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Sechster Sieg in Serie - Der EHC Olten schliesst 2020 erfolgreich ab

Der EHC Olten gewinnt auch gegen Winterthur und schliesst damit das Jahr mit einer Siegesserie von sechs Spielen in Folge ab. Wie schon im ersten Aufeinandertreffen mussten die Powermäuse lange um den Sieg zittern. Doch Evgueni Chiriayev erlöst den EHCO zwei Minuten vor Schluss mit seinem Treffer zum 4:3-Endstand.

Der EHC Olten hat das Jahr mit dem erhofften Erfolgserlebnis abgeschlossen. Doch der sechste Sieg in Serie gestaltete sich wesentlich schwieriger, als man sich das gedacht hatte. Es war schliesslich Jewgeni Schirjajew, der seine Mannschaft 118 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit mit seinem Treffer zum 4:3 erlöste. Der EHCO-Stürmer profitierte von einem Missverständnis in der Winterthurer Hintermannschaft und verwertete die sich bietende Chance eiskalt.

Zuvor waren die Oltner schier endlos und vor allem glücklos angerannt gegen die kompakt agierenden Zürcher, ohne aber wirklich vom Fleck zu kommen. Die Statistik war in diesem Fall sehr aussagekräftig: 28:17 lautete das Schussverhältnis, 19:10 jenes der Schüsse, die am Tor vorbeigingen. Dazu blockten die Winterthurer noch weitere 24 Abschlussversuche der Oltner. Insgesamt unternahm der EHCO also über 70 Anläufe, ein Tor zu erzielen (Winterthur 34). Aufwand und Ertrag standen aber lange Zeit in keinem Verhältnis.

Vor drei Wochen hätte der EHCO so ein Spiel verloren

Das war umso problematischer, als die Winterthurer ihrerseits unglaublich effizient agierten und aus ihren Möglichkeiten (und den Oltner Fehlern) fast das Optimum herausholten. Und so stand es kurz nach Beginn des Mitteldrittels plötzlich 3:1 für die Gäste. Es ist wohl nicht verfehlt, wenn man behauptet, dass der EHCO in seiner mentalen Verfassung von vor drei Wochen so ein Spiel verloren hätte. «Was wieder einmal zeigt, wie wichtig der mentale Aspekt dieses Spiels ist», unterstrich EHCO-Headcoach Fredrik Söderström.

Denn so schafften die Oltner den Turnaround. Garry Nunn und eben Jewgeni Schirjajew (Söderström: «Ein Klassetor, mit viel Entschlossenheit erzielt») sorgten im Schlussdrittel für die entscheidende Differenz und erzwangen so den hochverdienten Sieg des EHCO. Sehr zur Freude von Söderström: «Fast noch wichtiger als die drei Punkte ist für die Spieler die Erkenntnis, dass wir immer noch in der Lage sind, solche Partien zu drehen. Man konnte das Selbstvertrauen der Mannschaft spüren. Wir können momentan fast kein Spiel mehr verlieren.»

Nur noch zwei Verlustpunkte hinter Langenthal

Wie wichtig diese drei auf die harte Tour erkämpften Punkte sind, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Der EHCO liegt nur noch zwei Verlustpunkte hinter dem SC Langenthal zurück. Wenn man sich an die bedenkliche Lage der Nation vor drei Wochen, nach der Niederlage in Visp, erinnert, schon fast ein surreales Szenario. Auch deshalb bedauert Fredrik Söderström ein wenig die Tatsache, dass seiner Mannschaft nun eine längere Pause bevorsteht. Das am 2. Januar terminierte Spiel beim HC Thurgau musste verschoben werden, da die Ostschweizer immer noch unter den Auswirkungen der Corona-Erkrankung vieler Spieler leiden. «Wenn es so gut läuft wie bei uns jetzt, dann möchte man natürlich so schnell und so oft wie möglich spielen», sagte der Schwede.

So steht das nächste Meisterschaftsspiel erst am 5. Januar gegen die Ticino Rockets auf dem Programm. Dannzumal wieder dabei sein dürften Stürmer Diego Schwarzenbach und Verteidiger Nico Gurtner, was die personelle Auswahl von Fredrik Söderström noch einmal vergrössert. Es gibt also keinen Grund, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Der Aufwärtstrend soll auch im neuen Jahr ungebremst weitergehen.

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf hier im Liveticker nach:

Eishockey, Liveticker: EHC Olten - EHC Winterthur (29.12.20)

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