Fussball 2. Liga inter
Mit Derbysieg verabschiedet: Der FC Dulliken gewinnt gegen Olten - und steigt trotzdem ab

Trotz des 3:1-Erfolgs gegen den FC Olten muss der FC Dulliken runter in die 2. Liga. Die erhoffte Schützenhilfe blieb aus: Der ebenfalls abstiegsbedrohte FC Adliswil gewinnt sein letztes Saisonspiel und schickt das gegen Olten sehr engagierte Dulliken nun ins Tränenmeer.

Raphael Wermelinger
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Die Dulliker bejubeln ihr 1:0, am Ende heisst es 3:1 gegen den FC Olten. Für den Ligaerhalt hätte aber der FC Adliswil gleichzeitig verlieren müssen.

Die Dulliker bejubeln ihr 1:0, am Ende heisst es 3:1 gegen den FC Olten. Für den Ligaerhalt hätte aber der FC Adliswil gleichzeitig verlieren müssen.

Markus Müller

Nach sechs Saisons ist Dullikens Zeit in der 2. Liga inter zu Ende. Im Derby gegen den FC Olten erfüllten sie zwar ihre Pflichtaufgabe im letzten Spiel, doch die Niederämter erhielten keine Schützenhilfe vom NK Pajde.

Die Kroaten unterlagen zu Hause dem FC Adliswil mit 0:3, welcher damit vor den Dullikern bleibt und sich den letzten rettenden Platz sichert. Der FC Olten hatte den Ligaerhalt bereits vor einer Woche realisiert. Dass es für sie um nichts mehr ging, konnten die Oltner auf der Ey nie ganz verbergen. Dulliken kam dank mehreren Eckbällen früh zu ersten guten Chancen.

Oltens Goalie Thomas Husi lenkte einen Kopfball von Kadir Tastan über die Latte (11.). In der 14. Minute kam Ertugrul Özdemir am vorderen Pfosten frei zum Kopfball, setzte diesen aber über die Querstange. So war die Führung in der 17. Minute verdient. Edin Ademovic, der diese Saison lange verletzt war, traf auch im vierten Spiel in Folge. Er verlängerte einen weiten Freistoss mit dem Kopf über Husi hinweg ins Tor.

2:0 statt 1:1 wegen Fehlschuss

Keine zwei Zeigerumdrehungen später stoppte Dullikens Verteidiger Tastan den Ball im eigenen Strafraum unbedrängt nicht nur mit der Schulter, sondern auch mit ziemlich viel Hand. Doch Oltens Fidan Krasniqi schoss den fälligen Penalty in die Mitte und in die Beine von FCD-Hüter Remo Schenk. Statt mit einem 1:1 gingen die Dulliker sogar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.

Adler schiessen Wangen in der 93. Minute in die 2. Liga

Die beste Ausgangslage von den drei noch in den Abstiegskampf involvierten Klubs hatte der FC Wangen bei Olten. Ein Sieg hätte dem langjährigen Erstligisten sicher für den Ligaerhalt gereicht. Und das Team von Goran Pekas war auswärts beim Tabellendritten FC Eagles Aarau bis kurz vor Schluss auf Kurs. Eine knappe Viertelstunde vor Spielende brachte Claudio Zenger die Wangner mit 1:0 in Führung. Doch es folgte eine turbulente Schlussphase mit einem Platzverweis für beide Parteien. In der 80. Minute sah Wangens Furkan Tan zum zweiten Mal in dieser Saison Rot, in der letzten Minute der regulären Spielzeit kassierte Aaraus Meriton Bytyqi direkt die Rote Karte. Aus Wangner Sicht war dies leider noch nicht der Schlusspunkt. In der 93. Minute glich Altin Gashi das Spiel für die Adler aus und schickte den FC Wangen bei Olten dadurch in die 2. Liga. In der Gruppe 3 verabschiedete sich der FC Subingen mit einer 0:2-Auswärtsniederlage beim FC Tavannes/Tramelan aus der 2. Liga inter. Trotz Steigerung in der Rückrunde fällt die Bilanz der Wasserämter mit nur drei Siegen dürftig aus. (RAW)

Dank Giovanni Gerardis sehenswertem Treffer in der 34. Minute. Mit einem satten Linksschuss aus mehr als zwanzig Metern Entfernung bezwang er seinen langjährigen Teamkollegen Husi zum 2:0. FC-Olten-Trainer Mirko Pavlicevic reagierte in der Pause mit einem Doppelwechsel. Wirklich druckvoller wurde das Spiel der Gäste dadurch aber nicht.

Weil aber auch die Dulliker nach dem Seitenwechsel mindestens einen Gang runter schalteten, kamen die Oltner in der 60. Minute zum Anschlusstor. Den ersten Abschluss von Hazir Zenuni per Kopf aus kurzer Distanz wehrte Schenk noch reaktionsschnell ab, gegen den Nachschuss des Oltner Topskorers war er chancenlos. Der Jubel der Oltner fiel allerdings sehr verhalten aus.

Olten nur noch zu zehnt

Dulliken brauchte einen Moment, um das Gegentor zu verarbeiten. Erst in der 70. Minute kamen die Niederämter wieder einmal zu einer gefährlichen Torszene. Allerdings durch Zufall. Özdemirs eigentlich missratener Abschluss wurde zum Flipperball, den Verteidiger Miro Golob für sein Team auf der Linie klären konnte.

Fünf Minuten später waren die Oltner nur noch zu zehnt auf dem Platz. Offensivspieler Luca Schifferle sah zum zweiten Mal wegen eines Fouls die gelbe Karte und durfte frühzeitig unter die Dusche. Was ihn aufgrund des nun einsetzenden Dauerregens und des nahenden Saisonendes wohl gar nicht gross störte.

Gerardi doppelt nach

Die Dezimierung des Gegners sowie das Hundewetter, mit Fussballspielen hatte es in den Schlussminuten nichts mehr zu tun, spielte den Dullikern in die Karten. Der FC Olten ergab sich seinem Schicksal und spätestens nach Gerardis zweitem Tor in der 82. Minute war die Partie endgültig entschieden.

Sein Freistoss war zwar nicht wirklich platziert, setzte aber im richtigen Moment vor Husi auf, nahm auf dem glitschigen Terrain Fahrt auf und landete zum 3:1 in den Maschen. Für Dullikens Topskorer war es das zehnte Tor in dieser Saison. Für den FC Dulliken war es das vorübergehend letzte in der 2. Liga inter. Die Niederämter haben bis zum Schluss alles versucht, es fehlte aber an der nötigen Qualität und Breite.