Swiss League

Nach zwei Niederlagen: Der EHC Olten auf der Jagd nach Wiedergutmachung

Torhüter Silas Matthys soll heute Abend erstmals seit dem 9. Dezember wieder zum Einsatz kommen.

Torhüter Silas Matthys soll heute Abend erstmals seit dem 9. Dezember wieder zum Einsatz kommen.

Der EHC Olten will heute bei der EVZ Academy den missratenen Ausflug nach La Chaux-de-Fonds korrigieren – mit Silas Matthys im Tor und einem Ausländerduo, das endlich wieder in die Gänge kommt?

Die 1:4-Niederlage gegen den HC La Chaux-de-Fonds hallte beim EHC Olten am Mittwochmorgen im Training noch etwas nach. Nicht zwingend des Resultats wegen, aber dieser langatmige Auswärtstrip ging doch in die Knochen.

Weil die Partie erst um 21 Uhr beginnen konnte, kam das Team spät zurück, erst gegen zwei Uhr nachts kam das Team in Olten an. Damit reichte es nicht für besonders viel Schlaf. Die Stimmung war dennoch erfrischend.

«Manchmal gibt es diese Tage, da steht man auf und überhaupt nichts will funktionieren. Wir haben nun mal einen solchen unglücklichen Tag eingefangen und wollen ihn nun hinter uns lassen», bilanzierte Trainer Fredrik ­Söderström nach dem Morgentraining.

Zu denken gab ihm der Auftritt seiner Mannschaft nach der Schneechaos-Anfahrt von 4 Stunden und 20 Minuten dennoch. «Wir haben uns vor dem Spiel gesagt: Lasst uns trotz verspäteter Ankunft aufs Eis gehen und kämpfen, als wäre nichts geschehen. Leider ist uns das nicht gelungen», sagte Söderström und merkte an, dass es ja auf der anderen Seite auch für das Heimteam nicht einfach sei, in der Kabine auf das Gastteam zu warten und nicht zu wissen, ob nun das Spiel stattfinden könne oder nicht. «Das ist beinahe genau so schlimm.»

Zudem war offenbar auch der eine oder andere HCC-Spieler im Privatauto bei Neuenburg im Stau gestanden und trudelte ebenfalls erst spät ein. «Es gibt keine Entschuldigungen. Wir haben dieses Spiel zu einfach aus der Hand gegeben», so Söder­ström.

Der Schwede sprach von den individuellen Fehlern seiner Hintermannschaft, beim 0:1 stand Philipp Rytz am Ursprung, beim 0:2 Torhüter sah für einmal Torhüter Simon Rytz unglücklich aus. «Das waren zu einfache Gegentore, die passieren können, aber sicher nicht sollten.»

Torhüterrochade nach 11 Rytz-Spielen

Viel mehr als die individuellen Fehler in der Hintermannschaft, beschäftigt Söderström die zuletzt aufgekommene offensive Impotenz. «Wir haben gegen Langenthal und auch gegen La Chaux-de-Fonds jeweils nur ein Tor erzielt. Das ist zu wenig, um Eishockeyspiele gewinnen zu können.»

In der Serie von acht siegreichen Spielen hatte der EHC Olten noch 4,5 Tore pro Partie geschossen. Weshalb es derzeit so harzt? Söderström nimmt seine Schlüsselspieler in die Pflicht. Es sei kein Geheimnis, dass er insbesondere vom Ausländerduo Dion Knelsen und Garry Nunn mehr erwarte. «Andererseits verstehe ich ihre Frustration, sie versuchen ihr Bestes.»

Der EHC Olten will heute bei der EVZ Academy (Spielbeginn 19 Uhr!) den missratenen Ausflug korrigieren. Dafür zieht der Coaching-Staff auf den Flügelpositionen Veränderungen in Betracht.

Sicher ist bereits jetzt, dass nach elf Spielen mit Simon Rytz im Tor, von denen er mit grossem Anteil acht gewann, heute Abend Silas Matthys im Tor stehen wird. Ob der Rytz-Lapsus eine Rolle spielte? Söderström verneint. «Wir hatten für diese Woche ohnehin eine Rochade geplant.» Matthys spielte zuletzt am 9. Dezember in Visp bei der denkwürdigen 1:4-Niederlage. Zeit also, dass auch er wieder einmal ein Erfolgserlebnis feiern kann.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1