Nach sechs Saisons ist Dullikens Zeit in der 2. Liga inter zu Ende. Im Derby gegen den FC Olten erfüllten sie zwar ihre Pflichtaufgabe im letzten Spiel, doch die Niederämter erhielten keine Schützenhilfe vom NK Pajde.

Die Kroaten unterlagen zu Hause dem FC Adliswil mit 0:3, welcher damit vor den Dullikern bleibt und sich den letzten rettenden Platz sichert. Der FC Olten hatte den Ligaerhalt bereits vor einer Woche realisiert. Dass es für sie um nichts mehr ging, konnten die Oltner auf der Ey nie ganz verbergen. Dulliken kam dank mehreren Eckbällen früh zu ersten guten Chancen.

Oltens Goalie Thomas Husi lenkte einen Kopfball von Kadir Tastan über die Latte (11.). In der 14. Minute kam Ertugrul Özdemir am vorderen Pfosten frei zum Kopfball, setzte diesen aber über die Querstange. So war die Führung in der 17. Minute verdient. Edin Ademovic, der diese Saison lange verletzt war, traf auch im vierten Spiel in Folge. Er verlängerte einen weiten Freistoss mit dem Kopf über Husi hinweg ins Tor.

2:0 statt 1:1 wegen Fehlschuss

Keine zwei Zeigerumdrehungen später stoppte Dullikens Verteidiger Tastan den Ball im eigenen Strafraum unbedrängt nicht nur mit der Schulter, sondern auch mit ziemlich viel Hand. Doch Oltens Fidan Krasniqi schoss den fälligen Penalty in die Mitte und in die Beine von FCD-Hüter Remo Schenk. Statt mit einem 1:1 gingen die Dulliker sogar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause.

Dank Giovanni Gerardis sehenswertem Treffer in der 34. Minute. Mit einem satten Linksschuss aus mehr als zwanzig Metern Entfernung bezwang er seinen langjährigen Teamkollegen Husi zum 2:0. FC-Olten-Trainer Mirko Pavlicevic reagierte in der Pause mit einem Doppelwechsel. Wirklich druckvoller wurde das Spiel der Gäste dadurch aber nicht.

Weil aber auch die Dulliker nach dem Seitenwechsel mindestens einen Gang runter schalteten, kamen die Oltner in der 60. Minute zum Anschlusstor. Den ersten Abschluss von Hazir Zenuni per Kopf aus kurzer Distanz wehrte Schenk noch reaktionsschnell ab, gegen den Nachschuss des Oltner Topskorers war er chancenlos. Der Jubel der Oltner fiel allerdings sehr verhalten aus.

Olten nur noch zu zehnt

Dulliken brauchte einen Moment, um das Gegentor zu verarbeiten. Erst in der 70. Minute kamen die Niederämter wieder einmal zu einer gefährlichen Torszene. Allerdings durch Zufall. Özdemirs eigentlich missratener Abschluss wurde zum Flipperball, den Verteidiger Miro Golob für sein Team auf der Linie klären konnte.

Fünf Minuten später waren die Oltner nur noch zu zehnt auf dem Platz. Offensivspieler Luca Schifferle sah zum zweiten Mal wegen eines Fouls die gelbe Karte und durfte frühzeitig unter die Dusche. Was ihn aufgrund des nun einsetzenden Dauerregens und des nahenden Saisonendes wohl gar nicht gross störte.

Gerardi doppelt nach

Die Dezimierung des Gegners sowie das Hundewetter, mit Fussballspielen hatte es in den Schlussminuten nichts mehr zu tun, spielte den Dullikern in die Karten. Der FC Olten ergab sich seinem Schicksal und spätestens nach Gerardis zweitem Tor in der 82. Minute war die Partie endgültig entschieden.

Sein Freistoss war zwar nicht wirklich platziert, setzte aber im richtigen Moment vor Husi auf, nahm auf dem glitschigen Terrain Fahrt auf und landete zum 3:1 in den Maschen. Für Dullikens Topskorer war es das zehnte Tor in dieser Saison. Für den FC Dulliken war es das vorübergehend letzte in der 2. Liga inter. Die Niederämter haben bis zum Schluss alles versucht, es fehlte aber an der nötigen Qualität und Breite.