Eishockey
Erfolgreicher Finalauftakt für Zuchwil

Die Solothurner Erstliga-Eishockeyaner gewinnen das attraktive erste Finalspiel gegen Lyss mit 5:1.

Stefan Sigrist
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Mathias Hirsbrunner (l.) und Marco Pistolato kämpfen vor dem Lysser Tor.Bieri

Mathias Hirsbrunner (l.) und Marco Pistolato kämpfen vor dem Lysser Tor.Bieri

Viel Zeit zur Erholung und zum Feiern bekam Zuchwil Regio nicht. Nach dem Finaleinzug am Dienstag bekamen die Akteure von Trainer Stefan Gerber am Mittwoch frei und ab Freitag galt die volle Aufmerksamkeit dem SC Lyss. Die Seeländer, welche ihren Halbfinal in vier Partien gewannen, hatten zumindest eine gesamte Woche Pause. Dennoch, zu Beginn des Matches wirkten die Zuchwiler ein wenig spritziger. Sie schienen den Rhythmus aus der harten Wiki-Serie mitgenommen zu haben. Zählbares schaute auf beiden Seiten nicht heraus. Denn Zuchwil wie Lyss agierten hoch konzentriert und sicherten ihre Defensivzonen hervorragend ab.

Das erste Drittel gehörte über die ganze Distanz gesehen Zuchwil, sie riskierten mehr und drückten auf die Führung. Die Gäste zeichneten sich durch solide Verteidigungsarbeit aus, das Konzept der Lysser ging hundertprozentig auf, denn es blieb bis zur ersten Sirene torlos.

Taktik war Reinfall

In der 23.Minute durchbrachen die Gastgeber erstmals die Lysser Mauer. Marco Müller leistete die Vorarbeit und Kummer musste nur noch ins leere Tor einschieben – der Final 2012 war lanciert. Die Seeländer blieben auch ob
des Rückstands aufs Kontern fokussiert. Diese Taktik erwies sich allerdings kurz nach Hälfte der Partie als Reinfall. Denn innert einer Minute erhöhten Müller und Steiner auf 3:0 und die Gäste standen mit dem Rücken zur Wand.

Danach nahm Lyss-Trainer Beutler sein Time-out, nach welchem seine Spieler hinten die Schleusen öffneten und nun auch gegen vorne mehr Druck erzeugten. Der Effort zahlte sich rasch durch das 3:1 von Krebs aus. Mit diesem Skore ging es in die zweite Pause. Zuchwil-Trainer Gerber nach der Partie: «Nach dem 3:0 agierten wir lässig und zu wenig konsequent. Der Gegner hatte viel zu viel Raum.»

Pausenpauke

Die Lysser kamen nochmals frisch geladen aus der Kabine und wollten den ersten Erfolg. Sie drückten nun auf den Anschlusstreffer, welcher allerdings nicht kam. Auf der anderen Seite fuhr der junge Hojac nach einem Befreiungslob von Malicek allein aufs Gehäuse von Häuselmann. Diese Chance liess er sich nicht entgehen und das 4:1 war die Entscheidung. Danach waren beide Seiten gedanklich wohl bereits in der zweiten Finalpartie. Denn einzig Frutig traf noch zum 5:1-Endstand.

Zuchwil-Trainer Gerber durfte mit seiner Mannschaft zufrieden sein: «48 Minuten waren wir konsequent, so stelle ich mir das vor. Für die anderen 12 Minuten musste sich das Team vor dem letzten Drittel eine Pausenpauke anhören. Wichtig ist nun, dass wir nicht die falschen Lehren aus dem ersten Sieg ziehen. Wir werden am Montag ein stark verbessertes Lyss sehen.»

Bereits am Montag geht es in Lyss weiter. «Wir werden heute etwas machen müssen. Der Fokus gilt den Details», so Gerber.

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