Für den Aufsteiger Subingen ist der Zug in der Gruppe 3 bereits zur Halbzeit abgefahren. Nur ein magerer Punkt – ein 1:1 am fünften Spieltag gegen den Zweitletzten Lerchenfeld – schaute in der Vorrunde heraus. In den letzten sechs Spielen traf der FC Subingen nur einmal ins Schwarze, während der ganzen Vorrunde nur sechsmal. Die 41 Gegentore sind ebenfalls Negativwert der Liga.

Der Rückstand auf einen rettenden Tabellenplatz beträgt 14 Punkte. «Wir setzen uns natürlich mit der Rückkehr in die 2. Liga auseinander», sagt Daniel Wiedmann, Präsident des FC Subingen und Spieler der ersten Mannschaft. «Die Planung wäre aber auch zweigleisig verlaufen, wenn wir jetzt 15 Punkte auf dem Konto hätten.»

«Es fehlt überall ein bisschen etwas»

Das Team sei in der Vorrunde oft für gute Leistungen nicht belohnt worden, begründet er die dürftige Ausbeute: «Am Ende ist es halt doch eine Qualitätsfrage. Wir brauchen zu viele Chancen, erhalten zu leicht Gegentore, es fehlt überall ein bisschen etwas.» Als positiv bezeichnet er die Stimmung im Team sowie die Motivation der Spieler: «Jeder hat bis zum letzten Match mit hundert Prozent Einsatz am gleichen Karren gezogen.»

Zu verringern gelte es die vielen Abwesenheiten. «Wir müssen alles daransetzen, dass wir wieder den nötigen Konkurrenzkampf hinbekommen. Wir werden in der Vorbereitung gut trainieren, uns im Rahmen der Möglichkeiten eventuell punktuell verstärken, aber nicht alles auf den Kopf stellen. Wir bleiben auch in dieser Situation ruhig, wie es unsere Art ist beim FC Subingen.»

Luft draussen nach Derbysiegen

In der Gruppe 5 müssten nach Halbzeitstand zwei Solothurner Klubs runter in die 2. Liga: der FC Dulliken und der FC Wangen b. Olten. Die Wangner absolvieren nach dem Abstieg aus der 1. Liga ihre zweite Saison in der 2. Liga inter. Jetzt droht der Fall in die Regionalliga.

Dabei hatte es nach den ersten Spielen der neuen Saison noch komfortabel ausgesehen für die Wangner. Das Team von Felipe Giacomini, welcher im Sommer das Traineramt von Juan Castro übernommen hatte, startete mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Meisterschaft. Die sechs Punkte resultierten aus den Derbys gegen Olten (3:0) und Dulliken (6:1). Dementsprechend gut war die Stimmung auf der Chrüzmatt nach vier Runden.

Doch es blieb bei den beiden Siegen gegen die Nachbarn. Aus den folgenden neun Partien schauten nur noch drei Unentschieden heraus. Mit 14 Toren stellen die Wangner den zweitlahmsten Sturm der Gruppe 5. Der FCW liegt auf dem zweitletzten Rang, die Nicht-Abstiegsplätze sind immerhin in Reichweite. Vier Punkte gilt es wettzumachen.

Die Leistung war nicht gut genug

«Wir haben unser erstes Etappenziel, bis zur Winterpause über dem Strich zu bleiben, klar verpasst», bilanziert Trainer Giacomini. Ausreden gebe es keine: «Die Resultate und auch unsere Klassierung sind verdient. Die Leistungen waren nicht gut genug, das müssen wir so akzeptieren und vorwärtsschauen. Wir haben den ganzen Winter und die Rückrunde Zeit zum Korrigieren.» Der FC Wangen b. Olten braucht eine Handvoll neuer Spieler, so Giacomini. «Wir waren in der Vorrunde immer nur elf, zwölf Spieler, das war unser grosses Problem. Ich konnte meistens nur einmal wechseln pro Match. Wir brauchen in der Rückrunde ein 18-Mann-Kader.»

Positives Fazit beim FC Dulliken

Direkt vor Wangen, mit einem Zähler mehr auf dem Konto, beendete der FC Dulliken die Vorrunde. Die Niederämter hofften noch auf den späten Sprung über den Strich, unterlagen zum Abschluss der Vorrunde am Samstag aber im Sechs-Punkte-Spiel dem Rivalen FC Olten auswärts mit 2:3. In der Fremde holten die Dulliker in sechs Spielen nur einen Punkt, zu Hause feierten sie dagegen drei Vollerfolge.

Dulliken verlor insgesamt viermal mit einem Tor Unterschied. Es wäre also sogar noch etwas mehr möglich gewesen, aber nach dem kompletten Neuanfang im Sommer, nur drei Spieler vom letztjährigen Kader sind geblieben, ist es schon ein Erfolg, noch in Schlagdistanz zu sein.

Besser als erwartet

Das sieht Präsident Ueli Schenk ähnlich. Er hatte erwartet, dass die neu formierte Mannschaft vor allem zu Beginn der Saison noch mehr Mühe bekunden würde. «Ich habe mir die Vorrunde insgesamt schwieriger vorgestellt. Dass wir von Spiel zu Spiel besser werden, durfte man erwarten. Dass wir aber von Anfang an bei den Leuten sind, vielleicht nicht gerade in jedem Spiel auf Augenhöhe, hat mich schon etwas überrascht und natürlich sehr gefreut.»

In der Abwehr und auch ganz vorne im Angriff fehle dem Kader noch die nötige Breite. «Wir werden uns sicher nach zwei Verstärkungen umschauen in der Winterpause», sagt Schenk. «Aber alles im Rahmen. Wir setzen den eingeschlagenen Weg fort, auch wenn wir absteigen sollten.» Zum jetzigen Zeitpunkt ist Schenk zuversichtlich, dass es nicht so weit kommen wird.

Auf Platz acht getrickst

Der einzige Klub im grünen Bereich ist der FC Olten. Mit dem vierten Heimsieg in Serie schnappten sich die Oltner am letzten Spieltag der Vorrunde den achten Rang. Gar nicht so schlecht angesichts der Turbulenzen in den letzten vier Monaten: Zuerst durfte Trainer Flavio Catricalà nicht bleiben, was zum Abgang einiger Spieler führte. Danach kam die Posse um Kurzzeit-Präsident Roger Grimm mit illusorischen Verträgen. Erneut sprangen Spieler ab. Viele Neue, auch aus dem Ausland, von der zweiten Mannschaft und sogar B-Junioren, füllten die entstandenen Lücken.

Die Trainer Ryszard Komornicki, Petar Aleksandrov und Mirko Pavlicevic mussten immer wieder in die Trickkiste greifen, was die Startaufstellungen betrifft. Obwohl auch ihnen falsche Versprechungen gemacht wurden, erledigten sie ihren Job bis zum Ende der Vorrunde gewissenhaft.

Wie es weitergeht im Trainerstab, wird sich bald zeigen. Komornicki liess seine Zukunft noch offen, es klang allerdings nach Abschied. Aleksandrov soll offenbar bleiben, auch als Sportchef. Dieser ist jetzt definitiv gefordert. Auch die Oltner brauchen Zuzüge, um in der zweiten Saisonhälfte mit einem konstanten und genügend grossen Kader operieren zu können.