Oltens Trainer Juan Castro hat auf dem Transfermarkt noch einmal gewirbelt. Die Zuzüge von Torhüter Robert Petrovic, Verteidiger Drazen Savic und Angreifer Matteo Muscia waren bereits Ende Januar im Trockenen (wir berichteten).

Mittlerweile hat der Vierte der 2. Liga inter sein Kader für die Rückrunde mit zwei weiteren Transfers komplettiert. Vom SC Zofingen stiess Offensivspieler Valdimiro Quinjica zum FC Olten.

Juan Castro kennt den 23-jährigen gebürtigen Angolaner schon lange. «Als er noch ganz jung war, holte ich ihn zum FC Dulliken, danach zum FC Wangen», so Castro. Er hätte Quinjica gerne schon im Sommer verpflichtet, der SC Zofingen war aber schneller. «Schön, dass es nun doch noch geklappt hat», freut sich Castro, «Valdimiro gibt auf dem Platz immer Vollgas und ist ein sehr sympathischer Typ.»

Wirrwarr um Tunahan Canik

Kurios ist die Geschichte um den zweiten «Neuling»: Vor anderthalb Monaten gab der FC Olten den Abgang von Tunahan Canik bekannt. Den besten Torschützen der Vorrunde zog es zum Ligakonkurrenten NK Pajde. Ende Februar meldete sich «Tuni» dann plötzlich wieder bei Juan Castro.

Er sei nicht glücklich bei seinem neuen Verein und wolle zurückkehren. «Ich redete zuerst mit der Mannschaft darüber», stellt Castro klar, «danach diskutierte ich mit Canik selber ein paar grundlegende Dinge und gab ihm dann die zweite Chance.» Die Mitspieler nähmen dem Enfant terrible den Transfer-Wirrwarr nicht übel, sagt Castro: «Die anderen kennen ihn gut und wissen, wie sie mit seinen Eigenheiten umgehen müssen.»

Ebenfalls nicht neu im Kader des FC Olten ist Felipe Giacomini, der im Sommer vom FC Langenthal kam. Doch der 31-Jährige fehlte den Oltnern während der gesamten Vorrunde aufgrund eines Kreuzbandrisses. «Am letzten Samstag gab er sein Comeback. Somit ist er eigentlich auch ein Neuzugang», so Castro.

Abgang von Stürmer Andonov

Getrennt hat sich der FC Olten dafür von Goalgetter Maryan Andonov. Der langjährige Erstliga-Angreifer fand im Winter einen neuen Job und musste zeitlich zurückstecken, was die Trainings betrifft.

«Er wäre gerne bei uns geblieben», kommentiert Castro den Abgang, «doch wenn er nicht voll mittrainieren kann, bringt uns das nichts. Deshalb haben wir entschieden, dass wir uns trotz seiner starken Vorrunde von Maryan trennen.» Castro zeigt sich zufrieden mit der Kaderplanung. Die neuen Spieler brachten viel Qualität ins Team und fachten dadurch den Konkurrenzkampf an.

«Jetzt kann sich keiner mehr verstecken im Training», so Castro, «jeder muss um seinen Platz kämpfen.» Besonders angetan war Castro in der Vorbereitung übrigens vom Einsatz der jungen Spieler wie Miro Golob, Justin Browne und Rinor Slishani: «Sie alle haben noch einmal einen grossen Schritt nach vorne gemacht.»

Cup-Match verschoben

Eigentlich hätte der FC Olten morgen sein erstes Pflichtspiel im neuen Jahr austragen sollen. Doch das Cup-Quali-Spiel auswärts beim FC Grünstern wurde auf den 29. März verschoben. Castro hat heute als Ersatz ein Training angesetzt. «Am Sonntag sollen die Spieler dann noch einmal ausspannen, bevor am nächsten Wochenende die Rückrunde startet.»

Castro selbst wird sich morgen den Cup-Match Iliria gegen Dornach ansehen, denn der FC Iliria gastiert am kommenden Sonntag zum Rückrundenauftakt auf dem Sportplatz Kleinholz. «Wir sind heiss auf die Rückrunde», verspricht Castro, warnt aber sogleich: «Sie kommen mit dem Messer am Hals nach Olten und müssen unbedingt gewinnen, um den Anschluss zu schaffen. Wir trainierten den ganzen Winter auf dem Kunstrasen und werden uns zuerst an den Platz gewöhnen müssen.»

Castros Ziel für die Rückrunde: ein Platz im gesicherten Mittelfeld der Liga. Und wer steigt seiner Meinung nach ab? «Iliria, Lenzburg und Subingen», tippt der 38-Jährige.