Schweizer Meisterschaft
Die Krönung für Solothurner Junioren blieb gleich zwei Mal aus

An den Junioren Schweizer Meisterschaften haben die Solothurner Nachwuchscracks im Tennis Tamara Arnold und Mischa Lanz die Silbermedaille im Einzel gewonnen – zum Titel hat beiden nicht viel gefehlt.

Fabio Baranzini
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Solothurner Nachwuchs an der Junioren Schweizer Meisterschaft
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Mischa Lanz musste sich erst im Finalspiel geschlagen geben.
Auch Tamara Arnold überzeugte
Das Siegerfoto: Mischa Lanz holt Silber

Solothurner Nachwuchs an der Junioren Schweizer Meisterschaft

Fabio Baranzini

Tamara Arnold (N3, 33) und die Schweizer Junioren Meisterschaften – das passt. In ihrer gesamten Juniorenkarriere ist die 17-Jährige erst ein einziges Mal leer ausgegangen.

Auch bei der diesjährigen Sommerausgabe der nationalen Titelkämpfe hat die Kappelerin abgeräumt und zwei Mal Edelmetall mit nach Hause nehmen dürfen. Gold gabs im Doppel, Silber im Einzel. Es sind die Medaillen Nummer 15 und 16 in ihrem Palmarès.

Ziel knapp verpasst

Wirklich zufrieden ist Tamara Arnold aber nicht. Sie hatte sich den ersten Titelgewinn in der Königskategorie U18 zum Ziel gesetzt. Und hat diesen zum zweiten Mal in diesem Jahr knapp verpasst. «Natürlich sind zwei Medaillen ein gutes Resultat, aber es ärgert mich schon sehr, dass es wieder nicht für den U18-Titel gereicht hat», so Arnold nach dem mit 6:7, 1:6 verlorenen Finalspiel gegen ihre Doppelpartnerin Daniela Vukovic (N3, 35).

«Mein Ziel war ganz klar die Goldmedaille, denn die Schweizer Meisterschaften haben für mich einen sehr hohen Stellenwert und sind eine Herzensangelegenheit. Ich will diesen letzten Titel unbedingt», sagt Arnold, die in den Kategorien U12, U14 und U16 die goldene Auszeichnung bereits in ihrer Sammlung hat. Einziger kleiner Trost: Im nächsten Jahr bieten sich Tamara Arnold die letzten zwei Chancen, den fehlenden Titel doch noch zu gewinnen.

Zuerst wartet aber ein weiteres Highlight auf die Kappelerin. Sie darf nächste Woche zum ersten Mal an den U18-Europameisterschaften in Klosters teilnehmen. Ein prestigeträchtiges Turnier, an dem schon manch späterer Spitzenspieler seine Spuren hinterlassen hat. «Ich hatte nicht mit dieser Selektion gerechnet, da ich zuletzt nicht optimal gespielt habe. Ich freue mich aber extrem darüber, dass ich diese Chance bekomme», so Arnold.

Lanz überzeugt mit Finalqualifikation

Zurück zu den Junioren Schweizer Meisterschaften im Zürcher Oberland, denn dort gab es aus Solothurner Sicht noch weitere erfreuliche Neuigkeiten. Neben den beiden Medaillen von Tamara Arnold hat auch Mischa Lanz (N4, 137) gross aufgespielt und in der Kategorie U16 als Turniernummer fünf die Silbermedaille gewonnen.

Dieser Erfolg war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, denn der 16-jährige Hägendorfer hatte während den letzten Monaten mit einer Verletzung zu kämpfen und konnte nicht so viele Turniere bestreiten wie gewünscht. «Ich hatte zuletzt gut trainiert, konnte zwei Vorbereitungsturniere spielen und habe keinerlei Schmerzen mehr. Ich wusste daher schon, dass es möglich ist, ein gutes Resultat abzuliefern», so Lanz.

Und dieses gute Resultat hat Mischa Lanz definitiv abgeliefert. Er eliminierte auf dem Weg in den Final mit Aaron Schmid (N4, 79) und Henry von der Schulenburg (N4, 71)gleich zwei höher klassierte Kontrahenten. «Auf diese beiden Siege bin ich stolz. Im Halbfinale gegen Henry habe ich mein bestes Match gespielt und konnte mich für die letzten Niederlagen gegen ihn revanchieren», so der 16-Jährige.

Im Final wartete dann der Topfavorit Damien Wenger (N3, 68). Auch in diesem Duell begann Lanz stark und sicherte sich den ersten Satz mit 6:4. Danach wurde Wenger seiner Favoritenrolle aber gerecht, beging immer weniger Fehler und gewann die Sätze zwei und drei mit 6:1, 6:2. «Ich hatte einen guten Beginn, wurde aber danach immer müder. Ich merkte, dass mir die Matchpraxis noch etwas fehlt. Mit der Silbermedaille bin ich aber natürlich trotzdem sehr zufrieden, auch wenn man in einem Final immer gewinnen will», bilanziert Lanz.

Kein Exploit

Die übrigen Solothurner Teilnehmer mussten ihre Ambitionen bereits vorzeitig begraben. Anina Lanz (R4), die jüngere Schwester von Mischa, erreichte in der Kategorie U12 die Viertelfinals. Laura Vetter (R1, U18), Andrin Saner (R1, U16) und Matira Ferrarini (R4, U12) scheiterten allesamt bereits in der zweiten Runde.

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