EHC Olten

Machtdemonstration im Kleinholz: Olten schlägt Ajoie deutlich und grüsst neu vom 2. Tabellenplatz

Zum zweiten Mal innert 48 Stunden geht der EHC Olten gegen den HC Ajoie als Sieger vom Eis. Vor heimischer Kulisse fahren die Powermäuse einen ungefährdeten 5:1-Sieg ein. Stan Horansky ist dabei der beste Spieler auf dem Eis, mit seinem Doppelpack gleist er den Sieg für das Heimteam auf. Olten zieht damit in der Tabelle an Ajoie vorbei und ist nun wieder erster Verfolger vom Leader EHC Kloten.

Die Mannschaft des EHC Olten drehte auf dem Eis im Kleinholz noch eine Ehrenrunde und nahm den warmen Applaus der über 3000 Zuschauer entgegen. 5:1 hatten die Powermäuse den ewigen Angstgegner Ajoie eben mit Bravour besiegt. Solche Momente sollen genossen werden. Zumal man vor etwas mehr als drei Monaten an selbem Ort noch das Gegenteil erlebt hatte. Nach der 4:7-Heimniederlage am 15. Oktober gegen die Jurassier hatten sich die Zuschauer mit Grausen abgewendet. Musste man damals noch stark anzweifeln, dass dieser EHCO das Zeugs dazu hat, ein Swiss-League-Spitzenteam zu sein, so lässt sich jetzt, sechs Wochen vor dem Playoff-Auftakt mit guten Gewissen schreiben: Ja, diese Mannschaft kann im Konzert der Grossen mitspielen – wenn sie möchte.

Der 5:1-Sieg täuscht in seiner Höhe zwar ein wenig darüber hinweg, dass die Oltner gegen die äusserst unbequemen Jurassier lange Zeit Mühe hatten. Sie vermochten sich aber, je länger die Partie dauerte, umso besser zu behaupten. «Das erste Drittel war ausgeglichen, danach haben wir uns den Sieg mit zwei guten Dritteln verdient», analysierte Doppeltorschütze Stan Horansky.

Horansky und der Traum von der National League

Der Slowake mit Schweizer Lizenz gehörte einmal mehr zu den überragenden Figuren im Team der Oltner. Es sei an dieser Stelle angemerkt: Der EHCO müsste alle möglichen Hebel in Bewegung setzen, um diesen eleganten Läufer und begabten Techniker über diese Saison hinaus in seinen Reihen behalten zu können. Horansky selber will sich nicht in die Karten blicken lassen, wohin die Reise geht. Klar ist: Seine Leistungen haben sicher das Interesse des einen oder anderen National Ligisten geweckt. «Natürlich ist es mein Traum, in der höchsten Liga zu spielen. Und zwar am liebsten mit Olten», merkt er augenzwinkernd an.

Von einem allfälligen Aufstieg ist der EHC Olten selbstredend noch meilenweit entfernt. Das Spiel vom Sonntag gegen Ajoie (und ein Stück weit auch der 4:3-Erfolg in Pruntrut nach Verlängerung) hat aber gezeigt, dass diese Mannschaft, wenn es hart auf hart geht, bestehen kann. «Ab dem zweiten Drittel sind wir deutlich entschlossener und aggressiver aufgetreten und haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert», freute sich auch Headcoach Fredrik Söderström, der nach dem unnötigen Punktverlust im Jura noch richtig sauer gewesen war, über den Auftritt seiner Spieler. «Besonders gefallen hat mir, dass alle etwas zu diesem Sieg beigetragen haben. Auch die vierte Linie hat wichtige Arbeit verrichtet. Diese Einstellung brauchen wir, wenn wir als Mannschaft Erfolg haben wollen.»

Wenn alle etwas beitragen...

In der Tat trug nicht nur die erste Sturmlinie mit Knelsen, Nunn und Horansky die Hauptverantwortung – auch wenn sie am Ende wieder für drei der fünf Tore besorgt war. Im Tor hielt Simon Rytz ausgezeichnet. Die Verteidigung, in welche Dan Weisskopf nach seiner zweiwöchigen Pause zurückkehrte und mit seiner beruhigenden Präsenz half, hielt sich über weite Strecken schadlos. Der Schirjajew-Block war, als das Spiel im ersten Drittel noch auf des Messers Schneide stand, für das wichtige 1:0 verantwortlich. Alban Rexhas Kontertor zum 4:0 zu Beginn des letzten Drittels machte auch noch die letzten Hoffnungen der Ajoulots auf eine Aufholjagd vorzeitig zunichte. Und die von Fredrik Söderström angesprochene vierte Sturmreihe tat den Jurassiern mit ihrem unablässigen Körpereinsatz weh. Exakt diese Elemente werden benötigt, wenn man in den Playoffs erfolgreich sein will. Söderström: «Es war wichtig, dass die Spieler gesehen haben, was passiert, wenn wir auf diese Art und Weise Eishockey spielen.

Übrigens: In der Tabelle ist der EHCO jetzt «grün». Nun gilt es, eine optimale Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen.

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