Im ersten Drittel standen sich wie erwartet zwei Solothurner Teams gegenüber, die sich auf Augenhöhe begegneten. Das Zweitliga-Derby zwischen dem EHC Bucheggberg und dem SC Altstadt Olten war sehenswert, denn es wurde Eishockey auf ansprechendem Niveau geboten. Beide Seiten begannen energisch und motiviert, galt es doch, dem Leader EHC Rheinfelden auf den Fersen zu bleiben.

Den kleinen Unterschied zwischen den beiden Equipen machte schliesslich die Effizienz im Powerplay aus. Bei den ersten sechs Treffern sass nämlich immer jemand auf der Strafbank. Besonders ärgerlich war dabei vor allem die Zweiminutenstrafe gegen den Altstadt-Goalie Luca Berger. Berger hätte nämlich genügend Zeit gehabt, um den Puck zur Seite zu spielen, aber er blockierte diesen mit dem Fanghandschuh und wurde für diese Spielverzögerung bestraft. Bucheggberg schoss das 2:1, mit dem es in die Pause ging.

Shorthander als Krönung der wegweisenden Phase

Altstadt Olten konnte dagegen im Mitteldrittel von einer 5-gegen-3-Überlegenheit während einer ganzen Minute nicht profitieren. Im «normalen» Spiel war alles ausgeglichen, doch im Powerplay brannte es jeweils vor allem vor dem Oltner Tor. Auch beim 3:1 standen noch drei Sekunden einer Strafe gegen Renggli auf der Matchuhr. Das vorentscheidende 4:1 schoss der EHC Bucheggberg dann sogar bei doppelter nummerischer Überlegenheit. In der 28. Minute stand noch eine Sekunde der Strafe gegen Michael Kiefer von Altstadt auf der Anzeigetafel, als Bucheggberg in doppelter Überlegenheit das vorentscheidende 4:1 gelang.

Umgekehrte Vorzeichen dann beim fünften Treffer für das Heimteam: Mit Oliver Rohrbach sass ein Bucheggberger auf der Strafbank. Mirco Blumenthal eroberte sich den Puck, spielte den Pass in den Lauf von Oliver Ingold, der sich alleine vor Altstadt-Goalie Luca Berger den Shorthander nicht entgehen liess – 5:1.

«Werden für die Playoffs bereit sein»

Nach dem 6:1 liessen die Bucheggberger die Zügel etwas schleifen und Altstadt verschönerte das Resultat noch um zwei Treffer auf 3:6 aus Oltner Sicht. Doch das änderte für Trainer Rolf Hildebrand nicht mehr viel: «Wir haben es im Boxplay zu wenig gut gemacht, das war entscheidend. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass Bucheggberg etwas besser war und verdient gewonnen hat. Nach dem guten Saisonstart sind wir zuletzt etwas zurückgebunden worden, aber unser Ziel bleibt weiterhin, die Gruppenphase unter den besten vier Teams beenden zu können. Die Formkurve stimmt und für die Playoffs werden wir bereit sein.»

Auf der anderen Seite hatte Assistenztrainer Gabriel Meer, der bei Eishockey-Legende «Noldi» Lörtscher seine Sporen abverdient, nur Lob für seine Mannschaft. «Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Spiel. Wir sind diszipliniert und als kompaktes Team aufgetreten und haben mit Freude gespielt.» Der EHC Bucheggberg ist in der 2. Liga an Leader Rheinfelden dran. Was darf man noch von dieser Mannschaft erwarten? «Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Unsere Ausgangslage ist ausgezeichnet und man darf noch sehr viel von uns erwarten.»