Handball
Der HSC Suhr Aarau sichert sich das Playoff-Heimrecht

Nach dem hart erkämpften 29:27 (11:11)-Sieg gegen die Grasshoppers treten die Suhrer nächste Woche gegen Kriens-Luzern um Quali-Platz 3 an. Es geht um die optimale Ausgangslage im Hinblick auf die am 5. Mai beginnenden Playoffs.

Alexander Wagner
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Anton Prakapenia (links, GC) gegen Suhrs Captain Tim Aufdenblatten.

Anton Prakapenia (links, GC) gegen Suhrs Captain Tim Aufdenblatten.

Alexander Wagner / FOTO Wagner

Im letzten Meisterschaftsspiel gegen den RTV Basel überfuhren die Suhrer den Gegner von Beginn an und die Partie war bereits vor dem Seitenwechsel entschieden. Gegen die physisch deutlich stabileren Grasshoppers gelang dies keineswegs. Im Gegenteil: Kurz nach dem Start lag GC Amicitia bereits mit 5:1 in Führung.

Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fingen sich die Aargauer, angeführt von Rückraumakteur Tim Aufdenblatten und Goalie Leo Grazioli: Dem vorgezogenen Captain gelangen einige Steals, auch sonst konnte er die Abwehr stabilisieren und der eingewechselte junge Keeper war sofort im Spiel. Er erreichte eine Abwehrquote von über 40 Prozent.

Diesen Schwung konnten die Suhrer in die zweite Hälfte mitnehmen und sorgten für die – vermeintliche – Vorentscheidung. Doch eine erneute Schwächephase führte noch einmal für etwas Spannung. «Da haben wir einfach zu viele Gegenstösse kassiert», war sich Grazioli bewusst und ergänzte selbstkritisch: «Auch ich muss ein, zwei Bälle mehr wegnehmen.»

Aufdenblatten und Zehnder als treffsicherste Suhrer

Aber die Aargauer um Aufdenblatten und Topscorer Manuel Zehnder brachten das Spiel am Ende doch sicher nach Hause. Der Captain war mit sieben Treffern erneut der beste Werfer seines Teams, Zehnder traf ein halbes Dutzend Mal. Dabei blieb er in fünf Versuchen vom Siebenmeterpunkt fehlerlos. Und das gegen einen in der ersten Halbzeit stark spielenden GC-Keeper Nikola Marinovic.

Mit diesem Sieg haben sich die Suhrer den vierten Rang und somit das Heimrecht in den Playoffs, die am 5. Mai beginnen, gesichert. Nächsten Donnerstag wird der HSC Suhr Aarau erneut in der Schachenhalle das TV-Spiel auf «Sport 1» austragen: Diesmal gegen den HC Kriens-Luzern. Zwar haben die Aargauer noch eine – wohl rein theoretische – Chance, sich den dritten Rang zu ergattern. Doch dafür war der Sieg gegen GC zu knapp und das Team des ehemaligen Suhrer Goalgetters Goran Perkovac wird diesen Platz wohl verteidigen können.

Endingen heute Abend bei Pfadi Winterthur

Hingegen ist für den zweiten Aargauer NLA-Club jetzt auch klar, dass sie gegen GC Amicitia Zürich um den Ligaerhalt kämpfen müssen. Die Zürcher können den RTV Basel nicht mehr überholen. In der letzten Partie gegen GC gingen die Endinger deutlich unter. Zuerst muss sich das Team von Trainer Zoltan Majeri heute noch in Winterthur gegen Pfadi behaupten.

Telegramm

HSC Suhr Aarau - GC Amicitia 29:27 (11:11)

Schachenhalle. – 1 Zuschauer. – SR: Hennig/Meier. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen SUhr Aarau. 3-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia.
HSC: Marjanac (1 Parade)/Grazioli (10); Willecke, Reichmuth (1 Tor), Zehnder (6), Ferraz (3), Diogo (2), Aufdenblatten (7), Parkhomenko (3), Poloz (3), Strebel (2), Slaninka (2).

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