EHC Olten

Identifikationsfigur Diego Schwarzenbach: «Ich bin mir vermutlich selber im Weg gestanden»

Diego Schwarzenbach ist die letzte verbliebene Oltner Identifikationsfigur: Der Stürmer nimmt seine 14. EHCO-Saison im 15. Jahr in Angriff und spricht im Interview über seine Laufbahn, das ewige Scheitern, die Entwicklungen beim EHC Olten und seine ersten Trainererfahrungen.

Diego Schwarzenbach, wir fallen mit der Tür ins Haus: Sie sind nun 33 Jahre alt. Ist das Ihre letzte EHCO-Saison?

Diego Schwarzenbach: Ich hoffe es nicht, nein. Ich bin nach wie vor motiviert und kann mir nicht vorstellen, dass fertig sein sollte nach dieser Saison. Ich will nicht sagen, dass ich noch vier, fünf Jahre spiele, aber ich habe sicher nicht den Plan, aufzuhören.

Körperlich also noch fit und keine Altersgebrechen?

Nein, alles gut (lacht). Ich fühle mich noch fit und war zuletzt auch selten verletzt. Klar, Schnelligkeit und Spritzigkeit lassen von Jahr zu Jahr nach, aber vielleicht kann ich das mit der Routine etwas kompensieren. Ich hoffe dann schon, dass man es mir mitteilt, wenn es nicht mehr reicht, sollte ich es dann nicht selber realisieren wollen (lacht).

Trotzdem haben Sie die grösste Zeit der Karriere hinter sich. Wie sieht Ihre Zukunft aus?

Damit habe ich mich schon mit 25 beschäftigt. Ich war mir nie schlüssig: Will ich beim Eishockey bleiben oder will ich weg? In den letzten Jahren kam ich immer mehr zum Entschluss, dass ich die Laufbahn eines Coaches einschlagen möchte, ich habe dazu auch einige Ausbildungen absolviert. Doch mit Corona kam die Unsicherheit zurück, die Klubs haben kein Geld. Denn auch als Eishockeycoach muss man irgendwie Geld verdienen, um davon leben zu können.

Sie hätten auch eine KV-Ausbildung in der Hand und arbeiteten schon im Personalwesen.

Ja, das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit. Eigentlich wollte ich den HR-Fachmann absolvieren, doch die Schul- und Prüfungszeiten lassen sich mit dem Eishockey nicht vereinbaren.

Sie sind Vollprofi-Eishockeyspieler. Das war in der Vergangenheit auch nicht immer so.

Nein, ich arbeitete sogar noch, als ich bei La Chaux-de-Fonds spielte. Doch seither bin ich Vollprofi. Für mich war zuvor immer wichtig, dass ich noch etwas mache am Nachmittag nach dem Training, dass ich wach bleibe und den Kopf noch brauche. Ich hatte ein 40-Prozent-Pensum. Aber heute ist es fast nicht mehr möglich, nebst dem Eishockey zu arbeiten – vor allem in der Vorbereitung mit zwei Trainingseinheiten pro Tag funktioniert das nicht.

Sie haben Ihre 14. EHCO-Saison aufgenommen, was hat der Sport in dieser Zeit für Veränderungen erlebt?

Puh – das sind enorm viele. Am Anfang waren es noch 700 Zuschauer pro Spiel, ich hatte noch 7000 Franken verdient im Jahr. Wir waren zu Beginn nicht annähernd Halbprofis, wir konnten nicht annähernd davon leben. Man hatte 50 Prozent gearbeitet, hatte jeden Mittwoch frei, hatten nur dienstags und samstags Spiele, damals kannte man noch keine Off-Ice-Trainings. Nach den Spielen wurde Bier getrunken, das ist nun alles vorbei.

Heute unvorstellbar.

Heute sind alle Spieler in einem Lohnsegment, in welchem sie davon leben können, klar, das Vereinsbudget ist von einer Million auf sechs Millionen gestiegen, aber da ist schon extrem viel passiert. Heute trainieren wir manchmal zwei Mal pro Tag, Alkohol ist praktisch komplett gestrichen, wir haben einen Athletikcoach, wir haben Videocoaches, die alles analysieren. Auf dem Eis wurde es athletischer, alle Spieler sind komplett durchtrainiert, kein einziger Spieler kann sich mehr einen Bierbauch erlauben, es wird auch nicht mehr geraucht.

