm

GCK Lions – EHC Olten 5:2 (1:1, 0:0, 4:1)

KEK Küsnacht. – Keine Zuschauer. – SR: Urban/Potocan (Micheli/Humair). – Tore: 9. Heughebaert (Othmann, Fogstad Vold) 0:1. 12. Graf (Andersson/Ausschluss Oehen) 1:1. 41. Simic (Chiquet) 2:1. 46. Casutt (Meier, Andersson; Ausschlüsse Simic, Matthys) 3:1. 48. Nunn (Knelsen) 3:2. 51. Hayes (Arnicans, Andersson) 4:2. 57. Mettler (Ausschlüsse Arnicans, McTavish; Olten ohne Goalie) 5:2. – Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen GCK. 5-mal 2 plus 5 Minuten und Spieldauer-Disziplinarstrafe (Oehen) gegen Olten.
GCK Lions: Zumbühl; Meier, Andersson; Büsser, Landolt; Braun, Burger; Samuel Widmer, Gabriel Widmer; Brüschweiler, Schlagenhauf, Hayes; Casutt, Mettler, Graf; Arnicans, Chiquet, Simic; Berni, Christen, Berri.
Olten: Matthys; Heughebaert, Lüthi; Elsener, Philipp Rytz; Maurer, Nater; Suleski; McTavish, Knelsen, Nunn; Othmann, Schirjajew, Fogstad Vold; Schwarzenbach, Fuhrer, Wyss; Weder, Schwab, Oehen; Daneel.
Bemerkungen: Olten ohne Weisskopf, Horansky, Hüsler, Portmann, Rexha und Simon Rytz (alle verletzt), Stämpfli (gesperrt) sowie Gurtner (überzählig). 56. Timeout Olten.

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