Eishockey
Heim-Schlappe gegen Schlusslicht: Zuchwil geht gegen Aarau mit 2:3 unter

Der 1.-Liga-Leader unterliegt dem EHC Aarau zu Hause nach Penaltyschiessen mit 2:3. Dabei präsentierten sich die Eisherren überraschend hüftsteif, während Aarau mit einer soliden Verteidigung nur wenig zuliess. Ist jetzt sogar Platz 1 in Gefahr?

Stefan Siegrist
Drucken
Blieb ohne Einfluss aufs Spiel: Oliver Hojac.

Blieb ohne Einfluss aufs Spiel: Oliver Hojac.

Nach Punkten war die Vorrunde der Masterround für den EHC Zuchwil Regio absolut in Ordnung. Was die einzelnen Leistungen anbelangt, konnte sich Trainer Stefan Gerber allerdings nicht zufrieden erklären: «Die Delle ist langsam vorbei, die Zeichen deuten langsam nach oben. Wir wollen vermehrt den 4. Block auch laufen lassen, sodass wir einen guten Rhythmus aufnehmen können.» Seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft hat sich das Lazarett von Zuchwil derart gelichtet, dass der Trainer nun vor jeder Partie gar einen Akteur auf die Tribüne schicken muss.

Vor Jahresfrist musste Gerber noch Stürmer zu Verteidigern umfunktionieren, damit er mit vier Backs spielen konnte. Heute sieht die Situation anders aus, Gerber schöpft aus dem Vollen und hat in den Trainings einen Konkurrenzkampf.

Die Partie begann für die Eisherren nicht wie gewünscht. Pfister-Backup Reto Lüthi musste schon in der 2. Minute erstmals die Scheibe passieren lassen. Für Aarau traf Christoph Frei mit seinem ersten Abschluss. In der Folge kamen die Solothurner zwar in die Partie, zwingende Aktionen liessen sie vermissen. Das Schlusslicht der Masterround präsentierte sich wie schon im Hinspiel defensiv kompakt und liess nicht allzu viel zu. Somit konnte der Zuchwil-Coach seine Ziele im ersten Abschnitt nicht umsetzen, denn für seinen 4. Block gab es kaum Einsatzzeit.

Das Bild der Begegnung besserte sich auch nach der ersten Pause kaum. Es fehlte Pfeffer, Verbissenheit und es schien als ob man sich bereits für die Playoffs schone. Die Gastgeber agierten noch immer hüftsteif und brachten kaum Passstaffeten zusammen. Dennoch glich Fabian Steiner kurz nach Hälfte der Zeit zum 1:1 aus. Das Eis war gebrochen – so dachte man. Aber Zuchwil tat sich noch immer schwer und gelangte kaum zu guten Tormöglichkeiten. Die Aarauer hielten bisweilen an ihrem Konzept fest, machten ab der Mitte dicht und suchten ihre Chance in den Kontern. So erstaunte es kaum, dass im Mitteldrittel keine weiteren Tore fielen.

In der 50. Minute schockte Bula Zuchwil Regio mit dem 2:1 für den Aussenseiter. Der Leader machte zu viele Geschenke und liess sich zu oft von kleinen Provokationen aus der Bahn lenken. Nun war dem allerdings zu viel, postwendend konnten die Eisherren wieder zum 2:2 durch Dominic Lüthi ausgleichen. Zu mehr reichte es an diesem Abend jedoch nicht. Die beiden Kontrahenten mussten zuerst in die Overtime, wo kein weiteres Tor fiel. Die Entscheidung fiel somit im Penaltyschiessen. In diesem behielt der EHC Aarau die Oberhand. Torhüter Mathis war eine Wand und parierte alle Versuche Zuchwils. Auf der Gegenseite trafen die beiden ersten Schützen, sodass sich die Gäste aus dem Aargau den Zusatzzähler sicherten. Für Zuchwil geht es am Samstag gegen Wiki weiter, eine Steigerung ist gefordert, ansonsten könnte es um den 1. Platz nochmals eng werden.

Aktuelle Nachrichten