EHC Olten

Partykiller Stefan Tschannen – der EHCO muss sich gegen Langenthal geschlagen geben

Die erste Niederlage nach sechs Siegen in Serie ist Tatsache: Der EHC Olten unterliegt dem SC Langenthal vor fantastischer Kulisse mit 1:4. Die Gäste präsentierten sich den über 5500 Zuschauern äusserst effizient. Für den EHCO gilt es nun, die Niederlage so schnell wie möglich abzuhaken, denn bereits am Freitag gastiert Angstgegner HC Thurgau im Kleinholz.

Es gibt Abende, da kann die eine Mannschaft stundenlang spielen, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Auf der anderen Seite gelingt dem Kontrahenten dafür oft alles . Und am Ende gewinnt das Team, welches eigentlich weniger Spielanteile hatte, aber effizienter und schlicht glücklicher war.
Und so ging der EHC Olten nach sechs Siegen in Serie ausgerechnet im Derby gegen den SC Langenthal wieder einmal als Verlierer vom Eis. Ausgerechnet gegen den Erzrivalen, der vorher viermal hintereinander verloren hatte. Ausgerechnet an dem Abend, als über 5500 Zuschauer ins proppenvolle Kleinholz gepilgert waren. Ausgerechnet am Abend vor Weihnachten.

1:4 lautete am Ende das Schlussresultat. Entschieden wurde das Spiel aber eigentlich schon in der 5. Minute, als den Langenthalern innert 29 Sekunden ein Doppelschlag zum 0:2 gelang. Zweimal hatte SCL-Captain Stefan Tschannen getroffen. Ausgerechnet der Mann, der den EHCO in den vergangenen Jahren so oft gepiesackt hatte. Auch nach dem Rücktritt der beiden ewigen Plagegeister Brent Kelly und Jeff Campbell schafft es also das verbliebene Mitglied das gefürchteten Langenthaler Paradesturms, seine Spuren zu hinterlassen.

Der symptomatische Treffer zum 1:4

Alles, was Partykiller Stefan Tschannen an diesem Abend anfasste, verwandelte sich in Gold – oder besser gesagt in Tore. In der fünften Minute des Mitteldrittels machte er seinen Hattrick perfekt. 0:3 stand es zu diesem Zeitpunkt. Und als die Oltner nach einem von Dion Knelsen abgelenkten Powerplaytor endlich das erste Mal jubeln konnten, da hatten die Langenthaler sofort wieder eine Antwort parat und zogen dem EHCO damit den Stecker.

Alleine, wie das Tor zustande kam, war symptomatisch für den ganzen Abend aus Sicht der Oltner. Nyffeler traf im Nachsetzen von hinter dem Tor via Schoner des unglücklichen Simon Rytz. Der Goalie, der seinen Vertrag beim EHCO um zwei Jahre verlängert hat, konnte einem leid tun. Er hätte seinen feststehenden Verbleib in Olten gewiss gerne mit einem Sieg veredelt.

Doch es sollte ganz einfach nicht sein an diesem Abend, vor dieser herausragenden Kulisse. «Es tut mir leid, dass wir den Zuschauern keinen Sieg schenken konnten», bedauerte auch EHCO-Headcoach Fredrik Söderström den unglücklichen Lauf der Dinge. Der Schwede machte sich Vorwürfe, dass er seine Mannschaft nicht gut genug auf den Gegner eingestellt hatte. «Wir wurden von den Langenthalern überrascht. Wir trafen auf einen verzweifelten Gegner, der nichts zu verlieren hatte und entsprechend befreit aufspielte. Wobei ihnen die beiden frühen Tore natürlich in die Karten spielten.»

Philipp Wüthrich in Playoff-Form

Dass die Oltner nach sechs Spielen in Serie mal wieder als Verlierer vom Eis gehen mussten, ist nicht weiter überraschend. Sie fanden gegen die diszipliniert und konzentriert agierenden Langenthaler ganz einfach kein Mittel, um ihre technische und spielerische Überlegenheit auszuspielen.

Kam erschwerend dazu, dass SCL-Goalie Philipp Wüthrich so agierte, wie zuletzt in den Playoff-Halbfinals. Er liess sich nie aus der Ruhe bringen, und durfte sich auch das eine oder andere Mal beim Torgehäuse bedanken. So wurde es aus Oltner Sicht einer dieser Abende, an denen einfach nichts gelingen wollte.

Meistgesehen

Artboard 1