Eishockey
Erste Playoff-Niederlage: Zuchwil unterliegt Wiki-Münsingen mit 1:3

1.-Ligist Zuchwil verliert im dritten Spiel des Playoff-Halbfinals gegen Wiki-Münsingen zu Hause mit 1:3. Am Ende waren es die Eigenfehler, welche den Bernern den Weg zum Sieg ebneten. In der Serie verkürzt Wiki damit auf 1:2.

Stefan Siegrist
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Zuchwils Freddy Stalde kann sich nicht durchsetzen.

Zuchwils Freddy Stalde kann sich nicht durchsetzen.

Marcel Bieri

Der EHC Zuchwil Regio hatte bereits in der dritten Partie die Möglichkeit, den Finaleinzug klar zu machen. Fünf Playoff-Partien, fünf Siege - so die makellose Bilanz der Solothurner bisher. Aber die Leistungen sind noch lange nicht auf dem Zenit. Gerade am vergangenen Dienstag überzeugte die Gerber-Truppe erst im Schlussdrittel. Dass dies für den zweiten Erfolg in der Best-of-Five-Serie genügte, hatten man vor allem seinem starken Goalie Pfister zu verdanken. Es verstand sich von selbst, dass Zuchwil Regio den Sack sofort zu machen wollte, denn ein paar Tage länger Regenerationszeit hat hinblicklich der noch verbleibenden Matches durchaus seinen Reiz.

Im Startabschnitt passierte lange nicht allzu viel. Die beiden Teams neutralisierten sich geschickt. Augenfällig war dabei, dass sich in erster Linie die Gäste mit einer massierten Abwehrreihe, teils mit bis zu vier Mann, präsentierten. Wiki-Münsingen war nicht nur in der Taktik äusserst diszipliniert, sondern auch in seiner Art. Wie bereits am Dienstag agierte Wiki nicht mit der gewohnten Härte und auch die Provokationen blieben mehrheitlich aus. Ob das wohl daran lag, dass Müller als Begierdeobjekt der Provokationen nicht im Aufgebot stand? In der letzten Minute wurde es dann doch noch hektisch. Thomas Wegmüller traf nach einem sauber vorgetragenen Konter zum 1:0. Zuchwil reagierte umgehend und traf bereits 17 Sekunden später durch einen Hammerschuss Stalders zum 1:1. Dieses Skore ging zur ersten Pause in Ordnung.

In Drittel 2 erhöhte der Gastgeber die Gangart. Sie drückten auf die Führung, blieben aber immer wieder an Geissbühler hängen. Die junge Ex-Torhüter Zuchwils zeigte eine hervorragende Leistung. Gleichzeitig muss sich Zuchwil der Vorwurf gefallen lassen, dass es seine Chancen, teils auch vor einem leeren Tor, nicht zu nutzen im Stande war. Diese Meinung teilte auch Trainer Gerber: «Wir müssen die Tore machen, wir hatten mehr Anteile.» Den einzigen Treffer im Mittelabschnitt erzielte Wiki-Münsingen durch Studer.

Die Ausgangslage vor den dritten 20 Minuten wiederspiegelte die vom Dienstag. Damals konnte Zuchwil durch drei Treffer die Begegnung noch wenden. Ein zweites Mal gelang ihnen dies aber nicht. Hofstetter traf in der 53. Minute zum 3:1 und machte somit alles klar. «Ihre Treffer waren nicht zwingend, sie resultieren aus Fehlern von uns. Wir hatten mehr Bewegung in unseren Reihen, so hatten wir den Rivalen im Griff. Aber die Effizienz im Abschluss fehlte heute», resümierte Gerber unmittelbar nach der Schlusssirene.

Die Serie steht nun 2:1 für Zuchwil. Am Samstag in Wichtrach kommt die zweite Chance auf den Finaleinzug.

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