Das Eishockey hat sich professionalisiert.

Der Sport hat sich komplett verändert, wie 180 Grad gedreht. Und auch das Drumherum: Heute haben wir Teamärzte und Physiotherapeuten. Ich erlebte noch, als wir Spieler mit einer Verletzung in der Stadt rumtelefonierten und nachfragen mussten, wer uns wohl behandeln könnte. Heute wirst du noch auf der Spielerbank versorgt. Auch vom Spielermaterial schon gar nicht zu sprechen. In meiner ersten Saison spielten einige noch mit Holzstöcken.

Vermissen Sie manchmal das Unprofessionelle? Das Hobby-Gefühl?

Nein, eigentlich nicht. Ich bin nicht einer, der Eishockey als Hobby spielen könnte. Für das bin ich viel zu kompetitiv. Ich könnte nicht bei Altstadt Olten in der 2. Liga spielen. Ich könnte es nicht ausstehen, wenn einer mal grad keine Lust hat und dann halt ein Spiel nicht absolviert oder eine halbe Stunde zu spät erscheint. Wenn ich auf dem Eis stehe, dann will ich gewinnen – egal, ob ich nun damit Geld verdiene oder nicht.

Sie sammeln nun Erfahrungen als Trainer auf Juniorenstufe.

Ich bin in der Eishockeyschule dabei, unterstütze das Talenttechniktraining, helfe bei der U17 und U20, wenn es die Zeit zulässt. Das bereitet mir schon extrem Freude und es würde mich glücklich machen, wenn ich diesen Weg über meine aktive Karriere hinweg einschlagen könnte.

Es ist irgendwie bezeichnend, dass Sie die Person sind, die die Oltner Junioren fördert. Sie sind der letzte verbleibende Oltner aus den eigenen Reihen, Sie sind Mister EHCO. Identifikationsfigur zu sein, ist das Belastung oder Verantwortung?

Verantwortung ist es sicher, aber eine Belastung ist es überhaupt nicht, ich sehe es zumindest nicht als eine an. Ich denke auch nicht, dass mich die Mitspieler als letzten Oltner wahrnehmen würden. Aber es freut mich, wenn ich helfen kann.

Sie sind ein Spieler, der es als Junior in die erste Mannschaft schaffte – und sind damit eine aussterbende Art in Olten. Die heutigen Talente kehren dem Klub den Rücken zu. Wie schafft man es, die Juniorenförderung wieder auf einen gesunden Stand zu bringen in Olten?

Das ist sicher ein Problem. Ich denke, in fünf, sechs, oder auch acht Jahren könnte eine Identifikation von heutigen Junioren wieder stattfinden. Es gibt tatsächlich ein Problem im Nachwuchs, man kann ihnen nicht die Perspektiven bieten, die ein Grossklub wiederum kann. Mit 13 oder 14 Jahren werden die Junioren von den grossen Klubs abgeholt. Ich glaube aber nicht, dass das ein Problem ist, wenn die Identifikation wieder stattfindet. Man sollte diese Talente bloss mit B-Lizenzen behalten können. Ich habe die letzten vier Jahre meiner Juniorenzeit ebenfalls in Bern verbracht. Vielleicht ist das der Weg, den man gehen muss. Aber es wird in Olten gute Förderarbeit geleistet. Wir haben viele vielversprechende Talente.

Was lief denn schief in vergangener Zeit auf Juniorenstufe? Setzte man zu viel auf die erste Mannschaft und vernachlässigte dabei die Jüngsten?

Ich glaube, es ist unbestritten, dass Fehler passiert sind und nicht gute Arbeit geleistet wurde. Aber ich möchte da niemandem in den Rücken fallen. Tatsache ist, dass seit drei, vier Jahren die Kurve steil nach oben zeigt in der Förderung von Junioren. Es macht grossen Spass, mit ihnen zusammen zu arbeiten. Ich sehe auch, was viele Junioren in den Sport investieren, das geht in Richtung Spitzensport.

