Fussball 2. Liga inter

Logische Nullnummer der beiden besten Abwehrreihen

Die Grenchner Visar Aliu (l.) und Dominik Feuz (r.) bearbeiten Zofingens Almedin Hodzic.

Die Grenchner Visar Aliu (l.) und Dominik Feuz (r.) bearbeiten Zofingens Almedin Hodzic.

«Wir müssen zufrieden sein, wir haben schlecht gespielt», sagt Grenchen-Goalie Jeffrey Grosjean nach dem 0:0 beim SC Zofingen.

Acht Gegentore hat der SC Zofingen in seinen bisherigen zehn Meisterschaftspartien kassiert. Besser ist in diesem Herbst in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5nur eine Mannschaft: der FC Grenchen, der bei seinen neun Auftritten nur vier gegnerische Treffer zuliess. Was also passiert, wenn sich diese beiden Klubs gegenüberstehen? Richtig, die Begegnung endet mit einem torlosen Unentschieden. In etwa so lässt sich das Heimspiel der Thutstädter, das am vergangenen Samstag mit 0:0 endete, salopp zusammenfassen.

Der SC Zofingen nahm von der ersten Minute an die aktivere Rolle ein. Mit ein, zwei gepflegten kurzen Pässen über die Seiten stiess die Mannschaft von Trainer Hansruedi Birrer regelmässig in die gegnerische Hälfte vor. Spätestens bei der Strafraumgrenze verliefen die Zofinger Angriffsbemühungen aber im Sand, weil das nötige kreative Element fehlte, um eine Lücke in der kompakten Grenchner Abwehrreihe zu finden.

Die Solothurner Gäste beschränkten sich derweil vornehmlich auf eben jene Absicherung ihrer Defensive und traten offensiv lediglich durch Cédric Rihs (13. und 30. Minute) gefährlich in Szene. Damit trug der FC Grenchen seinen Teil zum fussballerisch wenig berauschenden Nachmittag bei. «Aus den letzten drei Partien vor der Winterpause haben wir uns eigentlich mehr ausgerechnet», zeigte sich SCZ-Torhüter Jeff Bossert konsterniert. Man habe gesehen, dass Grenchen wenig Tore schiesst und ebenso wenig erhält. «Es ist schwierig, gegen ein Team zu spielen, das so hinten reinsteht, aber Grenchen hat das gut gemacht», sagte er.

Allem Lob zum Trotz missfiel Bossert das Abschneiden seiner Vorderleute in der Offensive. Nachdem FCG-Torhüter Jeffrey Grosjean in der 8. Minute aus kurzer Distanz Anel Hodzics Abschlussversuch parierte, kam einzig Marco Schwegler bei seinen Schüssen in der 75. und 85. Minute dem Führungstreffer nahe.

«Wenn wir in der ersten Hälfte das Tor machen, würde die Partie anders aussehen. Spielerisch war es von unserer Seite in Ordnung, wir stehen stabil, müssen uns aber mehr Chancen erarbeiten», sagte Bossert. Deshalb dürfe sich der SCZ nicht über die Punkteteilung beklagen. «Wir hätten uns belohnen können, haben das aber nicht gemacht», sagte er.

Grenchens Goalie Jeffrey Grosjean sagte, nachdem er bereits zum sechsten Mal in dieser Saison ohne Gegentor geblieben war: «Wir müssen mit dem 0:0 zufrieden sein, denn wir haben schlecht gespielt. Zofingen hatte viel mehr Qualität, auch mit dem Ball.» Grosjean verwies auf den schwer bespielbaren Platz. «Wir konnten uns keine guten Chancen erarbeiten. Zum Glück stand hinten am Schluss die Null.» Drei Spiele vor dem Ende der Vorrunde ist der FC Grenchner Fünfter. Am kommenden Samstag empfängt Trainer Mirko Recchiutis Team den Leader Lachen/Altendorf.

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