Die beiden Klubs präsentierten sich zuletzt in bestechender Form. Gastgeber Deitingen hatte in der Meisterschaft sechs Siege aneinandergereiht, der FC Kestenholz gar sieben. Deitingen-Trainer Erich Hert stellte vor der Promotionsrunde unmissverständlich klar, dass der direkte Wiederaufstieg das Ziel ist.

Peter Ruch vom FC Kestenholz hatte zwar auf die Qualifikation für die Aufstiegsspiele spekuliert, aber nicht damit gerechnet. Doch wenn man schon die Chance hat, warum nicht aufsteigen? Dies der Tenor bei den Gäuern.

Kurioses 0:1

Die Startphase des Duells der beiden Aufstiegsfavoriten verlief ausgeglichen. Keinem der beiden Teams gelang es, die Oberhand zu bekommen. Der Ballbesitz wechselte jeweils sehr schnell hin und her. Die einzige Chance in der Startviertelstunde entstand nach einem Eckball. Der Kopfball der Gäste knallte an die Lattenunterkante. Ansonsten hatten die Abwehrreihen das Spielgeschehen im Griff.

Der FC Deitingen steigerte seine Angriffsbemühungen in der Folge merklich. Vor allem David Flury sorgte auf der Aussenbahn für viel Tempo. Doch die Wasserämter konnten sich keine klaren Chancen herausspielen. Mit viel Einsatz blockten die Kestenholzer sämtliche Abschlüsse. Und dann kams kurz vor der Pause knüppeldick für die Deitinger. Diese liessen Nils Schneider auf dem Flügel gewähren. Die Flanke des FCK-Angreifers wurde immer länger, segelte über Goalie Franco Kissling hinweg an den entfernten Torpfosten und von dort zur Überraschung aller ins Netz.

Spätes Eigentor der Gäste

Deitingen war bemüht, diesen Ausrutscher nach dem Seitenwechsel schnell zu korrigieren. Die Hert-Elf schnürte den Gegner zwischenzeitlich in dessen Platzhälfte ein, konnte insgesamt aber für zu wenig Torgefahr sorgen. Kestenholz spielte aggressiv, kämpfte und grätschte um jeden Ball. Damit hatten die Deitinger offensichtlich Mühe.

Der eingewechselte Tim Kissling hätte den Sack in der 74. Minute für Kestenholz zumachen können, traf von der Strafraumgrenze aus aber nur die Querstange. Dies rächte sich in der Schlussphase. Knapp fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, als man bereits dachte, der FCK könne die drei Punkte aus dem Wasseramt entführen, schenkten sich die Gäste selber einen ein. Fabian von Arx lenkte eine Flanke ins eigene Gehäuse ab.

Offene Ausgangslage vor zweiter Runde am Dienstag

Als der Unparteiische nach vier Minuten Nachspielzeit die Partie beendete, musste Kestenholz froh sein, mit dem einen Zähler davongekommen zu sein. Deitingens Tobias Stalder drosch den Ball in der 90. Minute völlig frei über das Tor.

Auch das zweite Spiel zwischen dem FC Olten II und HNK Croatia endete 1:1-unentschieden. Damit ist die Ausgangslage vor der zweiten Runde vom Dienstag weiter völlig ausgeglichen.