1. Liga

Luzern in allen Belangen besser als der FC Wangen

Luzern wehr einen Wangner Angriff erfolgreich ab.

Luzern wehr einen Wangner Angriff erfolgreich ab.

Die Gäste aus Luzern wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und fertigen Wangen gleich mit 7:1 ab.

Zum letzten Spiel der Vorrunde empfing der FC Wangen den souveränen Tabellenleader aus der Zentralschweiz. Obschon im Fussball grundsätzlich nicht alles, aber doch vieles möglich ist, wäre es vermessen gewesen, auf ein positives Resultat der Wangner, welche seit Saisonbeginn am Tabellenende herumturnen, zu hoffen. Selbst die grössten Optimisten mussten nach Spielende neidlos anerkennen, dass dieser Gegner praktisch eine Klasse besser war. Grundsätzlich trafen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite ein Team mit 18 und 19 jährigen Spielern, welche nur ein Ziel haben, möglichst bald den Sprung an die absolute Spitze zu schaffen, mit den praktisch gleichen Voraussetzungen wie die Profis. Auf der anderen Seite Leute, die sicher auch die Fussball Gene in sich haben, aber die sportliche Betätigung doch erst an zweiter Stelle kommt.

Was die Gäste auf der Chrüzmatt boten, war Anschauungsunterricht in Reinkultur.

Selbst der unmittelbar vor Spielbeginn einsetzende starke Regen liess sie nicht davon abhalten, ihr ganzes Potential über die volle Spielzeit auszuschöpfen. Lauffreudig, zielstrebig und zweikampfstark waren nur einige Attribute, mit welchem sie ihre Überlegenheit auszuspielen vermochten.

Demgegenüber kamen die Gastgeber einfach nicht vom Fleck. Zu viele Ballverluste und vielfach auch unverständliche Fehlzuspiele führten dazu, dass man den Gegner geradezu aufbaute. Oder aber, man scheiterte am ausgezeichneten Stellungsspiel der Antipoden, sodass es in den meisten Fällen kein Vorbeikommen gab.

Der Paukenschlag schon in der ersten Minute blieb den Gastgebern verwehrt, wurde doch das vermeintliche Führungstor wegen Offside annulliert. Doch es donnerte auf der Gegenseite. Beim ersten Eckball klappte die Zuordnung in der heimischen Abwehr, und dies nicht zum ersten Mal, erneut nicht, mit der Auswirkung eines frühen Gegentores. Noch schien es, die Wangner würden dies wegstecken, streben sie doch ihrerseits den Ausgleich an. Möglichkeiten dazu boten sich, wie beispielsweise bei einem Flankenball, den Hasen Ates nur um Schuhbreite verpasste oder eine ähnliche Situation, bei der Labinot Aziri wohl nur ein Zentimeter fehlte, um mit dem Kopf ablenken zu können. Bei weiteren Offensivaktionen standen beide Torhüter im Mittelunkt des Geschehens, um jeweils als Sieger hervor zu gehen. Eine Abwehr von Luzern Torhüter Simon Enzler war allerdings alles andere als stubenrein, brachte er doch beim Herauslaufen Patrik Gjidoda im Strafraum zu Fall. Frau Staubli wollte aber keine Regelwidrigkeit gesehen haben und liess erstaunlicherweise weiter spielen. Noch war zur Halbzeit beim knappen Resultat nichts entschieden.

Dies sollte sich aber im zweiten Spielabschnitt mit zunehmender Spieldauer rasch und eindeutig ändern. Der Doppelwechsel bei den Platzherren brachte nicht die erhoffte Wirkung. Ein Doppelschlag innert zweier Minuten sollte für Klarheit sorgen.

Ein vermeidbarer Ballverlust im Mittelfeld führte zu einem schnell ausgeführten Angriff und schon hiess es 0:2 durch Vargas. Das dritte Luzerner Tor durch den brandgefährlichen Kameraj erzielt, war praktisch eine Kopie in der Entstehung und im Abschluss. Doch die Gäste begnügten sich nicht damit und boten in der Folge eine eigentliche Demonstration, insbesondere was das Flügelspiel betraf. Die Tore vier, fünf und sechs waren allesamt schön herausgespielt, wobei die Wangner mit Kopfhängen noch dazu beitrugen. Die Luzerner bekamen im Gegensatz zu den Wangnern noch einen Penalty zugesprochen, welcher Nguyen sicher verwertete.

In der 89. Minute versaute Besart Xhema dem Luzerner Torhüter doch noch den Shutout. Sein Schuss ins hohe Eck war zwar nur noch eine kleine Resultatkosmetik, aber allemal sehenswert.

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