Chris Bartolone musste erst einmal tief durchatmen, bevor er seine Einschätzungen zur 3:4-Niederlage seiner Mannschaft nach Verlängerung schilderte. Es war eine nervenaufreibende Partie gewesen – sowohl auf als auch neben dem Eis. Und aus Oltner Sicht musste man mit zwiespältigen Gefühlen auf den zweiten Halbfinal zurückblicken. Auf der einen Seite war der Sieg der Langenthaler verdient. Auf der anderen Seite durfte sich der EHC Olten aber auch darüber nerven, dass man die sich bietenden Möglichkeiten, das wichtige Break zu holen, nicht nützte. Das ärgerte letztlich auch Bartolone ein wenig: «Wir hatten genügend Chancen, das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden.»

"Das hat uns den Sieg gekostet"

Der Amerikaner dachte dabei natürlich vor allem an die 110 Sekunden dauernde, doppelte Überzahl im letzten Drittel. Oder an das Powerplay gleich zu Beginn der Verlängerung. Beide Möglichkeiten liessen die Oltner ungenutzt verstreichen. «Das hat uns den Sieg gekostet. Es ist oft so, dass solche Situationen Spiele entscheiden. Diese verpassten Gelegenheiten waren entscheidend. Da müssen wir ganz einfach konzentrierter agieren», unterstrich Chris Bartolone.


Der EHCO-Headcoach zeigte gleichzeitig aber auch Respekt vor der Leistung des Gegners, der sich auch durch die für ihn wenig vorteilhafte Regelauslegung der Schiedsrichter nicht aus der Bahn werfen liess. «Langenthal spielte sehr hart. Sie waren extrem motiviert, auch in der Verlängerung. Man merkte, dass sie um jeden Preis verhindern wollten, mit einem 0:2-Rückstand zurück nach Olten zu kommen. Sie haben einen weiteren Gang gefunden. Das muss uns im nächsten Spiel auch wieder gelingen.»

Kein Grund für Zweifel

Das nächste Spiel steht bereits am Freitagabend (19.45 Uhr) auf dem Programm. Chris Bartolone hofft, dass seine Mannschaft dann wieder selbstbewusster und entschlossener auftritt. «Wir müssen an uns und unsere Fähigkeiten glauben. Klar vermissen wir ein paar starke Spieler. Aber wir sind immer noch ein sehr gutes Team. Es gibt keinen Grund, zu zweifeln.»