Unihockey Mittelland
Mit gestärktem Nachwuchs geht Unihockey Mittelland zurück auf Feld eins

Nach dem Abstieg in die 1. Liga rückt bei Olten-Zofingen der Nachwuchs ins erste Glied. Mit Talenten bestückt, hat der Verein einen Spagat zu bewältigen.

Yann Schlegel
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Vom Hoffnungs- zum Leistungsträger: Severin Merian.

Vom Hoffnungs- zum Leistungsträger: Severin Merian.

Damian Keller

Vor sechs Jahren brach Unihockey Mittelland fulminant auf, um die Nationalliga zu erobern. Insgesamt vier Jahre NLB und zwei Jahre NLA brachten die glorreichen Zeiten. Um den absoluten Spitzenmannschaften des Landes as Wasser zu reichen, genügte das Fundament des Klubs nie. Morgen Samstag beginnt der in der Region Olten-Zofingen beheimatete Verein wieder auf Feld eins. Das Gesicht der Mannschaft hat sich grundlegend verändert. – Die Vereinsführung entschied sich nach dem Abstieg aus der NLB, sich von sämtlichen Führungsspielern zu trennen.

In der kampfbetonten 1. Liga sollen die letztjährigen Hoffnungsträger neu in die Rolle der Leistungsträger schlüpfen. So schultern die 22-jährigen Marius Flury, Simon Haas und der 21-jährige Severin Merian auf einen Schlag wesentlich mehr Verantwortung. Dominik Rhiner ist als einer der Teamsenioren mit 25 Jahren der Leitwolf im Team.

Marius Flury (l.) zählt in der neuen Saison zu den Leistungsträgern.

Marius Flury (l.) zählt in der neuen Saison zu den Leistungsträgern.

Bruno Kissling

«Aus meiner Sicht hat die U21 vorrang», sagt der neue Cheftrainer Michel Bieri. Damit verdeutlicht er den neuen Grundsatz bei Mittelland. Der Nachwuchs gilt für den Verein als Säule der Zukunft. Im Frühjahr stieg die älteste Nachwuchsmannschaft in die oberste Spielklasse auf. Dort findet sich die U21 nun inmitten der Nachwuchsabteilungen sämtlicher A-Klubs wieder. Für Mittelland bedeutet dies, dass es quasi zwei gleichwertige Mannschaften aufbauen muss. Die Abhängigkeit von der Juniorenmannschaft ist gross: Bloss dreizehn Spieler der ersten Mannschaft können nicht mehr bei der U21 agieren. «Wir sind auf viel Willen und Einsatz der Jungen angewiesen», sagt Bieri. Einige Nachwuchstalente dürften ein Pensum von bis zu drei Spielen pro Wochenende auf sich nehmen.

Rückkehrer und Importspieler ergänzen das Kader

Ergänzt wird der Kader der ersten Mannschaft durch Rückkehrer wie Dario Berlinger und Michael Tschanz. Hinzu kommen der Tscheche David Řezáč und der Finne Sami Salminen, deren Leistungsvermögen noch schwierig einzuschätzen ist. Beide Importspieler meldeten sich auf Eigeninitiative bei den Vereinsverantwortlichen.

Augenfällig ist am neuen Kader die verstärkte lokale Verankerung. «Wir wollen Identität schaffen und den zuletzt verloren gegangenen Vereinsgedanken aufbauen», so Bieri. Der neue Sportchef Andrea De Icco kennt die Akteure der Region als langjähriges Vereinsmitglied. Sieben Spieler des aktuellen Kaders stammen aus Trimbach.
Die junge Mannschaft denkt dieser Tage nur an eines: Am Sonntag will sie den A-Ligisten St. Gallen aus dem Cup eliminieren. Zunächst gilt der Fokus dem Saisonauftakt gegen Schüpbach.

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