Apropos Talente: Sie gehörten jahrelang zu den besten NLB-Spielern, haben immer wieder mit der höchsten Spielklasse geliebäugelt. Wieso hat der Sprung nicht geklappt?

Das ist eine gute Frage. Ich bin mir vermutlich selber im Weg gestanden. Ich hatte verschiedene Angebote vorliegen, die ich im Nachhinein betrachtet hätte annehmen sollen.

Aber?

Aber ich hatte in Olten immer eine gute Rolle, konnte viel spielen. Mir war es zu schade, das alles aufzugeben für eine unsichere Perspektive. Mir hat der Mut gefehlt. Und vielleicht fühlte ich mich auch in meiner Heimat zu wohl. Letztlich war ich mir auch nicht sicher, ob es dann wirklich für die höchste Spielklasse reicht. Deshalb habe ich die Entscheidung immer wieder um ein Jahr verschoben. Aber ja, ich hätte den Schritt wohl wagen sollen. Weil: Zurück hätte ich ja immer können.

Also waren Sie fast zu stark verwurzelt mit dem EHCO?

Es ist halt so: Nur die wenigsten Spieler bleiben fast ihre ganze Karriere bei ihrem Stammklub. Da hat man eine andere Verantwortung. Da ist viel mehr Herzblut dabei. Ich kann mir vorstellen, dass ich zum Beispiel bei einem Klub wie Thurgau sofort den Wechsel in die NLA angestrebt hätte. Aber trotz allem: Für mich stimmt es so, wie es ist und wie es gelaufen ist. Das ist unter dem Strich entscheidend.

Gibt es einen vergleichbaren Spieler, der gemeinsam mit Ihnen gross geworden ist und dessen Laufbahn so verlaufen ist, wie Sie sich das auch hätten vorstellen können?

Zum Beispiel Grégory Sciaroni. Er rückte 2006 für mich ins Kader der U20-WM-Auswahl, weil ich wegen einer Gehirnerschütterung nach Hause reisen musste. Er hat die ganze Zeit in der NLA gespielt. Ich war damals Topskorer bei den Elite-Junioren und bin trotzdem in der NLB gelandet. Wobei der Plan schon war, dass Olten für mich das Sprungbrett nach oben hätte sein sollen. Das wäre es ja auch gewesen, wenn ich die Chance gepackt hätte.

Blicken wir auf das denkwürdige Saisonende zurück: Was bleibt Ihnen haften?

Viele negative Gefühle, weil wir ausgeschieden sind. Für mich ist es noch immer nicht verständlich, denn wir hatten ein gutes Team und eine gute Chemie, Langenthal zu ärgern, ja zu schlagen. Obwohl es in den einzelnen Spielen eng war, war es dann mit 1:4 Siegen doch deutlich, das war mehr als bloss Pech. Wir hätten eigentlich gewusst, um was es geht, konnten es aber dennoch nie zeigen. Und dann kam noch das Corona.

War es diesbezüglich am Ende sogar Glück im Unglück, dass man gescheitert war, bevor die Saison abgebrochen wurde?

Das habe ich mir auch schon überlegt, aber wir sind ja sportlich ausgeschieden. Ob dann die Saison abgebrochen wurde oder nicht – das Gefühl des Verlierens bleibt. Klar, es wurde niemand Meister, aber das macht die Sache auch nicht besser.

Sind Sie eine Person, die lange darüber nachdenkt und hadert?

Ich würde sagen, die ersten fünf, sechs Saison war das Verarbeiten etwas einfacher, da hatten wir aber auch noch nicht die Ziele angepeilt, die wir heute verfolgen. Die letzten drei, vier Saisons fielen mir schon schwerer, ich brauchte schon ein paar Wochen, um zu begreifen, warum wir ausgeschieden waren. Da hinterfragt man sich und denkt an allen möglichen Sachen herum, wie ein Skifahrer, der umfällt, der auch wissen will, weshalb er stürzte. Finde ich dann Gründe, fällt es einfacher, die Situation zu akzeptieren.

Suchen Sie die Fehler eher bei sich selber oder denken Sie auch über das Kollektiv nach?

