«No Name» muss nicht unbedingt «no Chance» bedeuten. Über 40 Transfers hat Wangen bei Olten nach dem Abstieg aus der 2. Liga inter getätigt und schickt nun weitgehend unbekannte, junge Spieler auf den Rasen. Und diese Jungen waren motiviert. Fast etwas übermotiviert: Keine Minute war vergangen, da hatte Luka Petrovic im Übereifer bereits zweimal den Subinger Fabian Kummer von hinten gefoult. Schiedsrichter Boro Skalonja verzichtete aber darauf, die eigentlich angezeigte Verwarnung auszusprechen.

Die jungen Wangner bildeten einen unangenehmen Gegner und sie bewiesen, dass sie für die Solothurner 2. Liga eine kompetitive Mannschaft gebildet haben. Der FC Subingen, bekanntlich ebenfalls ein Absteiger aus der 2. Liga inter, zählt dagegen weiterhin auf die meisten seiner Routiniers und schickte nur wenige neue Spieler in den Kampf. Am auffälligsten war dabei Gianluca Moser, der auf der linken Seite einen gefährlichen Vorstoss nach dem anderen lancierte.

Die beiden Tore fielen kurz vor und nach der Pause

Die Subinger zeigten das gepflegtere Kurzpassspiel und versuchten, ruhig von hinten heraus aufzubauen. In der 21. Minute flankte Peter Csima gefährlich in die Mitte, wo Joshua Widmer mit dem Absatz den Ball an die Latte lenkte. Wangen machte die einzeltaktischen Mängel mit viel Einsatz und grosser Laufbereitschaft wett. Und wenn Subingen die Abwehr überwinden konnte, zeigte Wangens Goalie Mario Bucciolini ein paar tolle Paraden. So sah es aus, also ob es mit einem 0:0 in die Pause gehen würde. Doch dann schlug Muhamed Trumic einen perfekten Eckball auf den Kopf von Lars Luterbacher und es hiess 1:0 für die Platzherren.

Wangen bei Olten und der FC Subingen teilen sich die Punkte.

Wangen bei Olten und der FC Subingen teilen sich die Punkte.

Gleich nach der Pause wiederholte sich diese Szene, nur trugen die Beteiligten andere Farben: Andreas Linder zirkelte einen Corner auf den Kopf von Florian Gasche und es hiess 1:1. Damit schienen beide Seiten nicht zufrieden zu sein, denn das Spiel wogte munter hin und her. Der FC Subingen kam zu mehr Chancen, aber vor allem Widmer sündigte bei der Chancenverwertung. Auf der anderen Seite rettete dann aber Goalie Jannik Ochsenbein den Wasserämtern das Unentschieden mit einer Glanzparade.

Neuer Wangen-Trainer zeigt viel Temperament

Wangen bei Oltens Trainer Bozo Predojevic war am Ende zufrieden mit dem Resultat und dem Einsatz seiner Mannschaft. «Wir haben viele Verletzte und es war deshalb keine einfache Situation», erklärte er nach dem Spiel, warum er konstant Anweisungen und Kritik aufs Feld rief, wodurch immer wieder Hektik aufkam. «Ich arbeite an mir, aber mein Temperament geht ab und zu mit mir durch, weil ich das Gefühl habe, dass die jungen Spieler sonst einschlafen.»

«Wenn wir unsere Chancen genutzt hätten, wären wir als klarer Sieger nach Hause gegangen. Aber im Vergleich zum schlechten Auftritt vor einer Woche war das heute deutlich besser», analysierte Subingens Trainer Dominik Ellenberger das Spiel. «Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen aber vor dem Tor noch konsequenter auftreten und in der Gefahrenzone mit mehr Willen den Erfolg suchen.»

Subingens Trainer Dominik Ellenberger fordert von seiner Mannschaft konsequenteres Auftreten vor dem Tor.

Subingens Trainer Dominik Ellenberger fordert von seiner Mannschaft konsequenteres Auftreten vor dem Tor.

Nach dem dritten Unentschieden im fünften Spiel liegt Subingen auf dem achten Tabellenrang, der FC Wangen bei Olten ist Dritter mit zwei Punkten mehr auf dem Konto. Klar an der Spitze der Solothurner 2. Liga thront der FC Iliria nach dem vierten Saisonsieg. Mattia Sasso (5.), Nazim Elezi (57.), Oliver Andrijasevic (66.) sowie Bleon Idrizi (93.) schossen Iliria zum Auswärtssieg in Lommiswil.

Der erste Verfolger ist der FC Bellach, der gegen Mümliswil den dritten Sieg in Serie feierte. Shaban Arifi in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, Kevin Marthaler kurz nach der Pause und Selcuk Cubuk in der 86. Minute sorgten mit ihren Toren für den Vollerfolg.