Kommentar

EHC Olten: Der Spagat in der Identitätskrise

Beim EHC Olten vertraut man Trainer Fredrik Söderström.

Beim EHC Olten vertraut man Trainer Fredrik Söderström.

Nach dem enttäuschenden Playoff-Out gegen Langenthal ist das Wehklagen im Umfeld des EHC Olten mal wieder gross. Vieles wird in Frage gestellt, Untergangsszenarien haben in gewissen Fankreisen Hochkonjunktur. Der Glaube daran, dass dieser Klub irgendwann mal etwas gewinnen wird, wurde mit der Pleite gegen den in den letzten Jahren so erfolgsverwöhnten Erzrivalen in seinen Grundfesten erschüttert.
Wir erinnern uns: Der aktuelle Verwaltungsrat unter der Führung von Präsident Marc Thommen hat im Vorjahr eine umfassende Sanierung der ziemlich in Schräglage geratenen EHC Olten AG in die Wege geleitet. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und wird durch die nun fehlenden Playoff-Einnahmen zweifellos noch einmal verkompliziert. Gleichzeitig bewegt man sich in einem ungeduldigen Umfeld, welches sich nach nichts mehr sehnt, als nach dem Erfolg.

Hohe, sportliche Ambitionen, eine grosse Erwartungshaltung, kombiniert mit einer klammen Kasse. In diesem Spannungsfeld wird gerne das Bild des «Spagats» bemüht, bei welchem man versucht, allen Interessen gerecht zu werden. Oder anders ausgedrückt: Der EHC Olten befindet sich in einer Art Identitätskrise. Es liegt an der operativen und strategischen Klubführung, den eingeschlagenen Weg auch angesichts sportlicher und finanzieller Turbulenzen nicht aus den Augen zu verlieren.

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