EHC Olten

EHCO-Chläuse im Torrausch: Olten schlägt mit viel Spektakel die EVZ Academy 10:5 - Garry Nunn schiesst drei Tore

15 Tore - was für ein Samichlaus-Spiel im Kleinholz! Der EHC Olten, im roten Samichlaus-Dress spielend, fertigt die EVZ Academy mit 10:5 ab. Im Zentrum des Geschehens: Garry Nunn, der drei Tore schiesst und zwei Mal assistiert.

Ein wuchtiger Schuss in den Torhimmel besiegelt Garry Nunns Hattrick, die Zuschauer erheben sich zu Ovationen. Mit seinem fünften Skorerpunkt des Abends lässt der Mann des Spiels die Stängeli-Saisonpremiere Tatsache werden. Das 10:5 bedeutete gleichzeitig den Abschluss eines ereignisreichen Spiels voller Spektakel, das ganz im Zeichen eines vom Klub veranstalteten Samichlaus-Eventabends stand. 3577 Zuschauer waren gekommen (EHCO-Allzeitrekord eines Academy-Heimspiels!), um die letztlich perfekte Werbung für den Eishockeysport mitzuerleben. Viele Zuschauer hatten eine Ticket-Aktion des EHC Olten genutzt, bei welcher sich Saisonabobesitzer ein zusätzliches Ticket ergattern konnten.

«Das war eine grossartige Show über 60 Minuten. 15 Tore – ich denke, wir haben etwas geboten», bilanzierte Trainer Fredrik Söderström. «Und wissen Sie, was das Verrückte ist? Beim ersten Heimspiel vor zweieinhalb Monaten gegen die EVZ Academy gewannen wir noch 1:0 – und nun ein solches Spiel!», zeigte er sich selbst überrascht und erwähnte stolz, welche Entwicklung zu einem Spitzenteam seine Spieler hinter sich haben.

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Die 13-Punkte-Sturmlinie

Tatsächlich liessen sich die Powermäuse trotz Fehlstart nicht aus der Bahn werfen. Zu jedem Zeitpunkt stand ausser Frage, an wen die drei Punkte gehen würden. Zu dominant, zu selbstsicher, zu zielstrebig trat der EHC Olten auf. Im Mitteldrittel schafften es die Oltner, die Überlegenheit auch auf das Papier zu bringen. Innerhalb von vier Minuten stellten Knelsen, Rexha, Schirjajew und Haas auf eine Viertore-Führung.

Und schliesslich sorgte Garry Nunn mit seinem Hattrick für einen 10:5-Sieg, der nicht einmal zu hoch ausfiel. So mussten die Akademiker letztlich resigniert feststellen, dass fünf Tore gegen den EHC Olten nicht reichen sollten. Auch, weil wiederum Oltens erste Sturmlinie ihren Beitrag zur grossen Show ablieferte. Garry Nunn verbuchte fünf Skorerpunkte (3/2), Stan Horansky (1/3) und Dion Knelsen (1/3) beendeten die Partie mit jeweils vier. Aber auch die Linie um Doppeltorschütze Lukas Haas steuerte drei Tore bei.

Chläuse im Torrausch! An diesem Torfestivalabend ging fast schon unter, dass das dritte ­EHCO-Tor des Abends durch Philipp Rytz der 100. Saisontreffer war. Nur Ajoie knackte die Marke noch schneller als der EHC Olten – ein gutes Zeichen für den weiteren Verlauf der ­Saison.

«Es wäre falsch, sich über diese fünf Gegentore zu beklagen»

Einziger Makel an diesem Abend war die defensive Leistung. So stand es nach 20 Minuten lediglich 3:2, weil die Zuger aus vier Torschüssen zwei Treffer erzielten. Auch in der Folge blieben die Zuger in Lauerstellung und kamen zu drei weiteren, teils kuriosen, Treffern.

Trainer Söderström nahm die mangelnde Sorgfalt im Defensivspiel für einmal gelassen zur Kenntnis: «Wir waren so viel besser. Das Problem war: Umso mehr man das Gefühl erhält, das deutlich bessere Team zu sein, desto verspielter wird man. Es war eines dieser Spiele, die es schwierig machen, Fehler zu analysieren. Ich mochte die Einstellung, die Leidenschaft und den Siegeswillen der Spieler. Es wäre deshalb falsch, mich nun über diese fünf Gegentore zu beklagen.»

Der zweitplatzierte EHC Olten steht nun vor der zweiten zehntägigen Nationalmannschaftspause. Am Dienstag, 17. Dezember, setzen dann die Powermäuse mit dem Heimspiel gegen Sierre (19.45 Uhr) zum Jahres-Schlussspurt mit 5 Spielen innert 12 Tagen an.

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