Motorsport
«Ein Leben ohne Motorrad wird es nicht geben», sagt der Däniker Rolf Enz

Schon sieben Mal stand Endurofahrer Rolf Enz an Schweizer Meisterschaften auf dem Podest. Dieses Jahr nahm er zudem an der Weltmeisterschaft teil.

Gery Meier
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Rolf Enz geht auch mit 54 Jahren noch voll ans Limit.

Rolf Enz geht auch mit 54 Jahren noch voll ans Limit.

zvg

Der Däniker Rolf Enz beendete die Schweizer Enduro-Meisterschaft in der Kategorie Veteranen auf dem zweiten Platz. Ein technischer Defekt hinderte ihn am Gewinn des Schweizer Meistertitels. Das Highlight des Jahres hat Enz indes bereits im August erlebt: die Teilnahme an der sechstägigen Team-Weltmeisterschaft im italienischen Rivanazzano.

Er wurde von der Fédération Motosport Suisse mit zwei weiteren Fahrern für das «Swiss Senior Team» selektioniert und beendete eines der härteste Endurorennen weltweit inmitten von Fahrern, die vom Jahrgang her seine Kinder sein könnten.

In Rolf Enz’ Alter plant man eigentlich eher die Pension und geht nicht mehr stets ans eigene Limit und nimmt diese hohen Risiken in Kauf. Der Aufwand, der dahintersteckt, ist enorm. Enz ist ein Perfektionist, gerade was seine Trainingsplanung betrifft. Er überlässt nichts dem Zufall und wenn er auf sein Motorrad steigt, weiss er deshalb immer, dass er bestens vorbereitet ist. Er sagt:

«Ich mache keine unüberlegten Sachen und bleibe immer im Rahmen meiner körperlichen und mentalen Möglichkeiten.»

Um konditionelle Spitzenleistungen abrufen zu können, absolviert er bei jeder Witterung seine Trainingseinheiten im Niederamt. Auf dem Motorrad trainiert er allerdings hauptsächlich im nahen Ausland – aufgrund der nicht vorhandenen Möglichkeiten in der Schweiz.

Während seiner Karriere gewann Enz einmal den Schweizer Meistertitel und schaffte es weitere sieben Mal aufs Podest. Zudem hat er als einer der ersten Schweizer überhaupt an den bekannten Extreme-Enduro-Rennen in Portugal und Rumänien teilgenommen. «In meinem Inneren war ich schon immer leistungsorientiert, sei dies im Sport oder auch im Beruf. Wenn man wirklich Freude an dem hat, was man macht, dann stellt sich der Erfolg automatisch ein», sagt der 54-Jährige.

Rolf Enz macht sich Gedanken, wie seine Zukunft im Motorsport aussehen wird.

Rolf Enz macht sich Gedanken, wie seine Zukunft im Motorsport aussehen wird.

zvg

Rolf Enz konnte sich während seiner gesamten Rennkarriere auf die Unterstützung von einigen namhaften sowie treuen Sponsoren verlassen. «Ich bin sehr stolz darauf, dass ich von vielen Firmen aus dem Niederamt und aus der näheren Umgebung unterstützt werde», äussert er sich dazu. «Gerade in dieser schwierigen Zeit haben sich zusätzlich lokale Firmen bereit erklärt, mich bei der Teilnahme an den Weltmeisterschaften zu unterstützen. Das hat mich sehr gefreut.»

Der Däniker, der regelmässig mit den besten Fahrern der Welt am Start steht, wird sich in den nächsten Wochen zusammen mit seiner Lebenspartnerin Gedanken machen, wie die Zukunft im Motorsport aussehen soll. «Es wird eine Änderung geben müssen, was den Aufwand betrifft», stell er klar. «Ein Leben ohne Motorrad wird es aber nicht geben, jedenfalls nicht, solange ich fit bin.»

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