Unihockey 1. Liga
Ohne Zittern in die Playoffs – Bei Mittelland soll es mit dem neuen Trainer Björn Karlen wieder aufwärtsgehen

Als Absteiger aus der NLB schaffte es Unihockey Mittelland in der vergangenen Spielzeit nur mit viel Glück und Schützenhilfe in die Playoffs der 1. Liga. Dort war bereits nach der ersten Runde Schluss. Nun soll mit der Verpflichtung eines neuen Trainers ein Zeichen gesetzt werden.

Raphael Wermelinger
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Ein neuer Trainer soll beim Unihockey Mittelland für frischen Wind sorgen.

Ein neuer Trainer soll beim Unihockey Mittelland für frischen Wind sorgen.

Michael Walch/TopPictures

Unihockey Mittelland unterlag in der ersten Runde der Playoffs Eggiwil in zwei Spielen (2:6 und 4:6). Eine Saison zum Vergessen also. Mit der Verpflichtung von Trainer Björn Karlen setzte der Klub im April aber ein deutliches Zeichen. Beim ehemaligen NLA-Klub soll es wieder aufwärtsgehen. Der 38-jährige Berner spielte während seiner Aktivzeit in der NLA und war auch Trainer in der höchsten Liga (Tigers Langnau). Zudem war Karlen Teammanager der Schweizer Nationalmannschaft.

Die Klubleitung von Unihockey Mittelland spricht von einem «kleineren Transfer-Coup». Nebst seinem Hauptamt als Trainer des Fanionteams figuriert Karlen auch als Assistenztrainer der U21-Equipe und leitet Trainingstage für den Nachwuchs.

Seinen Wechsel zu UM begründet Björn Karlen in erster Linie mit der Bekanntschaft mit Sportchef Andrea De Icco: «Nach seiner ersten Anfrage spürte ich in den folgenden Gesprächen, dass der Verein etwas bewegen will. Und dies mit meiner Person.» Bei seinem neuen Arbeitgeber habe er eine gesunde Basis angetroffen und den Willen, vorwärtszugehen.

Der Peitschenknaller

In der ersten Mannschaft sei viel Talent vorhanden. Als Gruppe mit «wahnsinnig guten Individualisten, welche als Mannschaft aber wenig Struktur kannten», beschreibt er das Fanionteam. Zu Beginn habe aber auch ein Chaos geherrscht: «Der Leistungsgedanke fehlte an vielen Orten», sagt Karlen.

Der erste wichtige Schritt war die Vergrösserung des Kaders. Insgesamt neun neue Spieler wurden verpflichtet. «Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen für eine bessere Qualität in den Trainings.» Bis jetzt beschreibt Karlen seine neue Aufgabe als interessant, aber auch herausfordernd: «Ich bin etwas mehr der Peitschenknaller, als es mir lieb ist.»

Hinten (von links): Simon Haas, Matteo Stauffer, Joshua Heuberger, Timon Merian, Severin Merian, Jeremias Degen, Pascal Schenk, Lukas Brunner, Marco Husi. Mitte (von links): Björn Karlen (Trainer), Andrea De Icco (Sportchef), Sven Hunziker, Marvin Richner, Timon Tschanz, Mehmet Calpar, Marius Flury, Tobias Müller, Matthieu Strebel, Janosh Schürmann, Nicolas Wolf (Goalietrainer), Philipp Lachenmeier (Material), Ladina Merian (Physio). Vorne (von links): Florian Bortis, Christopher Wälty, Philippe Grütter, Cyril Müller, Dominik Rhiner, Nicolas Frey, Raphael Hasler, Nicholas Beyeler, Julian Berlinger.

Hinten (von links): Simon Haas, Matteo Stauffer, Joshua Heuberger, Timon Merian, Severin Merian, Jeremias Degen, Pascal Schenk, Lukas Brunner, Marco Husi. Mitte (von links): Björn Karlen (Trainer), Andrea De Icco (Sportchef), Sven Hunziker, Marvin Richner, Timon Tschanz, Mehmet Calpar, Marius Flury, Tobias Müller, Matthieu Strebel, Janosh Schürmann, Nicolas Wolf (Goalietrainer), Philipp Lachenmeier (Material), Ladina Merian (Physio). Vorne (von links): Florian Bortis, Christopher Wälty, Philippe Grütter, Cyril Müller, Dominik Rhiner, Nicolas Frey, Raphael Hasler, Nicholas Beyeler, Julian Berlinger.

Zur Verfügung gestellt

Unihockey Mittelland soll unter dem neuen Trainer Offensiv-Unihockey zelebrieren. Auch gegen die Top-Teams der Liga soll seine Mannschaft das Spiel in die Hand nehmen. «Wir versuchen, mit Passspiel und Laufwegen dem Ballführenden mehrere Optionen zu eröffnen und der Verteidigung so eine Aufgabe zu stellen, die sie nicht lösen kann.» Er ist überzeugt, dass Mittelland an einem guten Tag jeden Gegner der Liga schlagen kann. «Spielen wir aber auf unserem tiefsten Level, können wir gegen jedes Team verlieren. In dieser Liga spielt die Konstanz eine unglaublich grosse Rolle.»

Berner Klubs vorne?

Trotz der Aufbruchstimmung wachsen die Bäume bei Unihockey Mittelland heuer nicht in den Himmel. Das offizielle Saisonziel lautet, Anfang 2019, also ein paar Spieltage vor dem Ende der Qualifikation, das Ticket für die Playoffs bereits in der Tasche zu haben. «Damit wir uns ohne Sorgen gegen hinten auf die Playoffs vorbereiten können», führt der Trainer aus.

In der Rolle der Favoriten sieht er die Berner Klubs Eggiwil, Konolfingen, Schüpbach sowie die Bern Capitals. «Dann kommt Lok Reinach und dann hoffentlich wir», so Karlen. «Doch auch Deitingen, Aarau und Baden müssen wir im Kampf um die Playoff-Plätze sicher auf der Rechnung haben.»

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