Unihockey NLA

Mit Champions-Cup-Drive zum 8:1-Sieg: Wiler-Ersigen watscht das Drittplatzierte Zug gnandenlos ab

Die Spieler des SV Wiler-Ersigen zeigen keine Gnade. Erbarmungslos lassen sie Zug mit einer bitteren Niederlage heimziehen.

Die Spieler des SV Wiler-Ersigen zeigen keine Gnade. Erbarmungslos lassen sie Zug mit einer bitteren Niederlage heimziehen.

Der SV Wiler-Ersigen verteidigt die Spitze dank einem Kantersieg gegen das Drittplatzierte Zug. Bereits nach dem Startdrittel lassen die Gastgeber keine Fragen mehr offen und lassen ihre Stärke einmal mehr aufblitzen. Gegen Ende hin ähnelt die Partie nur noch einem Schaulaufen.

Mit dem Drive der erfolgreichen Champions-Cup-Teilnahme vor Wochenfrist liess Meister Wiler-Ersigen keine Zweifel offen über den Qualitätsunterschied zwischen dem drittplatzierten Zug und dem aktuellen Meister Wiler-Ersigen, obwohl die Zentralschweizer dank einer Siegesserie in der Meisterschaft und der Cupfinal-Qualifikation so etwas wie das Team der Stunde waren. Bereits nach dem Startdrittel und einer 4:0-Führung für das Heimteam war die Partie vorentschieden.

Immerhin glückte den Zugern, die bereits das Heimspiel 0:6 verloren hatten, der erste Treffer gegen den SVWE. Etwas ärgerlich für den Meister, dass dieser bloss 2 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels fiel. Es war die Spielphase, in der das Heimteam während einigen Minuten das Spieldiktat aus der Hand gab, inklusive des Beginns des Schlussabschnittes.

Doch selbst dann war Zug zu wenig präsent und wusste der Meister auch einen souveränen Goalie Flury (21) zwischen den Pfosten, der in seiner ersten NLA-Saison immer noch eine Traum-Savequote von 90 Prozent aufweist und den bereits dritten Shutout nur knapp verpasste.

Zu Beginn eine Demonstration, am Ende ein Schaulaufen

Ein anderer Youngster, Michal Dudovic (20), machte mit dem Treffer zum 6:1 endgültig den Deckel über eine Partie, die zu Beginn eine Demonstration und am Ende dann noch ein Schaulaufen war. So traf Marco Louis, Powerflügel der ersten Formation, noch vor Ablauf der ersten zehn Minuten mit ein Doppelschlag zur beruhigenden 2:0-Führung und verpasste gar noch eine Riesen-Chance für den lupenreinen Hattrick.

Und auch die beiden anderen Linien konnten sich auf dem Matchblatt verewigen. Dabei ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der Meister so rasch nach dem intensiven Champions Cup –Weekend mit anstrengenden Reisetagen so gut zurück in den Meisterschaftsbetrieb fand. Die beiden europäischen Widersacher mussten dies erfahren. So verlor Turniersieger Storvreta seine Partie in der schwedischen Liga ebenso wie der finnische Meister Classic, der gar seine erste Meisterschaftsniederlage überhaupt bezog.

Dudovic bester Wiler-Ersigen-Spieler

In diese Gefahr geriet die Berger-Truppe nie, weil sie auch seriös nach hinten arbeitete und die Spieler die Wege gehen, die von ihnen verlangt werden. Nach wie vor ist die Gegentorquote mit genau drei Treffern pro Spiel für Unihockeyverhältnisse überragend. Und dennoch stellt Wiler nach wie vor auch noch die beste Offensive der Liga.

Diese konnte im Schlussabschnitt nach dem 6:1 noch etwas für die Galerie spielen und zeigte teilweise herrliche Spielzüge. So war der Treffer von Geburtstagskind Rentsch zum 7:1 ein Bilderbuchangriff, der auch mit dem Tor veredelt wurde. Gefährlichster und deshalb auch bester SVWE-Spieler war aber Michal Dudovic, der in die erste Linie zurückkehrte und mit zwei Toren und einem Assist diese Nomination gerechtfertigte.

Lange ausruhen auf den Lorbeeren gibt es für den SVWE nicht. Bereits morgen Dienstag steht das Derby gegen die Tigers aus Langnau an. Ein harter Brocken, kämpfen die Tigers doch noch um die letzte Chance für die Playoff-Qualifikation.

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