2. Liga Solothurn

Im Verfolgerduell mit vielen Abwesenden setzt sich Grenchen durch

Grenchens dreifacher Torschütze Arben Alimusaj (rechts) bedrängt von Fulenbachs Verteidiger Rafael Ingold.

Grenchens dreifacher Torschütze Arben Alimusaj (rechts) bedrängt von Fulenbachs Verteidiger Rafael Ingold.

Der FC Grenchen 15 gewinnt in Fulenbach verdient mit 3:0.

Grenchens Trainer Perparim «Pepi» Redzepi hat als früherer Stürmer den Ruf, alles auf die Offensive zu setzen und dabei das Verteidigen etwas zu vernachlässigen.

Und so sprach Sportchef Max Rüetschli vor dem Match denn auch etwas besorgt über die lange Verletztenliste.

Es fehlten mit Samuel Zayas, Kliment Nastoski, Calvin Corti und Péter Cisma Spieler, die bei jeder anderen Mannschaft der Solothurner 2. Liga nicht zu ersetzen gewesen wären. Bei den Fulenbachern fehlten mit Simon Affentranger und Fabian Wyss allerdings ebenfalls die beiden Topskorer.

Kaum hatte das Verfolgerduell begonnen, entwischte Yanick Boss mit einem öffnenden Diagonalpass – und FCG-Goalie Martin Leuenberger verhinderte mit einer Glanzparade die Bestätigung des Rufs seines Trainers. Das war der Weckruf für die Grenchner Abwehr, die danach konzentrierter ans Werk ging.

Arben Alimusaj mit drei Toren

Dann sorgte bei Grenchen einer für die Musik, der am Anfang der Saison noch als «Chancentod» aufgetreten war. Es war ein sehr schöner Angriff, bei dem Etienne Büschi auf den Abschluss verzichtete und den Ball perfekt zu Arben Alimusaj weiterleitete, der das 1:0 für den meistgenannten Favoriten der Solothurner 2. Liga erzielte. Und es war erst der erste Streich des FCG-Stürmers.

Gleich nach der Pause verhinderte Fulenbachs Goalie Mischa Ehrenbolger mit einer Glanzparade das zweite Grenchner Tor, das Massimiliano Bianco auf dem Fuss hatte. Doch gleich danach fiel ein missglückter Kopfball aus der zentralen Fulenbacher Defensive vor Alimusajs Füsse. Die Grenchner Nummer 9 hielt direkt drauf und traf herrlich zum 2:0 für den Stadtklub. Dies war der zweite Streich.

Dann wechselte Fulenbach mit Yves Ehrenbolger frischen Wind ein. Nach einer Stunde vergab dieser die beste Fulenbacher Chance, als er nach einem Angriff über die rechte Seite mit Ramon Affentranger zum Schuss kam, aber nur den Pfosten traf. In der 77. Minute eine Flanke von rechts, und Ehrenbolger brachte diesmal den Ball mit seinem Kopfball nicht im Tor unter.

Verdienter FCG-Sieg

Und so kam es, wie es kommen musste. Arben Alimusaj gelang der dritte Streich und Grenchen gewann in Fulenbach 3:0. Es war ein verdienter FCG-Sieg, aber es hätte auch anders herauskommen können. Die Grenchner verfügen über eine Truppe, wie man sie in der Solothurner 2. Liga sonst nicht sieht, und sie waren spielerisch deutlich überlegen.

Aber hätte Boss in der ersten Minute Fulenbach in Führung gebracht, wäre die Partie vielleicht anders verlaufen. Hätte Yves Ehrenbolger statt an den Pfosten ins Netz getroffen, wären die Grenchner vielleicht noch einmal ins Wanken geraten.

Der «Wenni» und der «Hätti» sind Brüder – aber SCF-Trainer Martin Hert wollte nicht mit dem Schicksal hadern. «Wir haben gut gespielt, ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden. Grenchen war einfach noch etwas besser als wir.» Dann tröstete der Trainer Yves Ehrenbolger, der sich wegen der vergebenen Chancen schuldig an der Fulenbacher Niederlage fühlte: «Du musst nur an dich glauben, dann machst du diese Dinger beim nächsten Mal rein.»

Der SC Fulenbach verliert damit etwas den Anschluss an die Spitze. Mit zehn Punkten liegt die Hert-Elf nun punktgleich mit dem FC Bellach (3.) und dem FC Lommiswil (5.) auf Platz vier. Grenchen bleibt mit 14 Punkten dran am Leader Subingen, welcher auswärts beim FC Mümliswil den fünften Saisonsieg landete (2:1) und bereits 16 Punkte auf dem Konto hat.

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