EHC Olten

Oltner Gala beim HC Sierre: Die Powermäuse schenken dem Aufsteiger sechs Tore ein – Matthys feiert Shutout

Auswärts beim Aufsteiger HC Sierre bestätigt der EHC Olten seine gute Form und gewinnt diskussionslos mit 6:0. Es ist erst das zweite Spiel in der Saison, bei dem die Powermäuse ohne Gegentreffer bleiben. Erneut darf Silas Matthys den Shutout bejubeln. Damit liegt der EHCO nur noch zwei Punkte hinter dem Leader Kloten, der allerdings noch ein Spiel weniger auf dem Konto hat.

Kein Topscorer Dion Knelsen. Kein Supertechniker Stan Horansky. Kein Verteidigungsminister Philipp Rytz. Der EHC Olten musste bei seinem Gastspiel im Wallis auf ein hochkarätiges Spielertrio verzichten. Man durfte also gespannt sein, wie sich die Mannschaft von Headcoach Fredrik Söderström in der altehrwürdigen Grabenhalle in Sierre aus der Affäre ziehen würde. Wer würde die Lücken schliessen, die sich durch die Absenz der Schlüsselspieler aufgetan hatten?

Nun: Es war alles halb so wild. Um nicht zu sagen harmlos. Der HC Sierre ist in seiner aktuellen Verfassung nur noch ein Schatten der Mannschaft, die im Herbst als Aufsteiger noch für Furore und bei so manchem Gegner für Kopfzerbrechen gesorgt hatte.

Prominente Absenzen fielen nie ins Gewicht

Auf der anderen Seite hat sich der EHCO etwa im Vergleich zum mühseligen 3:1-Sieg im Oktober an selber Stelle zu einem Spitzenteam gewandelt, welches mit dem entsprechenden Selbstverständnis ans Werk geht. Und so kamen die Oltner an diesem kalten Januarabend zu einem lockeren Sieg, ohne überhaupt jemals ans Limit gehen zu müssen. Bisweilen wähnte man sich an einem dieser Testspiele im August, wenn irgendein unterklassiges Team irgendwie versucht, mit dem dominanten Gegner mitzuhalten, trotzdem aber heillos überfordert ist.

Bis Spielmitte zog der EHCO auf 5:0 davon – und schaltete danach zwei Gänge zurück. Die Abwesenheit des gesperrten Knelsen und des verletzten Horansky fielen zu keiner Phase ins Gewicht. Einerseits darum, weil Sierre nie wirklich in der Lage war, den Oltnern Paroli zu bieten. Und andererseits deshalb, weil die Powermäuse die ungewohnten Freiheiten bestens zu nutzen wussten.

Jewgeni Schirjajew und Silvan Wyss harmonierten wunderbar mit dem verbliebenen Mitglied des Atomsturms, Garry Nunn (der in Abwesenheit von Dion Knelsen die Topscorer-Montur trug) und sammelten jeweils drei Skorerpunkte. Die neu formierte erste Sturmlinie war für drei der fünf Tore bis Spielmitte besorgt. Dazu durfte sich Diego Schwarzenbach als Mitglied der ersten Powerplay-Formation zweimal als Torschütze feiern lassen. Und einmal trug sich der vierte Sturm (Salzgeber) in die Torschützenliste ein.

Matthys mit zweitem Shutout

Bemerkenswert war – trotz des deutlichen Resultats – aber auch die Leistung von
EHCO-Goalie Silas Matthys. Er konnte sich besonders im letzten Drittel, als die Konzentration seiner Vorderleute je länger das Spiel dauerte, umso mehr nachliess, einige Male auszeichnen und zeigte dabei ein paar Glanzparaden. Matthys wurde verdientermassen mit seinem zweiten Shutout der laufenden Saison belohnt, nachdem er am Sonntag in Zug noch in der letzten Minute das einzige Gegentor kassiert hatte.

Was man aus Sicht von diesem Spiel mitnehmen kann? Sicher mal drei Punkte im Kampf und die Tabellenspitze. Und die Erkenntnis, dass man auch schwergewichtige Ausfälle zu kompensieren vermag. Wobei man deutlich anmerken muss, dass der HC Sierre in der aktuellen Verfassung kein wirklicher Massstab ist. Aber man muss auch solche Pflichtaufgaben souverän und mit Stil bewältigen, was die Oltner überzeugend taten.

Söderström und das fehlende Haar in der Suppe

«Ich kann mich wirklich über nichts beklagen», suchte auch EHCO-Headcoach Fredrik Söderström vergeblich nach einem Haar in der Suppe. «Wir waren vom ersten Bully an die spielbestimmende Mannschaft und haben dem Gegner keine Chance gelassen», freute sich der Schwede gut gelaunt. So kann es weitergehen.

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