Hoffentlich sucht man die Fehler zuerst bei sich. Aber es ist schon auch beides, sucht auch nach Gründen, warum es als Einheit nicht funktioniert hat. Als Junger sucht man vielleicht den Fehler auch weniger bei sich selbst, mit der Zeit merkt man dann schon, dass man nur seine eigene Leistung beeinflussen kann. Zweifel waren sicher da, und je älter man wird, desto schwieriger wird es.

Dabei könnte man meinen, mit der Routine ist man abgeklärter. Ist es heute schwerer, weil man immer weniger Chancen hat?

Das ist sicher so, aber es fällt einem auch nicht einfacher, immer wieder zu scheitern. Da beginnt man sich schon zu hinterfragen. Es ist einfacher, die Schuld des Scheiterns bei anderen zu suchen. Aber ich nehme die Schuld sicher immer auch auf mich, denn ich bin einer, der die letzten 15 Jahre bis auf ein Jahr Unterbruch immer Teil des Teams war.

Olten kann ein hartes Pflaster sein, das hat Sie wie ein roter Faden begleitet, während Langenthal drei Mal Meister wurde. Wirkt die grosse Erwartungshaltung lähmend?

Mich hat das eigentlich nie gestört. Ganz im Gegenteil: Ich war stolz, zu einem Team zu gehören, das hohe Ziele verfolgt. Aber vielleicht wollten wir zu früh zu viel. Wir hatten eine gute Saison, da war die Finalniederlage gegen Langnau und von da an ging es rasant aufwärts mit der Erwartungshaltung, von den Zuschauern wie auch von uns Spielern. Das war fortan wie ein umgekehrter Handschuh.

Aber woran liegt das?

Ich verfolge diesen Verein seit ich 5 bin. Und das war schon ein bisschen zu dieser Zeit so. Damals war der Verein quasi am Boden, man hat die Playoffs nicht erreicht, viel war schlecht, die Tribüne sprach schlecht. Es ist ein nun mal ein Pflaster, das der Verein schon länger mit sich trägt. Wir haben relativ gute Zuschauerzahlen, da merkt man es dann schneller als etwa in La Chaux-de-Fonds oder Langenthal.

Wünschten Sie sich manchmal etwas mehr Anonymität?

Ich erlebte ja ein Jahr in La Chaux-de-Fonds, da spürte ich von all dem nichts, ich spürte nur den Druck, den wir uns selber im Team auferlegten. Am Anfang, die ersten zwei Monate habe ich das genossen, mit der Zeit fragt man sich aber schon: Warum spiele ich diesen Sport überhaupt? Es sind doch eben die Emotionen, die auch von den Zuschauern kommen, wegen all den Leuten, die dich pushen wollen. Das ist hier in Olten doch grandios, das gefällt mir. Es kann schnell negativ werden, ja einverstanden, aber es wird halt auch nur negativ, wenn wir schlecht spielen.

Dieses Jahr in La Chaux-de-Fonds, was hat es mit Ihnen persönlich gemacht?

Sicher viel. Ich hatte nie eine andere Mannschaft in meinem Leben, da war einfach der EHC Olten für mich. Ich konnte mir übrigens auch nie vorstellen, für einen anderen Klub zu spielen, genauso, wie ich mir nach dem Wechsel nicht mehr vorstellen konnte, zurückzukehren. Ich hatte das Kapitel EHCO mit dem Wechsel abgeschlossen. Und dann einmal weg, wird dir schon vieles bewusst, was du in Olten hattest. Ich denke schon, dass ich das eine oder andere nun viel differenzierter auffasse als vorher. Menschlich bin ich aber immer noch der gleiche geblieben.

Warum hatten Sie das Gefühl, nicht mehr zurückzukehren?

Die Art und Weise, wie die Saison zu Ende ging. Wir schieden aus und dann lief ich quasi davon. Ich hatte das Gefühl, dass ich wegmuss, dass es sowohl für mich wie auch für den Verein besser ist, wenn ich gehe. Dabei waren wir absolut im Guten auseinander gegangen.

Wie kam es denn wieder zur Annäherung?

