Swiss League

Nach chaotischer Anreise: Der EHC Olten kommt gegen La Chaux-de-Fonds nicht in Fahrt und verliert 1:4

Der EHC Olten findet nach einer 4-Stunden-Anfahrt durch den Schnee das Gaspedal nicht und verliert in La Chaux-de-Fonds 1:4.

Nachmittags um 15.45 Uhr macht sich der EHC Olten im Kleinholz auf zum Auswärtsspiel in La Chaux-de-Fonds. Die eigentlich etwas mehr als 90-minütige Fahrt wird im aufkommenden Schneetreiben zur Odyssee. Schnell einmal wird klar: Die vier Stunden Vorlaufzeit reicht dem Team nicht aus, zu gross ist das Schneechaos auf den Schweizer Strassen.

Weil der Oltner Car insbesondere zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds im Stau feststeckt, entsteigen die ­EHCO-Spieler dem Bus vor der Patinoire des Mélèzes schliesslich erst um 20.05 Uhr. Es vergehen keine 20 Minuten, da stehen die ersten EHCO-Spieler zum Einwärmen auf dem Eis. Dies, nachdem sich die beiden Teams auf Spielbeginn um 21 Uhr geeinigt hatten.

20.05 Uhr: Der EHC Olten, hier entsteigt Sportchef Marc Grieder dem Car, kommt mit grosser Verspätung in La Chaux-de-Fonds an.

20.05 Uhr: Der EHC Olten, hier entsteigt Sportchef Marc Grieder dem Car, kommt mit grosser Verspätung in La Chaux-de-Fonds an.

Schwache Beine und zwei individuelle Fehler

Doch die den Umständen entsprechend doch noch ganz ordentliche Vorbereitungszeit kam dem EHC Olten trotzdem nicht zu gute. So begann das Spiel bereits denkbar schlecht. Als hätten die Oltner ihre Beine noch im Car gelassen, wird ­EHCO-Verteidiger Philipp Rytz nach zwei Minuten stehen gelassen, worauf HCC-Drittlinienstürmer Dubois einnetzte.

Auch danach taten sich die Oltner schwer, die Beine zu bewegen, kamen an diesem Tag einfach nicht in Fahrt, sodass sie weitgehend mit Defensivarbeiten konfrontiert wurden. Und hinzu kamen schliesslich auch noch Unkonzentriertheiten: Torhüter Simon Rytz griff nach 26 Minuten daneben, worauf die Scheibe über seine Schultern ins Tor hüpfte.

Als wäre die Odyssee durch den Schnee nicht schon genug gewesen, hatte man im Stadion plötzlich auch noch mit Lichtproblemen zu kämpfen. Die kurzweilige Verunsicherung nutzte Trainer Fredrik Söderström für ein Timeout. Das darauffolgende Powerplay spielt der EHC Olten ganz ordentlich, aber dennoch nicht erfolgreich. Doch kurz danach spielt Dion Knelsen, der sich seit Wochen nicht in Bestform befindet, einen Zuckerpass, den Leonardo Fuhrer erfolgreich vollendet.

Wer dachte, dass dies die Kehrtwende sein müsste, irrte sich. Die Powermäuse fanden den Tritt trotz kämpferischer Leistung nicht.

Sieben Minuten vor Schluss traf Cyril Oehen nach einem Gestocher zum vermeintlichen Ausgleich, doch die Schiedsrichter gaben das Tor nach Videokonsultation zurecht nicht. Nur einen Shift später hatte dann auch noch Brennan Othmann den Ausgleich auf dem Stock, scheiterte aber alleine vor HCC-Torhüter Ritz. Stattdessen gelang Augsburger mit dem Gegenstoss das alles entscheidende 3:1. Und als Torhüter Simon Rytz einem Feldspieler Platz machte, erhöhten die Neuenburger noch auf 4:1.

Das Resultat geht in dieser Höhe letztlich in Ordnung, passte an diesem Tag beim EHCO nichts überein. Kurzum: Ein durch und durch unglücklicher Ausflug. So tut der EHC Olten gut daran, dieses Spiel als Missgeschick abzuhaken. Bereits morgen Donnerstag steht eine weitere Auswärtspartie auf dem Programm. Anspielzeit bei der EVZ Academy wird bereits um 19 Uhr sein. Wenn das mal kein gutes Omen ist.

Partie verpasst? Lesen Sie den Spielverlauf hier im Liveticker nach:

Liveticker, Eishockey: HC La Chaux-de-Fonds - EHC Olten (12.1.21)

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