Handball

Der HV Olten setzt sich hohe Ziele: «Wir wollen wieder angreifen»

Der HV Olten will auch diese Saison vorne mitspielen.

Der Aufstieg in die Nationalliga B bleibt das grosse Ziel der Oltner. Ob es diese Saison schon reicht, darauf wollen sich die Oltener noch nicht festlegen. Die Dreitannenstädter mussten einige Abgänge verkraften, doch nun sind sie bereit für die Saison.

«Jetzt erst recht» heisst die Devise der Oltner Handballer für die neue Saison. Nachdem das Team von Trainer Hanspeter Arnold die Vorrunde 18/19 auf dem ersten und die Finalrunde auf dem zweiten Platz beendet hatte, scheiterte es Mitte Mai in den Aufstiegsspielen für die NLB an Kreuzlingen. «Wir wollen diese Saison wieder angreifen und erneut alles versuchen», verspricht Arnold.

Schon vor dem ersten Meisterschaftsspiel von der NLB zu reden, sei indes vermessen, so Arnold weiter. Aufgrund einer Modusänderung werden heuer bereits im Dezember die Weichen für den weiteren Saisonverlauf gestellt.

Nur die jeweils besten beiden Klubs der vier Achtergruppen dürfen an der Aufstiegsrunde teilnehmen. So lautete denn das erste Etappenziel der Oltner, sich bis Mitte Dezember auf einem der vordersten zwei Plätze zu positionieren, was laut Arnold keinesfalls ein Selbstläufer wird.

Mit Altdorf und Emmen bekommt es der HV Olten gleich mit beiden Absteigern aus der zweithöchsten Liga zu tun. «Es ist insgesamt eine starke Gruppe», sagt Arnold, «auch gegen die etablierten Klubs wie Muri, Wohlen oder Muotathal wird es nicht so einfach.» Zum Auftakt der neuen Saison empfängt Olten morgen Samstag Wohlen in der Giroud-Halle.

Mit und ohne Suhr Aarau

Eine gute Handvoll Spieler verliessen das Team im Sommer: Goalie Tim Büsching und Dylan Brandt suchten sich bei anderen Klubs neue Herausforderungen, Benjamin Füglister und Markus Flüeli beendeten ihre Karriere. Wichtigster Zuzug ist Tano Baumann, der vom NLA-Aufsteiger TV Endingen zurückkehrt.

Die jungen Perspektivspieler Pablo und Patrick Rudolf sowie René Schenker sorgen für die nötige Breite, sollen aber vorwiegend bei den Junioren Spielpraxis sammeln. «Wir sind sicher nicht schlechter aufgestellt als letzte Saison. Es hängt halt immer auch davon ab, wie oft uns die Spieler von Suhr Aarau zur Verfügung stehen», erklärt Arnold. Zu diesen zählt zum Beispiel Manuel Zehnder, der jüngst das Aufgebot für die A-Nati erhielt. Daniel Parkhomenko, Julius Voelkin und Cedric Christ sind weitere Spieler mit Doppellizenz.

«Auch ohne die Spieler von Suhr Aarau werden wir genug stark sein, um in dieser Liga jeden Gegner zu schlagen», versichert Arnold. In seiner sechsten Saison beim HVO-Fanionteam wird er neu von Assistent Sandro Bieri unterstützt. Weil die vergangene Saison für den HV Olten erst spät fertig war, verkürzte sich die Vorbereitung auf die neue Spielzeit.

Nicht das einzige Ungemach. Da die Hallen in Olten begehrt sind, fand eines der drei wöchentlichen Trainings jeweils in Aarau statt. Und Hanspeter Arnold glaubt auch nicht daran, dass sich diese Situation in nächster Zeit ändern wird.

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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