«Minimalziel erreicht», lautet die Überschrift auf der Homepage des HV Olten zum Saisonrückblick der ersten Mannschaft. Verfasst vom Trainerduo Hanspeter Arnold und Christian Roth sowie Sportchef Marco Lorenz.

Die Saison in der 1. Liga sei von Hochs und Tiefs geprägt gewesen. Der positivste Aspekt in der kürzlich beendeten Meisterschaft: «Die Stimmung im Team war jederzeit positiv. Nach Niederlagen baute man sich wieder auf und blickte mit Zuversicht auf das nächste Spiel.»

Verheissungsvoll verlief der Saisonstart. Erst am sechsten Spieltag kassierten die Oltner die erste Niederlage. Sie schlossen die Qualifikation in der Gruppe 3 mit sechs Siegen, drei Unentschieden und fünf Niederlagen auf dem dritten Platz ab.

Mit rund 24,7 Gegentoren pro Spiel stellte der HVO die statistisch beste Abwehr der Gruppe 3. Der beste Skorer der Oltner war Martin Burri mit 77 Toren, gefolgt von Julius Voelkin mit 69 persönlichen Treffern. Mit dem Vorstoss in die Finalrunde war das Minimalziel der HVO-Männer erreicht.

Visp-Match als Knackpunkt

Auch in der Finalrunde gings gut los für die Oltner. Nach fünf Spieltagen belegten sie den dritten Platz und lagen in Schlagdistanz zu den Aufstiegsspielen für die NLB. Den späteren Aufsteiger Emmen schlugen die Oltner im vierten Finalrundenspiel gleich mit 31:18.

Nach einem weiteren Sieg gegen die SG Pilatus kams anfangs März zum kapitalen Duell mit Visp. Der HVO dominierte die Partie lange Zeit, führte nach wenigen Minuten bereits mit sechs Toren, liess in der zweiten Hälfte aber arg nach und kassierte mit dem letzten Angriff des Spiels das Tor zur 23:24-Niederlage.

Schmerzhaft war nicht die Pleite gegen das Schlusslicht der Finalrunde an sich, sondern die verletzungsbedingten Ausfälle von Patrik Born sowie Pascal Schenker. Beide Spieler zogen sich einen Kreuzbandriss zu. Von den letzten acht Finalrundenpartien konnten die Oltner nur noch eine für sich entscheiden und belegten am Ende den siebten Rang.

«Alles in allem war es eine solide Saison», lautet das Fazit von Trainer Hanspeter Arnold. In der kommenden Saison wollen die Oltner auch in der entscheidenden Phase der Meisterschaft auftrumpfen. «Einen weiteren Schritt nach vorne machen», lautet die Devise für 2018/19. «Die Finalrunde erreichen und dort ein gewichtiges Wort um die beiden ersten Plätze mitreden.» Heisst konkret: Der HVO hat sich den NLB-Aufstieg auf die Fahne geschrieben.

Ein Rückkehrer aus der NLA

Mit einem «leicht veränderten Gesicht» werde das Team dieses Vorhaben in der nächsten Saison in Angriff nehmen. Wie die Frauen, welche nach dem Wiederaufstieg in die 1. Liga die Verpflichtungen von mehreren ehemaligen NLA-Spielerinnen vermelden konnten (wir berichteten), warten die HVO-Männer mit einem Transfercoup auf.

Lukas Strebel wird die Dreitannenstädter verstärken. Der 25-jährige Kreisläufer, welcher bereits in der Spielzeit 2011/12 die Farben des HVO getragen hat, kommt vom HSC Suhr Aarau. Strebel gilt als starker Verteidiger, was er in der Vergangenheit in der höchsten Spielklasse der Schweiz unter Beweis gestellt hat.

Hanspeter Arnold, Trainer HV Olten, und Rückkehrer Lukas Strebel.

Hanspeter Arnold, Trainer HV Olten, und Rückkehrer Lukas Strebel.

«Wir zahlen sicher keine Löhne wie andere Klubs teilweise, wollen aber trotzdem aufrüsten», sagt Arnold. Das Kader soll vor allem verbreitert werden, damit jegliche Ausfälle kompensiert werden können.

Auf der Wunschliste stehen gleich mehrere Talente, welche diese Saison in der NLB und auch schon für die Junioren-Nationalmannschaft spielten. Dabei profitiert der HV Olten von der Zusammenarbeit mit dem HSC Suhr Aarau. «Ob wir dann wirklich vorne mitspielen können, wird sich zeigen. Denn das Team wird noch einmal deutlich verjüngt.»