Handball
Die Frauen des HV Olten liegen im Aufstiegsrennen nach einem Fehlstart in Rücklage

Die Frauen des HV Olten verlieren das ersten Barragespiel um den Aufstieg in die NLA gegen den HV Herzogenbuchsee 21:24. Trotzdem sind die NLA-Chancen noch intakt. Dazu müssen die Oltnerinnen im Rückspiel am Samstag aber besser aus den Startlöchern kommen.

Marcel Kuchta
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Oltens Hannah Bopp (l.) gegen die Buchserin Anina Steiner.

Oltens Hannah Bopp (l.) gegen die Buchserin Anina Steiner.

André Albrecht

Als die Schlusssirene in der Giroud-Olma-Halle ertönte, da sanken die Spielerinnen des HV Olten enttäuscht in die Knie. Einige verdrückten ein paar Tränen, andere suchten mit ihren leeren Blicken irgendwo halt. Oltens Co-Trainer und Sportchef Christian Müller machte die Runde, spendete hier Trost, sprach dort ein paar aufmunternde Worte, ehe sich die ganze Equipe in der Spielfeldmitte zusammenrottete und sich bereits auf die nächste Aufgabe einschwörte. Denn auch wenn diese 21:24-Niederlage im ersten Barrage-Duell gegen das NLA-Team des HV Herzogenbuchsee verloren gegangen war, so blieb am Ende die Erkenntnis, dass dieser Gegner durchaus in Reichweite liegt. Am Samstag erfolgt in Herzogenbuchsee bereits das Rückspiel.

Die Notbremse nach dem Kaltstart

Klar ist, dass die Oltnerinnen dann besser in die Partie kommen müssen. Zwar führte der HVO in diesem ersten Barrage-Duell früh mit 1:0 und 2:1, doch dann riss der Faden komplett. Nach einer Viertelstunde stand es 9:4 für die Gäste. Das Oltner Trainerduo Müller/Bichsel sah sich gezwungen, die Notbremse zu ziehen und nahm ein Timeout. «In der Startphase hat man gemerkt, dass wir in den letzten Wochen keine richtigen Ernstkämpfe mehr hatten», sah Müller seine Befürchtungen, wonach die sich seit vielen Spielen im sportlichen Überlebenskampf befindlichen Buchserinnen den Wettkampfrhythmus schneller finden würden, bestätigt.

Erst nach dem 4:10 und einem Goaliewechsel kamen die HVO-Frauen endlich in die Gänge. Sie hatten sich allerdings in ein derart tiefes Loch gebuddelt, dass das Spiel in der Folge einem ständigem Kampf mit dem Gegenwind glich. Doch, und das muss man den Oltnerinnen hoch anrechnen: Sie gaben auch nach diesem Horrorstart nie auf, sondern kämpften sich mit einer beeindruckenden Zähigkeit zurück in die Partie. Bis zur Pause hatte man den Rückstand auf drei Längen reduziert (10:13). Und als in der 38. Minute Cedrine Zanitti der Ausgleich zum 16:16 gelang, da dachte der Grossteil der 50 Zuschauer, die mit Trommeln, Glocken und Hupen für eine echte Playoff-Atmosphäre sorgten, dass diese Partie nun doch noch kippen könnte.

Nina van Polanen als Offensivmotor

Bis zum 21:21 nach 56 Minuten bewegten sich die beiden Teams dann auf Augenhöhe, wobei bei den Oltnerinnen vor allem Nina van Polanen, mit neun Treffern die beste Schützin ihrer Equipe, für die offensive Musik sorgte. Doch als es ganz am Ende um die Wurst ging, da ging den HVO-Frauen das Benzin aus. Die Buchserinnen machten hinten den Laden geschickt dicht, die Oltnerinnen fanden vorne kein Rezept mehr und kassierten selber noch drei Tore. Was am Ende zu dieser bitteren 21:24-Niederlage und den enttäuschten Gesichtern führte.

Aber allem Frust zum Trotz: Der Aufstiegszug ist noch lange nicht abgefahren. «Zum Schluss ist die Niederlage etwas zu hoch ausgefallen. Da hat uns am Ende etwas die Routine gefehlt», befand Christian Müller.

«Aber für uns ist noch überhaupt nichts verloren. Ich bin überzeugt, dass wir das Ganze am Samstag noch zu unseren Gunsten kehren werden.»

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