Der Kanadier Curtis Gedig ist eine der Neuverpflichtungen des EHC Olten für die bevorstehende Saison. Der 190 cm grosse und 93 kg schwere Verteidiger spielte vergangene Saison in der norwegischen Topliga beim Team Stjernen und schloss die Qualifikation mit 52 Skorerpunkten aus 43 Spielen ab. Nun freut er sich auf die neue Herausforderung beim EHC Olten.

Curtis Gedig mit seiner Freundin bei der Ankunft am Flughafen Zürich

Curtis Gedig mit seiner Freundin bei der Ankunft am Flughafen Zürich

Gedig, der mit seiner norwegischen Freundin anreiste, verbrachte den Frühsommer zuhause in Kelowna, wovon er nun am Freitag via Vancouver nach Zürich flog. EHCO-Betreuer holten den Kanadier am Flughafen ab. Im Kleinholz wurde er sogleich von Headcoach Maurizio Mansi und Assistent Chris Bartolone empfangen. Nach einem ersten Blick ins Stadion Kleinholz konnte ihn das Oltner Tagblatt in der Kabine ein erstes Mal interviewen.

Noch vor Interviewbeginn schaut Headcoach Mansi in die Kabine und witzelt: «Mach noch deine Haare schön!»

Curtis, willkommen in Olten. Wie war der Flug?

Der Flug war gut – und wie er gerade gesagt hat: Man sieht es an meinen Haaren, es war ein langer, verschlafener Flug. Aber jetzt haben wir es geschafft.

Wie ist der erste Eindruck des Clubs und der Stadt?

Ich wurde sehr nett empfangen. Der Club sieht sehr professionell aus und die Stadt und das Stadion sind grossartig. Ich bin aufgeregt.

Was sind Ihre persönlichen Ziele hier in Olten?

Ich habe keine grossen Erwartungen. Manchmal geht es gut, manchmal weniger gut. Ich werde bestimmt alles geben und hoffe, dass ich die Erwartungen des Clubs erfüllen kann.

Was war der ausschlaggebende Punkt für den Wechsel nach Olten?

Ich weiss es nicht mehr, was wirklich der ausschlaggebende Punkt war. Letzte Saison war es ein langer Prozess zwischen den Clubs. Ich bin glücklich, dass es soweit kam und ich nun hier bin.

Was wissen Sie über das Schweizer Eishockey und speziell die NLB?

Ich weiss nicht viel. Ich habe noch gar nicht viel darüber recherchiert. Ich mag das auch nicht. Ich lasse es lieber etwas auf mich zukommen und nehme jedes Spiel, wie es kommt. Ich werde ohnehin jedes Spiel mein Bestes geben und Spass dabei haben.

Curtis Gedig mit seiner Freundin bei der Ankunft am Flughafen Zürich

Curtis Gedig mit seiner Freundin bei der Ankunft am Flughafen Zürich

Was dürfen Team und Fans von Ihnen erwarten?

Ich hoffe, dass ich die Defensive verstärken und mich auch in der Offensive einbringen kann – Tore schiessen, wertvolle Pässe spielen.

Sie haben letzte Saison in Norwegen gespielt. Was denken Sie: Kann man die norwegische Liga und die NLB der Schweiz vergleichen?

Es ist immer schwierig, Ligen zu vergleichen. Vor allem, wenn man in einer gespielt hat und die andere nur vom Zusehen her kennt. Als Zuschauer sieht das Hockeyspiel immer langsamer aus. Und womöglich hat die eine Liga technisch versiertere Spieler, während in der anderen robuster gespielt wird. Ich habe jedoch gehört, dass man die beiden Ligen vergleichen kann – aber ich weiss es nicht. Ich werde es bestimmt sehr schnell herausfinden.

Sie haben den Sommer in Kanada verbracht. Wie sah Ihre Vorbereitung aus?

Die Vorbereitungen in Nordamerika und Europa unterscheiden sich stark. Während man in Nordamerika schon in den Trainingscamps um einen Platz kämpfen muss, ist in Europa vielerorts das Kader im Sommer zusammengestellt. Hier scheint man etwas schlauer vorzugehen. In Nordamerika läuft man Gefahr, schnell auszubrennen und in Europa legt man mehr Wert auf die Erholung des Körpers – die Saison ist extrem lang. Natürlich kämpfst du auch hier im Sommer, aber wir sind nun so früh schon hier – mehr als einen Monat vor dem ersten Spiel. Das gibt dir viel Zeit für hartes Training auf und neben dem Eis.

Wie sehen nun Ihre nächsten Tage aus, bevor am Montag die Saisonvorbereitung mit dem Team losgeht?

Ich weiss es nicht. Vermutlich werde ich schon bald ins Bett fallen und wohl 13 Stunden am Stück schlafen. Und dann werde ich wohl in die Heimat telefonieren und etwas die Stadt erkunden.

Curtis Gedig mit Freundin erhalten bei der Garage Marti ein Geschäftsauto

Curtis Gedig mit Freundin erhalten bei der Garage Marti ein Geschäftsauto