Es war ja so, dass wir einen laufenden Vertrag aufgelöst hatten. Und zwar mit der Bedingung, dass ich nur ein Jahr bei einem Klub unterschreibe und wir im Dezember wieder zusammensitzen. Und dann sassen wir wieder zusammen und so kam plötzlich eine Rückkehr wieder infrage.

Mit La Chaux-de-Fonds hatten Sie nicht verhandelt?

Doch, natürlich. Ich hatte eine Offerte über zwei weitere Jahre auf dem Tisch liegen. Aber irgendwie zog es mich zurück. Ich weiss, es ist für jemand Aussenstehendes schwierig zu verstehen, aber es war ja auch niemand wütend auf den anderen. Ganz einfach: Wir haben uns wiedergefunden (lacht).

Kommen wir zum EHC Olten, Ausgabe 20/21. In den Vorbereitungsspielen war auffällig, dass sich das Gesicht der Mannschaft gewandelt hat. Die neuen Spieler wie Hüsler, Oehen oder Fuhrer bringen eine neue, physische Dimension mit. Wie empfinden Sie den Stilwechsel?

Es ist interessant. Ich denke, in einzelnen Spielen wird es uns weniger helfen. Aber dafür könnte er in den entscheidenden Partien den Unterschied zu unseren Gunsten machen. Weil uns vielleicht auch mal ein «dreckiges» Tor gelingt, wenn wir es in den Playoffs brauchen. Deshalb denke ich, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist. Entscheidend ist, dass die Mischung stimmt. Jetzt kommt es darauf an, wie schnell wir die richtigen Linienzusammensetzungen finden.

Welche Rolle wünschen Sie sich?

Ich habe meine Vorstellung. Der Coach weiss, was ich kann. Aber eben: Ich bin 33 und habe nicht mehr das Ziel, 60 Skorerpunkte pro Saison zu machen. Ich will ganz einfach der Mannschaft helfen. Wie ich das mache, ist mir letztlich egal.

Ist auch ein Mentalitätswandel spürbar?

Ich hatte auch letztes Jahr schon das Gefühl, dass wir eine super Mentalität in unserer Mannschaft haben. Ich glaube auch nicht, dass wir deswegen in den Playoffs versagt haben. Aber es kann natürlich schon sein, dass die neuen Spielertypen mit einem Check oder einen geblockten Schuss ein Element reinbringen, dass uns vielleicht ein wenig gefehlt hat. Unsere Schwäche war mehr, dass wir gerne etwas zu hoch geflogen sind, wenn es uns gut gelaufen ist. Dafür hatten wir aber auch Mühe, aus dem Loch zu finden, wenn es nicht so lief, wie gewünscht.

Was können wir von dieser Mannschaft erwarten?

Ich will an dieser Stelle nicht zu grosse Töne spucken. Ich hoffe, dass wir generell etwas demütiger werden und nicht sofort in Euphorie verfallen, wenn es mal gut läuft. Das wichtigste ist mir, dass wir als kämpferische Einheit auftreten, dass die Zuschauer unseren Willen erkennen. Wenn uns das regelmässig gelingt, dann wird sich auch der Erfolg einstellen.

Auf dem Papier muss man Kloten und Ajoie als stärkere Teams einstufen.

Dass wir nicht in einer Favoritenrolle sind, könnte für uns wiederum ein Vorteil sein. Vor allem in den Playoffs. Dort waren wir bisweilen wie gelähmt. Wir waren verunsichert und fragten uns wahrscheinlich zu oft: «Was passiert, wenn wir verlieren?».

Denkt man an die spezielle Ausgangslage, dass der Meister direkt in die National League aufsteigt?

Nein, solche Gedanken haben keinen Platz. Zuerst müssen wir beweisen, dass wir gut genug sind.

Trotzdem: Den Kübel in die Luft zu stemmen, muss ja Ihr ultimatives Ziel sein.

Dieses Ziel hat jeder Spieler grundsätzlich immer, egal in welcher Mannschaft er spielt. Aber klar: Es wäre «huere geil», das mit dem EHCO erleben zu dürfen. Das ist meine grosse Motivation, das treibt mich an.

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