Im vierten Testspiel der neuen Saison setzte es für den EHC Olten gegen den EHC Kloten die zweite Niederlage. Nach dem 3:7 gegen Ambri, dem 9:3 gegen Wiki und dem 6:1 gegen Heilbronn unterlagen die Powermäuse den Zürchern mit 4:6.

Es war in einem hektischen und von vielen Fehlern geprägten Spiel eine verdiente Niederlage für die Oltner, die mit dem physischen Spiel der Klotener oft Mühe hatten und sich immer wieder aus dem Konzept bringen liessen. «Es machte manchmal den Eindruck, als ob Junioren gegen Erwachsene spielen», befand EHCO-Trainer Fredrik Söderström, der nicht wirklich glücklich war über den Auftritt seiner Mannschaft.

Da der Schwede Vorbereitungsspielen bekanntlich nicht allzu viel Wichtigkeit beimisst, mochte er aber nicht gross hadern. «Aber jede Niederlage nervt mich. So bin ich», sagte Söderström. Doch auch er weiss, dass es noch früh in der Saison ist und der Lernprozess der vielen neuen Spieler und des Trainer-Duos selbst in vollem Gang ist.

Zeit bleibt noch genügend

Klar ist, dass der EHC Kloten, bei dem neu der Langenthaler Meistertrainer Per Hanberg an der Bande steht, für den EHCO in der neuen Saison ein grosser Konkurrent im Kampf um die Spitzenplätze sein wird. Die Klotener zeigten immer wieder, dass sie besonders in der Offensive mit ihren neuen Söldnern Rob Figren und Eric Faille sowie dem Schweiz-Kanadier Dominic Forget über gefährliche Waffen verfügen, die die Oltner am Samstagabend selten in den Griff bekamen.

Aufseiten des EHC Olten, bei dem der rekonvaleszente Ausländer Gary Nunn fehlte (er dürfte am Dienstag gegen Thurgau endlich sein Debüt im EHCO-Dress geben), überzeugte vor allem der nominell dritte Sturm mit dem physisch starken Center Michael Rudolf und dem gross gewachsenen Esbjörn Fogstad Vold.

Ansonsten durften die etwas mehr als 1000 Zuschauer im Kleinholz-Stadion konstatieren, dass die Mannschaft mit viel Leidenschaft zu werke geht, dabei aber oft auch etwas überhastet agiert. Aber eben: die Vorbereitungsphase läuft. Es bleibt genügend Zeit, weiter an den Details zu arbeiten.