Schwingen
Solothurner überzeugen als Team

Der Aargauer Patrick Räbmatter gewinnt mit dem Jubiläums-Basellandschaftlichen in Ormalingen sein erstes Kranzfest. Die Solothurner holen sich sechs der 17 Kränze.

Michael Schenk
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Der Solothurner Eidgenosse Remo Stalder (links) verliert zum Auftakt gegen Nick Alpiger.

Der Solothurner Eidgenosse Remo Stalder (links) verliert zum Auftakt gegen Nick Alpiger.

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Am Ende waren es sage und schreibe fünf Aargauer, welche am 100. Baselländischen Schwingfest in Ormalingen die ersten fünf Ränge belegten. Eine eindrückliche Machtdemonstration. Im Schlussgang traf der 18-jährige Nick «the furios» Alpiger auf den 23-jährigen Patrick «the Colossus» Räbmatter. «Ich wollte vom ersten Moment an voll anzugreifen», hielt Räbmatter fest. Gesagt getan. Nach nur sechs Sekunden lag sein Rivale platt im Sägemehl.

Schon früh aus der Entscheidung fiel der Wahl-Solothurner Bruno Gisler. Der Sieger des Nordwestschweizerischen stellte den zweiten Gang mit Mitfavorit Christoph Bieri. Danach kam der Rumisberger auch im dritten Gang gegen den Wittnauer David Schmid nicht über ein Unentschieden hinaus. Aus der Traum vom Sieg.

Stalder verlor gegen Alpiger

Remo Stalder und dessen Klubkollege Marcel Kropf – beide aus Mümliswil – waren so als Fünftklassierte letztlich die besten Vertreter ihres Kantons. Stalder unterlag im Anschwingen Nick Alpiger und liess im dritten Umgang auch Marc Stoffel stehen. «Das dürfte mir als Eidgenosse eigentlich nicht passieren», so Stalder selbstkritisch.

Freilich darf der 24-Jährige mit seinen bis dato sechs Kränzen in dieser Saison zufrieden sein. Auch wenn der grosse Wurf heuer bislang ausblieb. Im April verletzt sich Stalder im Training am Innenband und Meniskus und konnte sich darum nur reduziert auf die Saison vorbereiten. Jetzt, das es auf das Saisonendezugeht, kommt der Zimmermann immer besser in Fahrt.

Neben Gisler, Stalder und Kropf durften letztlich auch Lorenz Blatter (Solothurn), Urs Hauri (Niederbipp) und Thomas Stüdeli (Bellach) vor die Kranzjungfer treten. Für Letzteren, der heuer die Ausbildung zu Landwirt abschloss und der den elterlichen Hof in ein, zwei Jahren übernehmen soll, ein «sehr gutes Resultat.»

Zu Saisonbeginn habe es ihm aufgrund des Traingsrückstandes noch spürbar an Kraft und Kondition gefehlt, sagt Stüdeli. «Aber auch am Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.» Nun im Hinblick auf das Eidgenössische 2016 in Estavyer war dieses Eichenlaub in Ormalingen für den 31-jährigen Stüdeli zum Abschluss der Kranzfestsaison bestimmt wertvoll.

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