NLA-Interclub
Von Tokio nach Trimbach: Der TC Froburg kämpft wohl mit Federer-Bezwinger Pablo Andujar um den Ligaerhalt

Der TC Froburg-Trimbach dürfte mit der Weltnummer 65 Pablo Andujar und Nachwuchstalent Mika Brunold vom 2. bis 11. August gegen den Abstieg aus der NLA kämpfen. Froburg-Präsident Marco Meyer freut sich: «Einen Federer-Bezwinger hatten wir noch nie im Kader.»

Silvan Hartmann
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Pablo Andujar schlug in Genf Roger Federer.

Pablo Andujar schlug in Genf Roger Federer.

Salvatore Di Nolfi / KEYSTONE

Das ist eine grosse Überraschung: Der TC Froburg Trimbach hat für den Interclub-Wettkampf wie bereits im vergangenen Jahr die Weltnummer 65 Pablo Andujar auf die Kaderliste setzen können. Der 35-jährige äusserst erfahrene Spanier blickt auf eine aufregende Sandplatz-Saison zurück.

Mitte Mai bezwang er in Genf Roger Federer mit 6:4, 4:6, 6:4, eliminierte nach hartem Kampf Youngster Dominic Stricker in drei Sätzen, ehe er gegen Casper Ruud verlor. Auch danach an den French Open spielte Pablo Andujar gross auf, sorgte für die erste grosse Überraschung des Turniers, indem er in der Startrunde den an Nummer 4 gesetzten Österreicher Dominic Thiem in fünf kräftezehrenden Sätzen niederrang.

«Das ist höchst erfreulich, dass er einen Einsatz in Trimbach wieder in Erwägung zieht – einen Federer-Bezwinger hatten wir noch nie im Kader», freut sich TC-Präsident Marco Meyer und ergänzt: «Trainer Bartolomé Szklarecki und Teamchef Peter Gubler haben einen hervorragenden Job geleistet und dafür gesorgt, dass der Kontakt zu Pablo nie abbrach.»

Andujar habe im vergangenen Jahr die familiäre Atmosphäre geschätzt und die Tage beim TC Froburg-Trimbach sehr genossen. Er ziehe den Hut, meint Meyer weiter: «Pablo ist nicht nur ein ausgezeichneter Tennisspieler, er hat auch das Herz am rechten Fleck und ist ein äusserst loyaler Mensch.»

Von Tokio nach Trimbach

Ob er wirklich aufläuft, entscheideit sich während den Olympischen Spielen in Tokio, wo er für Spanien antritt. Es könnte allenfalls zu einer Punktlandung kommen: Das Herrenturnier steht in Tokio vom 24. Juli bis 1. August auf dem Programm, vom 2. bis 11. August werden die Interclub-Runden ausgetragen. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, hat Trimbach die Lizenzen für die drei weiteren Spanier Pedro Martinez (ATP 95), Carlos Taberner (ATP 114) und Alvaro Lopez (ATP 414) zusätzlich gelöst. Heute Freitag gibt Swiss Tennis die Kaderlisten sämtlicher NLA-Teams bekannt. Andujar dürfte dabei eine der grössten Überraschungen sein.

Froburg ist es ausserdem gelungen, Mika Brunold (N3, 50) zu verpflichten. Der 16-Jährige ist in bester Form und konnte sich vor einer Woche in einem durchschnittlichen Teilnehmerfeld als Nummer zwei gesetzt zum U18-Schweizermeister krönen. «Das freut mich sehr. Er ist bereits am ITF-Turnier im März bei uns aufgefallen und stösst nun zum Kader», sagt Meyer. Verantwortung übernehmen müssen ausserdem auch Lokalmatador Mischa Lanz (N2, 21) sowie Jonas Schär (N3, 33). Ebenfalls zum Team von Froburg zählen Wundertüte Yann Marti (N2, 15), Adam Moundir (N2 26) Jacob Kahoun (N3, 32), Raffaele Mariani (N4, 74) sowie Marko Osmakcic (R1).

Spitzentennis und Hochspannung im NLA-Interclub

Die Interclub-Saison verspricht in der NLA Hochspannung. Erstmals nehmen sieben Mannschaften teil, es sind dies Neuenburg, Froburg Trimbach, Genève Eaux-Vives, GC, Winterthur, Seeblick, Sonnenberg. Da es im vergangenen Jahr keinen Absteiger gab, jedoch mit Winterthur ein Team aufgestiegen ist, wird es in diesem Jahr zwei Absteiger geben. Dabei wird die starke Konkurrenz mit Henri Laaksonen, Dominic Stricker, Leandro Riedi, Jerome Kym und Jakob Paul antreten. Froburg-Präsident Marco Meyer: «Eine schwierige Herausforderung, unser Ziel ist der Ligaerhalt. Und dafür müssen unsere Spieler Topleistungen abrufen.» Die Heimspiele in Trimbach: 5. / 7. / 10. August, jeweils ab 12.00 Uhr.

Meisterleistung: Pablo Andujar eliminierte in der Startrunde der French Open den angeschlagenen Österreicher Dominic Thiem auf dessen Lieblingsunterlage.

Meisterleistung: Pablo Andujar eliminierte in der Startrunde der French Open den angeschlagenen Österreicher Dominic Thiem auf dessen Lieblingsunterlage.

Caroline Blumberg / EPA

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