National League

Der Zuchwiler Marco Müller bei Ambri-Piotta: «Ich sehe mich in einer Leader-Rolle»

Marco Müller will in seiner vierten Saison beim HC Ambri-Piotta so richtig durchstarten. Der gebürtige Zuchwiler möchte noch mehr Einfluss auf das Spiel haben und auch international ein Zeichen setzen.

Das Testspiel gegen den EHC Olten war für Marco Müller eine Art Rückkehr in die Kindheit. In jungen Jahren verbrachte Müller etliche Stunden auf dem Eis im Kleinholz «Als ich klein war, bin ich jede freie Minute hier gewesen, um Hockey zu spielen. Deswegen waren es schöne Erinnerungen, wieder einmal hier zu spielen», sagt der gebürtige Zuchwiler. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie war es jedoch eine spezielle Stimmung. «Es ist halt ein bisschen schade, unter anderen Umständen hätte uns hier wohl ein Hexenkessel erwartet. Ich komme ab und an vorbei, um ein Spiel zu schauen und kenne deswegen die Atmosphäre hier», beschreibt Müller das Spiel vor halbleeren Rängen.

Eine Saison unter speziellen Vorzeichen

An diese Bedingungen wird sich der 26-jährige Angreifer jedoch gewöhnen müssen. «Es wird eine Meisterschaft, wie wir sie noch nie erlebt haben. Ich probiere es positiv zu sehen und das Beste daraus zu machen», sagt Müller über die kommende Spielzeit. «Wir müssen die Vorschriften so gut wie möglich einhalten. Am Ende des Tages lieben wir den Sport und müssen schauen, dass wir die Meisterschaft durchführen können. Wir haben alle mehr davon, wenn wir die Saison durchziehen können auch wenn es mit weniger Zuschauern ist.»

Ambitionierte Ziele für die Meisterschaft

Für die anstehende Saison traut Müller seiner Mannschaft einiges zu. «Vergangene Saison hatten wir Pech mit vielen Verletzungen. Dieses Jahr bin ich sehr positiv eingestellt. Ich habe das Gefühl, dass wir gute individuelle Spieler haben. Wir müssen uns einfach noch aneinander gewöhnen. Ich persönlich schaffe jeden Tag sehr hart, um meine Ziele zu erreichen. Ich will weiterkommen, noch besser werden und mehr Einfluss auf das Spiel haben», erklärt Müller seine ehrgeizigen Ziele. Im Vergleich zur Vorsaison, in der Ambri die Qualifikation auf dem drittletzten Platz beendete, sollen in dieser Spielzeit die Playoffs erreicht werden.

In seiner vierten Saison bei Ambri-Piotta will Marco Müller weiter zum Führungsspieler reifen. «Ich sehe mich in einer Leader-Rolle, das ist aber auch mein Anspruch. Ich bin vor drei Jahren nach Ambri gekommen, um ein Leader zu sein und ich habe seitdem darauf hingearbeitet», sagt Müller über seine Rolle im Team von Ambri-Piotta. Vor seinem Wechsel stand der 26-jährige Angreifer beim SC Bern unter Vertrag. Dort durchlief er die Hockey-Schule der Hauptstädter. Der Schritt in die erste Mannschaft der Berner gelang dem gebürtigen Zuchwiler jedoch nicht wie gewünscht. Deswegen entschied sich Müller, auf die Saison 17/18 hin zu Ambri-Piotta zu wechseln. Der Plan ging auf und Müller etablierte sich im Tessin ohne Anlaufschwierigkeiten zum Stammspieler. Mittlerweile ist er Assistenzcaptain und Schweizer Nationalspieler. Doch Müller will mehr: «Ich setze meine Ziele immer sehr hoch. Der nächste Schritt für mich ist, auch international ein Zeichen zu setzen.» Der Werdegang vom Kleinholz auf die grosse Hockey-Bühne ist jedenfalls noch nicht zu Ende.

Die restlichen Solothurner in der NLA

Rajan Sataric verliess die Rapperswil-Jona Lakers, als diese den Aufstieg in die National League geschafft hatten, in Richtung Biel. Jetzt kehrt der Solothurner an den Zürichsee zurück. Das Ziel des 28-Jährigen ist klar: Bei den Lakers mehr Verantwortung übernehmen und dazu beitragen, dass die St. Galler einen Platz unter den Top-Ten erreichen.

Samuel Walser konnte die Erwartungen, die Fribourg-Gottéron bei der Verpflichtung im Sommer 2018 in ihn gesetzt hat, bisher nur bedingt erfüllen. Der 28-jährige Boninger müsste im Kollektiv der Saanestädter noch mehr Verantwortung übernehmen. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2022. Er muss die Zeit nutzen, seine Karriere neu in Schwung zu bringen.

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